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HVV testet erstmals Billig-Ticket speziell für App-User

Der HVV testet ein neues Billigticket in den Abendstunden. Ab morgen gibt es an den vier Juni-Wochenenden ein neue Happy-Hour-Karte – mit bis zu 40 Prozent Rabatt.
Christian Hinkelmann
Ein Handyticket in der HVV-App in Hamburg an einem U-Bahnhof
Ein Handyticket in der HVV-App in Hamburg an einem U-Bahnhof
Foto: Christian Hinkelmann

Seit vielen Jahren kennen die HVV-Fahrpreise nur einen Weg: Nach oben. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutz- und Diesel-Debatte experimentiert der Verbund jetzt erstmals mit kräftigen Aktionsrabatten.

Ab morgen gibt es testweise ein neues Happy-Hour-Ticket mit bis zu 40 Prozent Rabatt. Das Ticket gilt nur donnerstags, freitags und samstags von 19 Uhr abends bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr und kann in diesem Zeitraum beliebig oft genutzt werden.

In der Preisstufe Hamburg AB kostet das Happy-Hour-Ticket vier Euro. Das sind im Vergleich zu einer 9-Uhr-Tageskarte (AB) 2,40 Euro weniger. Darüber hinaus gibt es das Happy Hour-Ticket auch für die Preisstufen 3 Ringe (sechs Euro), 4 Ringe (acht Euro) und den Gesamtbereich (zehn Euro).

Das neue Happy-Hour-Ticket gilt zunächst nur an den kommenden vier Juni-Wochenenden und kann nur über die HVV-Smartphone-App gekauft werden.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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20 Antworten auf „HVV testet erstmals Billig-Ticket speziell für App-User“

Also ich finde dieses ein tolles Angebot, Abends auf die Party und Nachts zurück. Dieses sollte aber aktiv beworben werden und auch am Fahrkartenautomaten zu kaufen sein,
Da die Zielgruppe weder NahverkehrHamburg lesen wird, noch die HVV App besitzen. Falls dieses Angebot ausgeweitet werden sollte, sollten auch die Tage vor Feiertagen mit angeboten werden.

Grundsätzlich finde ich dieses Angebot super. Bei einigen anderen Verbünden gibt es bereits so eine Abendkarte. Eine „Happy hour“ wäre in diesem Zusammenhang allerdings eher eine Nacht von Sonntag bis Mittwoch.
Ich frage mich jedoch, ob es rechtlich zulässig ist, bestimmte Tickets ausschließlich über eine App zu vertreiben. Sowas mag im privaten Geschäftsverkehr möglich sein, aber hier ist die Grundlage das Personenbeförderungsgesetz. Öffentlicher Nahverkehr ist eine öffentliche Aufgabe. Da dürfte es keine Ungleichbehandlung geben…

Der Abonnent darf aber weiter abgemolken werden! Nur an den ABO’s wird richtig Geld verdient, der Rest ist Pipifax. Und nur Über ABO’s sind die Probleme lösbar. Nur wer schon bezahlt hat nutzt regelmäßig den ÖPNV und lässt das Auto stehen. Und wer Auto fahren will sollte als Maut eine HVV Ticket haben müssen. Es könnte alles so einfach sein…. wenn die Entscheidungsträger bei Verstand wären…..sind sie aber nicht….werden trotzdem gewählt…

Wird groß Werbung gemacht und da siehe der Haken nur über App zu kaufen und nur bestimmte Tage und Uhr Zeiten. Kann man in die Tonne kloppen. Fahre weiterhin kostenlos.

Dieses Ticket erinnert mich an das bei Insidern damals nur als „Föllig-Ferrückt-Karte“ bekannte FF-Ticket, eine Monatskarte für Freizeit und Feierabend, die im Tarifgebiet 2 (entsprechend etwa Hamburg AB) nur abends und am Wochenende gültig war. Wegen deutlich hinter den Erwartungen bleibender Verkaufszahlen wurde dieses Ticket wieder eingestellt. Ähnliches prophezeie ich auch der Happy-Hour-Karte bei derart restriktiven Bedingungen.

Interessanter und lohnender – aber für mich leider nicht erhältlich – ist da schon das „Ticket für Neubürger“. Bis Ende des Jahres kann jeder neu Zugezogene gegen eine Kopie seiner Meldebescheinigung eine völlig kostenlose Vollzeit-Wochenkarte für Hamburg AB erhalten – natürlich auch nur über die HVV-App oder zukünftig den HVV-Online-Shop.

Mit Verlaub, aber sind sie noch bei Trost?!

Das würde bedeuten, dass man ggf. noch mehr Fahrgäste befördern muss.
Und das insbesondere zu den HVZ!
So viele Gelenke kann ein Bus gar nicht haben, die es dann bräuchte…

Und wenn der HVV / die HOCHLAHM Pech hat, bleiben zu viele von dem Angebot angefixt (was angesichts des rumpelnden, aber infolge der langsamen Durchschnittsgeschwindigkeit schön lange andauernden Sardinenbüchsen-Feelings nur schwer vorstellbar ist).

Nein – mit dem Ticket können die einzig verbliebenen Kapazitäten in den Randzeiten befüllt werden.

Soll ja nicht schlecht werden, so ein leerer Bus!
Fragen sie mal den Bäcker, der seine verbliebenen Backwaren in der letzten halbe Stunde für die Hälfte verscheuert.

Ich finde, das geht in die richtige Richtung. Der HVV muss den Fahrkartenverkauf über die App (und vielleicht ja auch irgendwann mal die HVV Card) viel attraktiver machen. Diese 3% sind doch ein Witz. Dann wird hoffentlich auch dieses ständige Fahrkarten gekaufe im Bus abnehmen. Das wäre mal echte Busbeschleunigung. Viele der Barzahler haben doch in der anderen Hand ein Smartphone.

So, man muss offensichtlich unbedingt ein Smartphone haben mit APP, um daran teilzunehmen. Der Kreis um die Nicht-SmartPhoneNutzer zieht sich immer enger. Das ist Konsumterror!
Gisela W.

Es ist einfach ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung, die auch nicht mehr so einfach aufzuhalten ist.
Und da gibt es nur eine Möglichkeit: ein Smartphone zulegen, im Internet sind Sie ja offensichtlicherweise eh anzutreffen, von daher dürfte ein Smartphone kein großes Problem sein. Wenn Sie jedoch aus freien Stücken entscheiden sich der modernen Technik zu verschließen, dann dürfen sie sich aber auch nicht beschweren.

Die App-Tickets kosten doch mittlerweile wieder genauso viel wie die Papiertickets. Wo ist da also der Vorteil? Im Gegenteil: Man liefert Daten. Also sind die App-Tickets überteuert.

Man spart Papier und braucht mittelfristig weniger Automaten. Ebenso fällt der Kauf beim Busfahrer weg, wodurch der Fahrbetrieb reibungsloser abläuft. Außerdem gibt’s 3% Rabatt auf Einzel-, Tages-, Gruppen- und Ergänzungskarten. So haben HVV, Verkehrstriebe (u.a. HOCHBAHN) und die Kunden einen Vorteil.

Mit der App erhält man nach wie vor auf alle Einzel-, Tages-, Gruppen- und Ergänzungskarten (geringe) 3 % Rabatt. Da freue ich mich schon, wenn ich beim Kauf einer 9-Uhr-Tageskarte Hamburg AB 19 Cent spare (6,21 € mit der App statt sonst 6,40 €).

Was an dem Ticket billiger sein soll, erschließt sich mir noch nicht.
4.00€ für das Happy-Hour-Ticket, das 11 Stunden gültig ist (19.00 Uhr bis 6.00 Uhr am nächsten Tag).
4.00€/11h=0.36€/h
6.40€ für die 9 Uhr Tageskarte, die 27 Stunden (mo-fr) oder 30 Stunden (sa, so, feiertags) gültig ist (mo – fr von 0 bis 6 Uhr und von 9 bis 6 Uhr des folgenden Morgens, sa, so + feiertags ganztägig).
6.40€/27h=0.23€/h (mo-fr)
6.40€/30h=0.21€/h(sa, so, feiertags)

Da sieht man, dass man mit Mathematik eben nicht jedes „Problem“ lösen kann.
Fahrkarten werden halt nicht unter Laborbedingungen genutzt, sondern – im Falle einer 9 Uhr Tageskarte AB – zum Beispiel meist für lediglich zwei Fahrten, da es günstiger ist als sich für den Hin- und Rückweg zwei Einzelfahrkarten zu kaufen. So gesehen führt Deine theoretisch korrekte Rechnung leider an der Realität vorbei.
Gerade für typische Wochenend Abendaktivitäten – seien es Kino- oder Theaterbesuche, Kiezbummel oder Besuche bei Freunden, etc. pp. – ist das neue Modell ein sehr attraktives Angebot, lässt sich damit doch bares Geld sparen.
Ich für meinen Teil fand es zumindest seit jeher immer schade, dass ich für Fahrten am Abend trotzdem eine 9 Uhr Tageskarte kaufen „musste“ obwohl ich diese die ersten 10 Stunden ihrer abstrakten Gültigkeit gar nicht nutzen konnte.
ÖPNV ist schließlich unterm Strich nur dann wirklich fair und gegenüber dem Individualverkehr attraktiv, wenn das Tarifsystem so differenziert ausgestaltet ist, dass es für nahezu jede Form der Nutzung eine eigene, preislich angepasste Fahrkarte gibt. Da ist der HVV mit dem neuen Angebot nun auf einem guten Weg. Der Anfang ist zumindest gemacht.

Dass das Ticket zunächst nur über die App erhältlich ist, ist angesichts dessen dass es zunächst nur ein zeitlich begrenzter Testlauf ist mehr als nachvollziehbar; dürften ansonsten die Kosten für die doppelte Umrüstung/Umprogrammierung aller Fahrkartenautomaten im Bereich des HVV doch beträchtlich – und für einen Testlauf viel zu hoch sein.

„Was an dem Ticket billiger sein soll, erschließt sich mir noch nicht.“

4,00 € für die Fahrt zum Kiez und zurück ist billiger als 6,40 € für die Fahrt zum Kiez und zurück.

Da nich‘ für.

Guten Tag, Sie haben einen Faktor nicht berechnet. Die Menschen, die erst Abends mit der Bahn fahren möchten, müssen aktuell auch die 6,40€ zahlen. Sie vergessen zu berechnen was 6,40€/11h sind. Nach meiner Rechnung sind das 0,58€. Diese Menschen zahlen nun 0,36€. Das ist ein Unterschied. Ich bin sehr gespannt, ob dieses Angebot des HVV angenommen wird.

Schöne Milchmädchenrechnung
Es soll Menschen geben, die verabreden sich am Abend mit Freunden in der Stadt und haben das 9-Uhr-Tagesticket auch erst nach 19 Uhr gekauft. Genau diese Leute sparen jetzt bei 2 Fahrten 2,60€, anstatt 0,20€.

Ich versuche es doch noch einmal mit der Mathematik.

Warum ist das Happy-Hour-Ticket so billig? Nicht weil ich bis zu 40% Rabatt bekomme. Nein, sondern ich bezahle weniger, weil ich für weniger Geld weniger Leistung bekomme.

Und in dem Fall ist die Abminderung noch nicht mal linear. Setzt man die 0.23€/h aus der Rechnung von 6.40€/27h an, dann dürfte das „Billig-Ticket“ nur 0.23€/h*11h=2.60€ kosten.

Wenn ich in einen Laden gehe und einen Fernseher mit 40% Rabatt kaufe, dann bekomme ich den ganzen Fernseher.

Also, was auch ganz dringend noch getestet werden sollte: Ein Rabattangebot für montags, mittwochs und freitags für die Zeit zwischen 5 und 7 Uhr morgens. Jede Fahrt wird 1 Euro billiger, wenn man sich das Ticket am Stihlke-Kiosk auf den Handrücken stempeln lässt.
Das wird bestimmt ein Renner! Ein bisschen alte Disco-Nostalgie und das kommt auch ganz ohne Personal oder anfällige Technik aus.

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