HVV verliert in Corona-Krise 20.000 Abonnenten mehr als im Vorjahr

Fahrgastzahl im HVV liegt noch immer 30 Prozent unter Vorjahresniveau. Individualverkehr deutschlandweit stark gestiegen. ÖPNV-Branche plant neue Imagekampagne.
Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise war der Hamburger Hauptbahnhof im Berufsverkehr fast menschenleer
Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise war der Hamburger Hauptbahnhof im Berufsverkehr fast menschenleer
Foto: Christian Hinkelmann

Die Corona-Krise setzt dem öffentlichen Nahverkehr in Hamburg und im restlichen Deutschland weiterhin zu. Die Lage für Verkehrsunternehmen und Verbünde bleibt schwierig.

Zwar sind Bahnen und Busse inzwischen wieder deutlich voller als direkt nach dem Lockdown, doch insgesamt sind die Fahrgastzahlen noch immer weiter unter dem üblichen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet der HVV in seinen Fahrzeugen aktuell immer noch 30 Prozent weniger Fahrgäste als im Vorjahr. Das schreibt der verkehrspolitische Sprecher der Hamburger Grünen-Fraktion, Gerrit Fuß, auf seiner Website (siehe hier).

Noch schlimmer: Der HVV hat in der Corona-Krise viele seiner Dauerkunden verloren. Zentausende Menschen haben ihr HVV-Abonnement in den vergangenen Monaten gekündigt. Insgesamt lag die Zahl der Kündigungen um 20.000 höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie der Hamburger Senat jetzt auf Anfrage des Grünen-Politikers Fuß bekannt gab. Bei insgesamt rund 800.000 HVV-Abonnentinnen und Abonnenten (siehe hier) entspricht das einem Minus von rund 2,5 Prozent.

VDV: Fahrgastzahlen sind deutlich zu wenig

Auch in anderen deutschen Städten kämpft der Öffentliche Nahverkehr mit niedrigen Fahrgastzahlen und daraus resultierenden Einnahmeverlusten. „Die sukzessive wieder steigenden Fahrgastzahlen sind zwar ermutigend, aber nach wie vor deutlich zu wenig für eine auskömmliche Finanzierung oder den wichtigen Beitrag, den Busse und Bahnen zum Klimaschutz im Verkehr leisten so…

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Eine Antwort auf „HVV verliert in Corona-Krise 20.000 Abonnenten mehr als im Vorjahr“

Nicht alle haben gekündigt. Es gibt sogar Leute wie mich, die freiwillig mehr bezahlen, so paradox das klingen mag.

Nachdem auch ich mein ProfiTicket-Abo ausgesetzt hatte und bis in die Sommerferienzeit mit dem PKW gefahren bin, hatte ich nach akzeptablen Alternativen gesucht, wieder mit dem ÖPNV fahren zu können. Schließlich habe ich mich entschieden, monatlich reichlich 40 Euro mehr zu bezahlen, und bin ab August auf das ProfiTicket AB 1. Klasse umgestiegen. Dadurch kann ich jetzt die 1. Klasse in der RB 81 benutzen, was schon wichtig ist, da bis zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember wegen den Bauarbeiten am Berliner Tor alle Verstärkerzüge ausfallen und somit nur der halbstündliche Grundtakt (mit entsprechender Überfüllung in der 2. Klasse) angeboten wird. Ebenso kann ich im Anschluss mit den Schnellbussen 36 bzw. 37 zu meiner Arbeitsstelle weiterfahren, anstelle die U3 benutzen zu müssen.

Leider halten sich eben nicht alle an die Corona-Vorschriften im HVV. Deshalb versuche ich das Risiko einer Infektion auf diese Weise zu verringern, da in der 1. Klasse / Schnellbus deutlich weniger Fahrgäste mitfahren und die sich aber erheblich mehr an die Regeln halten.
Was tut man nicht alles, um seine Gesundheit so gut wie möglich auch im ÖPNV zu schonen…

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