HVV-Unternehmen twittern jetzt einheitlich über Verkehrslage

Pünktlich zu den ersten schweren Stürmen der Saison haben die beim Internetdienst Twitter vertretenen Verkehrsunternehmen (Hochbahn, S-Bahn, VHH und Metronom) ihre Informationsstrategie verbessert. Ab sofort nutzen die vier Unternehmen bei relevanten Verkehrsmeldungen das einheitliche Schlagwort ("Hashtag") #hvv.
Christian Hinkelmann
S-Bahn am Bahnhof Hamburg-Jungfernstieg. (Foto: Christian Hinkelmann)
S-Bahn am Bahnhof Hamburg-Jungfernstieg. (Foto: Christian Hinkelmann)

Das teilte der Hamburger Verkehrsverbund am Freitag mit, der selbst nicht bei Twitter vertreten ist.

Mit dem neuen einheitlichen Hashtag können sich Twitter-Nutzer mit nur einem Suchbegriff gebündelt alle aktuellen Verkehrsmeldungen der vier Unternehmen anzeigen lassen. Dies war bisher so nicht möglich – Twitter-Nutzer mussten sich die nötigen Informationen mit unterschiedlichen Suchbegriffen von den Unternehmensprofilen zusammensammeln.

Der Metronom hatte seine Fahrgäste seit vergangenem Freitag in weit mehr als 30 – zum Teil automatisierten – „Tweets“ über die sturmbedingte Störungslage informiert, bei der VHH waren es 25. Die Hamburger S-Bahn twitterte 17 Postings zum Sturm, die Hochbahn mit 13.

Hier die Twitter-Kanäle der Verkehrsunternehmen:

https://twitter.com/hochbahn

https://twitter.com/SBahnHamburg

https://twitter.com/vhhbus

https://twitter.com/metronom4me

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „HVV-Unternehmen twittern jetzt einheitlich über Verkehrslage“

Schade nur, dass die „Amateure“ von @HVVStoerungen teilweise einen besseren Job machen als die einzelnen „Profis“ der Verkehrsunternehmen selbst. Und man sollte sich fragen, warum die „Amateure“ über alle Verkehrsträger des HVV (Bus egal ob VHH oder Hochbahn, U-Bahn, S-Bahn, Regionalzüge) Störungen gebündelt zusammentragen, während es der offizielle HVV nicht selbst tut, sondern schön seine eigenen Subunternehmer nur die hauseigenen Störungen verbreiten lässt. Es kann doch nicht so schwer für die Subunternehmer sein, ihre Störungsmeldungen an eine Zentrale vom HVV weiterzumelden, wo diese dann gesammelt angezeigt werden, idealerweise noch nach Verkehrsmittel getrennt und über die offizielle HVV-App abrufbar. Peinlich für den HVV!

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