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Kein Architekturwettbewerb für neuen Fernbahnhof Altona

Für den geplanten neuen Fernbahnhof am Diebsteich (Altona Nord) soll es offenbar keinen Architekten-Wettbewerb geben. Das geht aus einer Senatsmitteilung an die Bezirksversammlung Altona hervor, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.
Christian Hinkelmann
Gleisanlagen im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona
Gleisanlagen im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona

Die Bahn halte einen solchen Wettbewerb nicht für notwendig, heißt es demnach. Der „finanzielle Rahmen“ ließe dies nicht zu. Angestrebt werde eine „funktionale Lösung“.

Scharfe Kritik kommt von der Hamburger CDU. „Es ist eine Schande, dass die SPD diese städtebauliche Chance für den Hamburger Westen nicht nutzen will. Offenkundig hat Scholz schlecht mit der Bahn verhandelt. Nur so ist es zu erklären, dass die Stadt anscheinend kaum noch Einflussmöglichkeiten auf den Bau hat“, so der baupolitische Sprecher Hans-Detlef Roock. Es dürfe nicht sein, dass über die Architektur eines so wichtigen Hamburger Gebäudes nur in der Vorstandsetage der Bahn in Berlin entschieden werde.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Kein Architekturwettbewerb für neuen Fernbahnhof Altona“

@ Bahn-Freund:
Lassen Sie sich doch bitte nicht so sehr von dem vom Wahlkampf durchwirkten und ziemlich substanzlosem CDU-Gepolter („eine Schande…“, „schlecht verhandelt…“ etc.) einnehmen. „Zweckbau“ und „städtebauliche Bedeutung“ müssen sich nicht ausschließen. Und vom Reißbrett kann man auch günstig schön planen.

Es muss nur wer machen.

Das ist doch wirklich großer Murks.
Die Bahn argumentiert damit, dass es sich um einen reinen Zweckbau handle und der deswegen extrem funktional gestaltet werden solle – an die städtebauliche Bedeutung eines solch großen Bauwerks denkt man dabei wohl nicht. Der zu errichtende Klotz wird tagtäglich von vielen tausend Menschen gesehen, betreten und genutzt werden. Es muss ja kein Jahrhundertbau von Norman Foster werden (wobei das dem gelegentlichen Größenwahn Hamburgs ja gar nicht so unbekannt wäre…), aber so ganz ohne einen Ideenwettbewerb zu operieren und einfach vom Reißbrett zu planen „was günstig ist“ – da kommt doch nichts Vernünftiges bei raus und unsere schöne Stadt wird mit noch mehr ziemlich lieblos zusammengewürfeltem Beton verbaut… Schade!

Hier ist ja der Ansatz schon völlig daneben! Wettbewerbe sind doch nicht per se teurer. Als Bewertungskriterium muss man doch nur eine grobe Kostenaufstellung in den Wettbewerb integrieren. Und anschließend natürlich auch gewissenhaft prüfen! Meistens erhält man mit einem Wettbewerb eine höhere Qualität des Entwurfs, die hier sehr wichtig ist.

Allerdings hat die Bahn selbst eine qualifizierte Planungsabteilung, die eine solche Aufgabe adäquat wuppen kann. Hoffen wir, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst ist, wenn sie die Arbeiten übernimmt.

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