HVV will bei Kontrollen mit Augenmaß vorgehen

Der HVV will das ab September geltende Alkoholkonsumverbot mit Augenmaß durchsetzen. Das erklärte Ulrich Sieg, Vorstandsmitglied der Hamburger Hochbahn auf einer heutigen Pressekonferenz.
Christian Hinkelmann
Menschen steigen am U-Bahnhof St. Pauli in Hamburg in eine U-Bahn
Menschen steigen am U-Bahnhof St. Pauli in eine U-Bahn der Linie U3 in Hamburg

Auch S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke rechnet mit keinen größeren Problemen bei der Durchsetzung des Verbots.

Das Alkoholkonsumverbot im HVV beginnt am 1. September mit einer einmonatigen Verwarnphase in der zwar alkoholtrinkende Fahrgäste aufgefordert werden, den Konsum zu unterlassen, aber für die Übertretung des Verbots noch nichts zahlen müssen. Erst ab dem 1. Oktober droht bei Missachtung des Verbots eine Strafe von 40 Euro.

Das Verbot gilt in allen Bussen, U- und S-Bahnen, den Zügen von AKN, EVB und Metronom sowie auf den jeweiligen Bahnhöfen.

Ausgenommen vom Alkoholkonsumverbot des HVV sind nur die Nord-Ostsee-Bahn, Nordbahn und DB Regio, da diese Verkehrsunternehmen Bahnlinien betreiben, die das HVV-Gebiet in Richtung Schleswig-Holstein überschreiten, und dort kein Alkoholverbot eingeführt wird. Ausgenommen ist auch die HADAG wegen ihres touristisch geprägten Elb-Fährverkehrs.

Der Transport von alkoholischen Getränken in fest verschlossenen Flaschen ist weiterhin erlaubt. Auch darf man weiterhin alkoholisiert die Verkehrsmittel des HVV nutzen.

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Hamburgs S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke.

Auf diesen Hamburger S-Bahnlinien könnten in Zukunft XXL-Züge fahren

Hamburgs S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke im Interview darüber, auf welchen zusätzlichen S-Bahn-Strecken in Zukunft längere Züge möglich wären, was deren Einsatz einschränkt und warum die künftige neue S-Bahn-Strecke nach Kaltenkirchen von der Linie S21 und nicht mit der Linie S3 befahren werden soll.

Ein Busfahrer auf der Metrobuslinie 5 in Hamburg.

Bremst Personalmangel die Verkehrswende in Hamburg aus?

Fast 2.000 zusätzliche Mitarbeiter brauchen die Verkehrsbetriebe in Hamburg laut einer Studie, damit alle geplanten HVV- Angebotsausweitungen Realität werden können. Doch neues Personal ist knapp. Der Schichtdienst ist oft ein Knochenjob. Wie die Betriebe versuchen, mit neuen Ideen zu überzeugen – und welche Ansätze aus dem Ausland helfen könnten.

Eine Regionalbahn auf Fehmarn

Personalnot im Norden: 1.228 Zugausfälle in einem Monat

NAHVERKEHR HAMBURG-Datenrecherche zeigt, dass im Juni täglich 41 Züge in Schleswig-Holstein ausgefallen sind – meist, weil nicht genug Personal da war. Eine Strecke stach dabei besonders negativ hervor. Das sind die Hintergründe und das sagen Bahn und Auftraggeber dazu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.