Fahrgastzahlen steigen – Angebot dagegen kaum

Die Fahrgastzahlen im HVV sind im letzten Jahr schon wieder deutlich gestiegen – das Angebot dagegen kaum. Das belegt eine Auswertung von Nutzungszahlen und gefahrenen Kilometern bei Bus und Bahn. Der Verkehrsverbund ist offenbar an seiner Kapazitätsgrenze angekommen.
Von Christian Hinkelmann
Wartende Menschen am Busbahnhof Rahlstedt in Hamburg
Menschen warten auf einen Metrous der Linie M9 am Busbahnhof Rahlstedt

Die Verkehrsunternehmen in Hamburg können zufrieden sein. Seit Jahren steigen immer mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr um. In den letzten zehn Jahren sind die Fahrgastzahlen im Hamburger Verkehrsverbund um über 30 Prozent gestiegen. Allein im Jahr 2010 gab es ein Plus von 3,1 Prozent – das entspricht 676,3 Millionen Fahrgästen. Ein neuer Rekordwert – und deutlich mehr, als die Verantwortlichen prognostiziert hatten.

Erstaunlich nur, dass Angebot in den letzten Jahren bei weitem nicht so stark gestiegen ist, wie die Nachfrage.

Folgendes Diagramm zeigt anschaulich die Entwicklung der Fahrgastzahlen, im Verhältnis zur Entwicklung der Fahrtenzahl und der gefahrenen Kilometer.
Die obere Linie zeigt die Entwicklung der Fahrgastzahlen – sie geht steil nach oben. Die mittlere Linie zeigt die Zahl der Wagenkilometer pro Jahr an. Aus ihr lässt sich herauslesen, wie viel Kilometer die Fahrzeuge im HVV pro Jahr gefahren sind. Die untere Linie zeigt die Zahl der Fahrten pro Jahr im HVV an. Steigt sie an, fahren die Verkehrsmittel im HVV häufiger (z.B. durch Taktverdichtungen oder neue Linien).

Zwar sind Angebot und Nachfrage zwischen den Jahren von 2002 bis 2005 ungefähr gleich angestiegen – der Grund dafür liegt allerdings in der Erweiterung des HVV-Gebietes nach Schleswig-Holstein (2002) und Niedersachsen (2004).

Danach entkoppeln sich die Werte.

Während die Fahrgastzahlen auch nach der HVV-Erweiterung stabil ansteigen, bleibt die Zahl der Fahrten (untere Linie) fast unverändert und geht zum Ende des Jahrzehnts sogar leicht z…

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