“Einstieg vorn” kurbelt Fahrkartenverkauf deutlich an

Zufriedenheit beim HVV. Seitdem Fahrgäste in Bergedorf und Harburg nur noch vorn in die Busse einsteigen dürfen, ist die Schwarzfahrerquote deutlich gesunken. Gleichzeitig stieg der Fahrkartenverkauf um 24% an. Damit wird ein flächendeckendes "Vorn einsteigen" im ganzen HVV-Gebiet immer wahrscheinlicher.
Von Christian Hinkelmann
Einstieg vorn am Eppendorfer Markt in Hamburg
Fahrgäste steigen an der vorderen Tür in einen Bus der Linie M20. Seit 2012 ist der EInstieg vorn auf den meisten Buslinien im HVV ganztags Pflicht

Der “Einstieg vorn” bei Bussen in Bergedorf und Harburg ist ein wirtschaftlicher Erfolg. Das geht aus einer ersten Bilanz hervor, die der Hamburger Verkehrsverbund vorgelegt hat.

Demnach ist die Schwarzfahrerquote in den beiden Testgebieten seit Beginn des Pilotversuchs Anfang März deutlich zurück gegangen. Im April ist der Wert in Bergedorf im Vergleich zum April 2010
von 4,8 auf 1,9 Prozent gesunken, in Harburg von 6,6 auf 1,7 Prozent.

Gleichzeitig ist die Zahl der im Bus verkauften Fahrkarten deutlich angestiegen: Plus 24 Prozent. Als wahrer Verkaufsschlager hat sich dabei die Kurzstreckenfahrkarte herausgestellt. Außerdem wurden allein im März und April in beiden Testregionen 700 zusätzliche HVV-Abokarten verkauft.

Der Verkehrsverbund rechnet damit, dass die Einnahmenverluste allein in Bergedorf und Harburg in diesem Jahr um rund 2 Millionen Euro sinken werden. Insgesamt macht der HVV pro Jahr ca. 20 Millionen Euro Verlust durch Schwarzfahrer.

Wie bereits berichtet will der Verkehrsverbund in den kommenden Wochen mit Fahrzeitmessungen genauer überprüfen, wie und ob sich der Einstieg vorn negativ auf die Fahrzeiten der Busse auswirkt. Bislang gibt es dazu noch keine offiziellen Erkenntnisse.

Die Testphase in Bergedorf und Harburg läuft noch bis Anfang März kommenden Jahres. Sollten bis dahin keine gravierenden Probleme auftauchen, soll die “Einstieg vorn-Regelung…

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