HVV-Card: Ab sofort bargeldlos Tickets in Hochbahn-Bussen kaufen

Zwei Jahre nach Einführung der HVV-Card können Fahrgäste damit jetzt auch in den ersten Bussen Tickets kaufen – voll elektronisch und mit drei Prozent Rabatt.
Die HVV-Card an einem Prüfgerät in einem Bus
Die HVV-Card an einem Prüfgerät in einem Bus

Seit zwei Jahren verteilt der Hamburger Verkehrsverbund an seine Fahrgäste die HVV-Card – eine Chipkarte, mit der Fahrkarten bargeldlos gekauft und auf die Karte gebucht werden können. Doch erst jetzt werden die ersten Busse mit entsprechenden Verkaufsgeräten ausgestattet.

Bis Mitte des kommenden Jahres sollen in allen Bussen der Hochbahn jeweils zwei Terminals installiert werden, die Busse der weiteren Verkehrsunternehmen werden laut HVV “sukzessive” ausgestattet.

Fahrgäste, die bereits eine HVV-Card besitzen, können ihre Karte beim Einstieg in die Busse ihre Karte an die neuen Lesegeräte halten. Ist auf der Chipkarte bereits ein gültiges HVV-Ticket hinterlegt, gibt es ein optisches und akustisches Signal.

Ist noch keine Fahrkarte hinterlegt, kann sie an den Terminals direkt bargeldlos gekauft werden.

Trotz neuer Prüfmöglichkeit: “Einstieg Vorn” in Bussen bleibt bestehen

HVV-Card-Inhaber müssen ihre Karte ab sofort bei jedem Einstieg in einen Bus an den Kartenleser halten, sofern der Bus bereits damit ausgestattet ist. “Die Sichtkontrolle des Busfahrers ist dann nicht mehr erforderlich”, erklärt HVV-Sprecher Rainer Vohl auf NahverkehrHAMBURG-Nachfrage.

Die generelle Regel, dass alle Fahrgäste auf fast allen Buslinien ganztags vorne beim Fahrer einsteigen müssen, bleibt laut HVV bestehen.

Die HVV-Card wird seit zwei Jahren in mehreren Stufen flächendeckend an Kunden ausgegeben. Zuvor war die elektronische HVV-Kundenkarte…

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29 Antworten auf „HVV-Card: Ab sofort bargeldlos Tickets in Hochbahn-Bussen kaufen“

Was für ein riesiger Blödsinn! Anstatt die Geräte einfach dazu zu nutzen, Fahrkarten über die NFC-Funktion der Giro- und Kreditkarten zu kaufen, welche eh fast jeder in der Tasche hat heutzutage, muss man sich jetzt noch eine Karte einstecken, die zusätzlich umständlich aufgeladen werden muss. So ein System gab es vor 20 Jahren schon bei uns in der Betriebskantine und das soll eine Innovation sein? Da sollte man sich mal in London umschauen: Kreditkarte beim Einsteigen an den Leser halten und fertig. Am Ende eines Tages/einer Woche wird der günstigste Gesamtpreis abgebucht. Das schaffen wir nicht? Traurig…

In ihrer Betriebskantine gab und gibt es aber bestimmt keinen Papierbeleg, den sie zum Kauf dazu erhalten haben!
Denn ohne den Papierbeleg gelten sie immer noch als Schwarzfahrer – wäre ja auch viel zu digital (vulgo zeitgemäß) und unkompliziert so ohne Papierbeleg…

Warum nur immer dieses gehate gegen Hamburg?!
Bloß weil da wahrscheinlich eine 5 Personen starke Projektgruppe inkl. zweier Lieferanten zwei Jahre mit befasst waren (Projektbudget ca. 1,5 Mio Euro) einen mittelschwer bis total anachronistisches Ergebnis umgesetzt haben und es als große Innovation einführt?
Ich bitte Sie.

Quatsch. In London hat man die Oyster Card, die vorher mit Guthaben aufgeladen wird. Entweder online oder am Automaten. Beim Einstieg wird dann die Karte ans Lesegerät gehalten und ein Betrag abgebucht. Kann sein, dass es auch mit Kreditkarte geht, aber das ist nicht der Normalfall. In den Niederlanden funktioniert es übrigens ganz genauso. Schon seit vielen Jahren. Es ist nicht alles schlecht, war der HVV macht.

Dieses Halbwissen gepaart mit Rampensäuigkeit und sog. Trolltum ist der Zeitgeist, oder?
Wohnst du eigentlich auch in Lokstedt Sascha?

Ich konnte und kann im Jahr 2017 und 2018 bei meinen letzten London-Besuchen völlig problemlos und ohne extra meine Bankkarte aus der Brieftasche zu zücken per NFC bzw. “kontaktlos” den TfL (Underground, Buses, Overground, DLR …) nutzen.
Und sogar die Regionalzüge z.B. zum Flughafen Gatwick konnte ich derart benutzen.
Also der Normalfall.

Und immer zum Best-price.

Alles ohne Oyster, Anmeldungen, Aufladungen, Kundenzentrenbesuche oder Papierbelege.

Für dich lieber Sascha:
Geht natürlich auch mit der Oyster.
Aber auch die kann seit zehn Jahren mehr, als es die niegelnagelneue HVV-Card jetzt können soll – und wahrscheinlich jemals können wird.

Man hat die OysterCard aber kann stattdessen auch einfach jede kontaktlose Zahlkarte nehmen. Das wird auch viel genutzt. Wozu sollte man sich auch eine weitere Karte ins Portomonnaie stecken, wenn man einfach seine MasterCard nehmen kann. Insofern ist das kein Quatsch, sondern praktisch und innovativ.

Die Oyster card nutzt man in London nur, wenn man keine Kreditkarte mit NFC hat. Eine KK reicht völlig um alle Vorteile der Oystercard auch ohne diese zu nutzen

Man kann zwar die Oystercard noch nutzen, aber mittlerweile wird einfach direkt die NFC Kreditkarte ans Lesegerät gehalten.

Automatisch wird der Fahrpreis ermittelt und bei mehreren Fahrten automatisch in ein Tages bzw Wochenticket umgewandelt. Man kann einen Online Account anlegen (kein muss) und so die Fahrverläufe live nachvollziehen. Aber auch ohne Account kann man am Tag danach auf der Webseite des TFL die Fahrten sehen die registriert wurden. Fahrpreise sind gleich zur Oystercard.
Mehr Infos auf der Webseite des TFL unter contactless.

In London kann man eh überall kontaktlos zahlen, geht auch viel schneller.

Was passiert eigentlich, wenn man eine HVV Card mit Kaufoption hat und gern eine Einzelfahrkarte mit 3% Rabatt fürs bargeldlose Zahlen im Bus kaufen möchte, aber in diesem Bus noch gar kein PVS eingebaut ist? Verkauft der Busfahrer dann über den Fahrscheindrucker gegen Bargeld auch Fahrkarten mit 3% Rabatt?

Ich hatte gerade Fotokalender in Auftrag gegeben, da bekomme ich 30% Rabatt.
Für den HVV sind 3% schon eine beachtliche Leistung!

Und warum kann ich nicht wie in anderen Städten mit einer ganz normalen Kreditkarte bezahlen? Das wäre vielleicht ja auch für Touristen ganz praktisch die weder HVV-Card noch eine deutsche Girocard (früher: EC-Karte) haben.

Die Antwort bekommt man von der Hochbahn auch. Warum versteht keiner, dass man den Zugang zu Bus und Bahn viel leichter machen kann anstatt Besucher zu zwingen sich eine App herunterzuladen, dort ein Konto anzulegen und Kreditkartendaten zu hinterlegen bevor man endlich sein Ticket kaufen kann. So ein Firlefanz! Andere Städte können das doch auch?! Ich verstehe es einfach nicht…

Ich habe noch nicht verstanden, ob ein Guthaben auf der Karte sein muss. Und was ist mit Leuten, die z. B. ein Ganz-Jahres-Abo im Voraus bezahlt haben?

Mit einer Kredit- oder EC-Karte kann man nicht erkennen, ob ein Abo vorhanden ist oder eine Einzelfahrt gelöst wird. Die bisherige Praxis, einer verlässlichen mtl. Abbuchung, die immer gleich ist, verschafft den Kunden bessere Planungssicherheit. Und viele Leute möchten nicht, dass man u. U. die eigenen Verhältnisse offenbart, was ohne Weiteres möglich wäre, wenn nur mit EC- oder Kreditkarte gezahlt werden könnte.
Dafür ist eine spezielle Karte erforderlich, wenn man schon den Papierausdruck nicht mehr haben will.

Und die Abschaffung der Sichtkontrolle? Äußerlich erkennt man den Geltungsbereich bzw. den zeitlichen Rahmen wie Einzel-, Tages- oder Monatskarte bei der neuen HVV-Card nicht. Und im Bus gibt es dann die Lesegeräte, aber wird dann der Zutritt verhindert, wenn man keine gülitge Karte einlesen lassen kann? Busse und U- und S-Bahnen haben in Hamburg keine Sperren wie in Paris oder London.

“Die generelle Regel, dass alle Fahrgäste auf fast allen Buslinien ganztags vorne beim Fahrer einsteigen müssen, bleibt laut HVV bestehen.”

Vermutlich sind die Busse in Hamburg noch zu schnell unterwegs…

Jetzt ist die Frage, ab wann die Jahreskarten und die Jobtickets digital werden. Also eine Chipkarte zum Überprüfen bekommen und ob es möglich sein wird, ergänzungskarte mit Abbuchung vom eigenen Konto oder Aufladeguthaben zu kaufen.

Verstehe nicht wieso nicht einfach per Kreditkarte, und weil wir sind ja hier in Deutschland sind, per Girokarte (EC) kontaktlos gezahlt werden kann. Geht in London doch auch ohne Probleme.

So eine extra Karte wäre vor 10 Jahren sinnvoll gewesen aber da sind wir doch mittlerweile weiter.

Einzig als Ersatz für Monatskarten ist diese halbwegs sinnvoll.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wird das gekaufte Ticket auf der HVV-Card gespeichert, ein gedrucktes Ticket gibt es nicht.
Da wir in Hamburg keine Zugangssperren haben, sondern bei den (sehr sporadischen) Kontrollen ein Ticket vorzeigen müssen, scheidet m.E. die Direktzahlung per Kreditkarte aus. Wie soll der Kontrolleur erkennen, ob mit einer Kreditkarte ein Ticket für die richtige Fahrt gekauft wurde?

Du hast es falsch verstanden. Bzw. gar nicht, Oliver.

Schau doch mal hier – so ganz offiziell mit allem Zipp & Zapp:
https://www.hvv.de/de/service/fragen-und-antworten/hvv-card
Und dann bitte zu den Punkten (einer reicht schon):
– Bargeldlos Fahrkarten kaufen – wie funktioniert das?
– Warum ist ein Papierbeleg notwendig? Kann ich meinen Papierbeleg nachdrucken? 
– Was muss ich bei Fahrkartenkontrollen tun?

In London gibt es auch nicht überall Barrieren (DLR, Overground…). Bei den Bussen ohnehin nicht.
Funktioniert dennoch und Prüfer haben ein entsprechendes Lesegrät dabei, um die Bankkarte zu prüfen (der Betrag ist ja abgerechnet und man selbst erkennt es bei der Umsatzanzeigen auch).

Warum verteidigen hier einige diese verkrüppelte HVV-Card so vehement, und argumentieren sogar mit “alternativen Fakten”?!
Der HVV bekommt es ja noch nichtmal hin, an neu installierten, kleiderschrankgroßen Ticktautomaten Kartenzahlung zu ermöglichen.

Mit derartigen “kritischen” ÖPNV-Nutzern wie Oliver oder Sascha oder Lokstedter, werden Hamburgs Planer und Entscheider weiterhin hermstümpern dürfen, weil es diese Leute einfach nicht kapieren (wollen oder können).

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob DU mich richtig verstanden hast …

Wie die HVV-Card funktionieren soll, ist mir schon klar, eine Aussage, ob ich das gut finde, habe ich nicht gemacht.

Ich nahm Bezug auf die diversen Posts, welche NUR eine Bank-/Kredit-/Sonstwas-Karte für die Zahlung verwenden wollen. Im Prinzipg eine gute Idee, ich wusste jedoch nicht, dass man eine vorgenommene Zahlung mit einem Gerät GEZIELT nachträglich anzeigen kann. Auch nachdem wohlmöglich noch andere Zahlungen mit der Karte abgewickelt wurden, die den Kontrolleur nun wirklich nichts angehen! Kann man das wirklich?

Zumindestens sind wir uns doch einig, dass eine Zahlung nicht direkt auf der KREDIT-Karte gespeichert wird, sondern stets online vom ausgebenden Institut abgefragt werden muss, oder?

Und um mal etwas negatives über die HVV-Card zu sagen: Wenn ich für jeden Bezahlvorgang einen Papierbeleg bekomme und aufbewahren muss, dann kann ich auch gleich eine ordinäre Fahrkarte kaufen.

Ich kaufe meine Fahrkarten (sofern meine ProfiCard nicht reicht) übrigens mit der HVV-App. Ganz ohne Papierkram!

Im Übrigen bitte ich darum, die “Netiquette” im Auge zu behalten, schließlich wollen wir doch alle nett und höflich unsere Unklarheiten beseitigt wissen … Danke!

Es gibt natürlich ein Datenschutzproblem, aber in London funktioniert das so, dass die Nummer der Karte sofort per Funk an den zentralen Server übertragen wird. Ebenso wie die Bilder der Überwachungskameras. Dort werden die Daten gespeichert. Sie stehen dort auch Polizei und Geheimdienst zur Verfügung.

Es ist keine Karte mit speziellem Speicherbereich für Fahrkarten erforderlich. Diese Funktion ist out und meistens garnicht vorhanden. Auch die meisten ausländischen Karten funktionieren, wenn sie über NFC (Kontaktlos-Zahlung) verfügen.

Man hält beim Ein- und Aussteigen die Karte an das Lesegerät. Vergisst man letzteres, wird bis zur Endhaltestelle berechnet. Steigt man aber innerhalb von 15 Minuten in ein anderes Fahrzeug, sollte der Umsteigevorgang erkannt werden. In Bussen kann das Vorzeigen beim Aussteigen entfallen. Das System zieht automatisch zu Tages- und Wochenkarten (Montag-Sonntag) zusammen. Es gibt keine Papier-Belege.

Der Datenschutz ist natürlich auch bei der HVV-Card fraglich. Alle solche Systeme können Bewegungsdaten erfassen, außer, man richtet sie speziell darauf ein, es nicht zu tun.

Die meisten Karten speichern tatsächlich die letzten Zahlvorgänge, vielleicht die letzten 5 Stück, auf der Karte. Der jeweils nächste Händler kann das auslesen. Übermittelt werden außerdem der Name, der auf der Karte aufgedruckt ist, der Name und die Identifikation der Bank, die Kartennummer und evtl. die Kontonummer des zugrundeliegenden Kontos.

Ein System wie in London arbeitet online mit der Kartennummer. Die Karten-Präsentation wird online an einen Server übertragen, der Kontrolleur muss ein Online-Gerät haben. Später gibt der Server das als Zahlungsanforderung an das kartenausgebende Institut weiter. Wenn er auch zu Wochenkarten zusammenziehen kann, muss das eben am Ende der Woche sein. Der Server kann, wenn er will, natürlich schon vorher die Deckung der Karte abfragen. Dabei ist die Deckung bei einer Debit-Karte nicht zu 100% sicherzustellen, bei Credit weitgehend schon.

Beim Einsteigen in das Fahrzeug leuchtet übrigens zuerst eine rote Lampe, die dann grün wird, wenn die Karte erfasst wurde.

Danke, jetzt bin ich wieder ein wenig schlauer!!!

Ob ich das Londoner System gut finde, darüber muss ich allerdings noch einmal nachdenken …

“Der HVV bekommt es ja noch nichtmal hin, an neu installierten, kleiderschrankgroßen Ticktautomaten Kartenzahlung zu ermöglichen.”

Der HVV bekommt es vielmehr nicht hin, dieses Ermöglichen seinen Verkehrsunternehmen, die die Fahrkartenautomaten aufstellen, vorzugeben. Als hauptsächlicher S-Bahn-Nutzer habe ich zum Glück dieses Problem nicht, denn die sonst viel (oft auch zu recht) gescholtene S-Bahn Hamburg bzw. die Mutter DB hat dankenswerterweise bereits seit Jahren die Kartenzahlung an den Fahrkartenautomaten eingeführt und bietet diese an. Auch, dass alle DB-Angebote an deren Automaten zu bekommen sind, finde ich super.
Bei den Hochbahn-Automaten gilt es ja immerhin schon als ein Fortschritt, Fahrkarten des SH-Tarifs kaufen zu können…

Und am Donnerstag, den 15.11. wird mit ganz großem Tamtam der “weltweit” erste serienreife Elektrobus bei der Hochbahn vorgestellt. Also stimmt schon, bei der Hochbahn ist es der erste serienreife E-Bus, stimmt auch, von Evobus scheint es der erste serienreife E-Bus zu sein und stimmt auch, diese Hochbahn gibt es nur einmal in der Welt. Also marketingtechnisch macht der Hochbahn keiner was vor! 😉

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