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Jeder neunte Zug zwischen Hamburg und Lübeck hat Verspätung

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck bleibt für viele Pendler ein Ärgernis. Allein im vergangenen Jahr war jeder neunte Zug zu spät. Rund 1.000 Bahnen fielen ganz oder teilweise aus. Damit verpasst die Deutsche Bahn vereinbarte Zielwerte und muss "Strafgeld" zahlen.
Christian Hinkelmann
Regionalbahn im Bahnhof Wandsbek in Hamburg
Regionalbahn im Bahnhof Wandsbek in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Pannen, Ausfälle, Verspätungen: Bahnpendler zwischen Hamburg und Lübeck brauchen starke Nerven und vor allem Geduld. Allein im vergangenen Jahr war jeder neunte Zug zwischen den beiden Hansestädten zu spät. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Anfrage des SPD-Verkehrspolitikers Ole Thorben Buschhüter hervor (Drucksache 20/3199).

Demnach lag die Pünktlichkeit im Jahresdurchschnitt gerade einmal bei 88,2 Prozent (Regionalbahn: 87,7 Prozent; Regionalexpress: 88,7 Prozent). Als pünktlich gilt ein Zug, wenn er weniger als fünf Minuten Verspätung hat. Damit hat die Deutsche-Bahn-Tochter „Regionalbahn Schleswig-Holstein“ den vereinbarten Zielwert von 95 Prozent deutlich unterschritten und muss nun eine Art „Vertragsstrafe“ an das Land Schleswig-Holstein zahlen. Wie hoch dieser Betrag ist, bleibt geheim. Die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft LVS, die den Nahverkehr in Schleswig-Holstein koordiniert, stuft diese Zahlen aus Wettbewerbsgründen als vertraulich ein.

Weiterhin hoch ist die Ausfallquote von Zügen auf der Strecke. Bereits im Jahr 2010 fielen fast 1.000 Bahnen ganz oder teilweise aus. Für das vergangene Jahr gibt der Senat zwar keine absoluten Zahlen sondern nur noch einen Prozentwert in Höhe von 1,7 Prozent an,  daraus lässt sich a…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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