Jeder sechste Grünen-Kandidat lehnt Busbeschleunigung nicht ab

Jeder sechste GRÜNEN-Wahlkandidat ist für das Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats, bzw. lehnt es nicht explizit ab. Damit ist das umstrittene Projekt unter den GRÜNEN offenbar beliebter als angenommen. Das geht aus einer Kandidatencheck-Analyse von NahverkehrHAMBURG hervor.
Von Christian Hinkelmann
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung in Hamburg mit einem XXL-Bus der Linie M5
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung am Bezirksamt Eimsbüttel. Bau der Halteinsel für die Metrobuslinien M4 und M5. Im Hintergrund ein Doppelgelenkbus (XXL-Bus) der Linie M5.

Das Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats ist unter den Wahlkandidaten der GRÜNEN beliebter als angenommen. Jeder sechste Kandidat befürwortet das 259-Millionen-Euro-Programm, bzw. steht ihm neutral gegenüber. 83 Prozent lehnen es dagegen ab.

Das geht aus einer NahverkehrHAMBURG-Analyse auf Basis des Kandidatenchecks von Abgeordnetenwatch.de hervor.

Eine gewisse Uneinigkeit herrscht demnach auch beim Thema City-Maut. 76 Prozent der Befragten stimmen für die Einführung einer Maut. Zwölf Prozent stehen ihr neutral gegenüber, weitere zwölf Prozent lehnen sie ab.

Große Einigkeit gibt es dagegen bei den drei Themen Stadtbahn, Radverkehr und Innenstadt-Parken. 97 Prozent der befragten GRÜNEN-Kandidaten wollen lieber eine Stadtbahn statt neuer U-Bahnlinien – ein Spitzenwert im Vergleich zur CDU.

Ebenfalls 97 Prozent der Befragten fordern einen Ausbau des Fahrradverkehrs – auch, wenn das auf Kosten des Autoverkehrs geht.

Im Gegenzug lehnen 98 Prozent der der befragten GRÜNEN-Kandidaten zusätzliche Autoparkplätze in der Innenstadt ab.

Im Rahmen des Kandidatenchecks auf abgeordnetenwatch.de haben 59 GRÜNEN-Kandidaten Stellung zu insgesamt 22 Wahlkampf-Thesen Stellung bezogen (Stand: 25.1.2015).