Jetzt ist es offiziell: Die seit Juli gesperrte S-Bahn-Brücke an der Holstenstraße ist so marode, dass sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden muss.
Das hat eine fünfmonatige Prüfung der DB InfraGO ergeben. An dem Bauwerk aus den 1960er-Jahren waren bei einer Routineuntersuchung Risse im Spannbeton sowie verrostete Stahlträger entdeckt worden. Die Schäden waren so gravierend, dass die Brücke sofort gesperrt werden musste.
Bei der Brücke handelt es sich um ein sogenanntes Überwerfungsbauwerk. Dort verzweigt sich die S-Bahn-Strecke aus dem Bahnhof Holstenstraße kommend Richtung Altona und Richtung Diebsteich. Damit sich die Züge an diesem Abzweig nicht gegenseitig behindern, werden die Gleise von und zum Bahnhof Diebsteich a…









5 Antworten auf „Holstenstraße: S-Bahn bleibt noch lange gestört“
Zum Kommentar von Michael Jung: Die ‚Kurve Rainweg‘, durch die der Fern-, Regional- und Güterverkehr in und aus Richtung Schleswig-Holstein geführt wird, wird von den Arbeiten zum Neubau der S-Bahn-Brücke vermutlich nicht betroffen sein, da die Fernbahngleise relativ weit von jener Brücke entfernt sind. Anders dagegen die S-Bahn-Gleise in und aus Richtung Diebsteich sowie aus Richtung Altona: Da die Brücke unmittelbar neben diesen Gleisen liegt, dürfte zumindest beim Abriss eine Sperrung dieser Gleise unabwendbar sein. Das hieße dann: kein S-Bahn-Verkehr zwischen Diebsteich bzw. Altona und Sternschanze sowie ein eingeschränkter Betrieb zwischen Sternschanze und Hauptbahnhof für die Dauer des Abrisses. Da bleibt nur zu hoffen, dass dies an einem einzelnen Wochenende erledigt werden kann…
Meine Wünsche für das kommende Jahr: Bitte nehmt der S-Bahn Hamburg bzw. dem DB-Konzern die S-Bahn weg und gebt sie der HOCHBAHN – die weiß nämlich, wie man ein Bahnunternehmen führt!
Vielleicht erleben wir ja doch noch die Rückkehr der RB nach Altona, wenn die Strecke zum Hbf tatsächlich gesperrt werden muss.
Es zeigt Mal wieder das öffentliche Unternehmen scheinbar in allen freie Hand haben und machen können was sie wollen. Egal ob AKN, DB, S-Bahn Hamburg, HHA, Hadag unnd weiter, die ständig Planlos agieren, weil die Politik zu feige ist auf dem Tisch zu hauen. Peinlich, pewinlich wie auch so unsummen einfach verbrant werden oder stekt da ein Plan hinter?
Erstaunlich ist, dass der DB die Brückenschäden erst jetzt auffallen. Risse im Spannbeton und korrodierte Träger entsehen nicht über Nacht. Wann hat die vorletzte Brückeninspektion stattgefunden, welche Ergebnisse zeigte diese? Das Informationgebaren der DB ist schon en wenig schräg. – Nun wo die Brücke komplett erneuert werden muss, kann man sich die Zeitachse selber schnell ausrechnen. Da man eine Spannbetonbrücke nicht in einem Stück ausheben kann, muss sie in situ zerlegt werden. Das kann 2-4 Wochen dauern und dürfte zu massiven Einschränkungen im Bahnverkehr an der Kurve Rainweg führen. Vermutlich wird dann der ganze Schleswig-Holstein-Verkehr wieder am Bahnhof Altona beginnen und enden. Wenn die Widerlager noch in Ordnung und nicht von Spannbetonschäden betroffen sind, dauert es auch einige Tage bis eine Hilfsbrücke eingehängt ist. Die kann bequemerweise auf der Baustelleneinrichtungsfläche im Gleisdreieck an der Quietschekurve vormontiert werden. Sollte eine Erneuerung in Spannbetonbauweise gewünscht oder nötig werden, dann ist für den Bau eienr solchen Brücke mit mindestens einem Jahr Bauzeit zu rechnen. Also wenn Mitte/Ende 2027 der S-Bahnverkehr wieder normal läuft, dann ist alles relativ problemlos abgelaufen…… – Der Supergau wäre, wenn die S-Bahnbrücken von der Hosltenstraße über die Stresemannstraße, die zwar etwas jüngeren Datums, aber von gleicher Grundkonstruktion sind, vom gleichen Schadbild betroffen wären. Deren Erneuerung wäre noch ungleich komplexer und die Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr in Hamburg immens. Schade nur, dass die DB die Informationen immer nur scheibchenweise herausrückt.
Da ich gerade im „anderen Forum“ gelesen habe, dass zur Zeit zwei weitere S-Bahn-Streckenabschnitte wegen Infrastrukturschäden gesperrt bzw. eingeschränkt wurden, also ein grundlegendes Schadensproblem vorliegt, sollte die DB sich erst einmal umfangreich um die bestehende Infrastruktur kümmern und die in Ordnung bringen anstelle hoffnungslose Projekte zu betreiben, die sowieso nicht voran kommen.
Also, besser Citytunnel, Holstenstraßenbrücke und Harburger S-Bahn in Schuss bringen, statt „durchsichtige“ „…- Gedächtnis-Schallschutzwände“ errichten.