HVV verkauft Fahrkarten jetzt auch per Moovel-App

HVV-Fahrgäste in Hamburg kommen ab sofort bequemer an Fahrkarten heran. Der Verkehrsverbund verkauft seine Tickets jetzt auch über die iPhone- und Android-App "Moovel", die dem Daimler-Konzern gehört. Der HVV betritt damit Neuland.
Christian Hinkelmann
Vorhalle im U-Bahnhof HafenCity Universität in Hamburg
Vorhalle im U-Bahnhof HafenCity Universität der Linie U4 in Hamburg

Erstmals bietet der Verbund nämlich seine E-Tickets über einen externen Dienstleister an, der in Konkurrenz zur eigenen HVV-App steht und neben HVV-Fahrtmöglichkeiten auch die bequeme Buchung von Car2go-Mietwagen und MyTaxi (beides Daimler-Dienste) anbietet.

“Wir glauben, dass neben unseren vielfältigen eigenen Angeboten weitere Vertriebswege in Form externer Mobilitätsplattformen sinnvoll sind”, so HVV-Chef Lutz Aigner bei der Präsentation der neuen Kooperation. “Der Verkauf von HVV-Fahrkarten über die neue Moovel App ist deshalb eine interessante Option, nicht zuletzt für auswärtige Fahrgäste.

Moovel-Geschäftsführer Jörg Lamparter sieht im HVV einen wichtigen strategischen Partner: “Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem HVV demonstrieren können, wie sehr das Smartphone unsere Mobilität in Städten vereinfacht. Unser One-Stop-Shop für urbane Mobilität ist weltweit einzigartig.“

Der HVV bietet über die Moovel-App Einzel-, Tages- und Gruppenkarten an und gewährt dabei auch seinen üblichen 3-Prozent-Online-Rabatt.

Die Buchung soll mit nur zwei Klicks funktionieren, was wesentlich einfacher wäre als in der HVV-App. Die Tickets werden dann in der Moovel-App bereitgestellt und sind dort auch abrufbar. Die Abrechnung erfolgt im Hintergrund zwischen Moovel und dem HVV – ohne dass eine weitere Anmeldung durch den Kunden erforderlich ist.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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7 Antworten auf „HVV verkauft Fahrkarten jetzt auch per Moovel-App“

@ Radfahrer: Die Schnellbuslinie 31 ist eine der wenigen Qualitätsbuslinien zwischen Hamburg und dem Hzt.Lauenburg mit WLAN ohne den “Feind hört mit” bei einem Willy in Norderstedt.
Zwischen HH-Bergedorf und Lauenburg radeln…dann ist man entweder fit oder lebensmüde.

Ja es stimmt, was ‘HVV-Kritiker’ sagt. Letzte Woche stand ich in der HVZ hinter “Line 31” mit einer absurden Werbung.
Dort stand sinnbildlich. “Wenn Sie jetzt ein paar Meter weiter vorne sitzen würden, könnten Ihnen die Spritpreise egal sein”. Ich rechnete nach und kam als Autobesitzer zu dem Ergebnis, daß mich diese paar Meter dann rund 75€ mehr im Monat kosten würde!
Busse können mich nicht, ganz besonders die “schnellbusse”, aus meinem Auto locken. Eine moderne Straßenbahn wurde ich mit Freude annehmen!
Hamburg bleibt die ‘Freie und Autostadt’!
Die Tarifbedingungen des HVV treiben mich auf mein Fahrrad oder ins Auto, bei langen Strecken.

Ach, lieber HVV, gestehe doch einfach mal ein, dass Du eigentlich gar keinen attraktiven ÖPNV als Alternative zum Autoverkehr möchtest.

So ist auch diese PR-Aktion wieder nur dazu da, den switchh-Partner zu promoten.

Es bleibt als weiterhin bei den 3P: PublcRelation, Promotion, Preiserhöhung

In Hamburg fährt man Auto,
in Hamburg fährt man Auto,

und zur Not mal Bus.

Gute Idee und ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Leider ist das Stadtrad-System (noch?) nicht integriert, auch der “gute alte” Fussweg fehlt als Alternative. Kommt das noch? Ansonsten wäre es spannend zu wissen, wie lange der Vertrag läuft, wieviel Verkaufsprovision moovel vom HVV erhält und ob auch umgekehrt Provisionen fliessen. Schliesslich ist car2go schon seit geraumer Zeit in der HVV-App integriert.

Nächstes Jahr bekommen die Bestandskunden erst einmal neue Karten. Es wird dann Einlass-Systeme geben. Zunächst erhalten die Busse zusätzlich zum EFAD ein Prüfgerät. Später erfolgt der EFAD 3. Schon bald wird es keine Karten mehr beim Busfahrer geben. Es macht also Sinn, den bargeldlosen Vertrieb zu pushen.

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