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Kellinghusenstraße: Weniger Platz für Autos – mehr für Radfahrer

Autofahrer in der Kellinghusenstraße sollen in Zukunft weniger Platz bekommen – Radfahrer dafür mehr. Die Verkehrsbehörde will offenbar zwei der vier Fahrspuren zurückbauen und dafür neue Radfahrstreifen auf der Straße anlegen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.
Christian Hinkelmann
Überfüllte Bushaltestelle an der Kellinghusenstraße
Überfüllte Bushaltestelle an der Kellinghusenstraße

Betroffen ist demnach der rund 300 Meter lange Abschnitt zwischen dem U-Bahnhof Kellinghusenstraße und dem Schrammsweg. Die Pläne sollen sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden. Der Umbau könnte im August 2016 beginnen, heißt es dem Bericht zufolge aus der Hamburger Verkehrsbehörde.

Die SPD begrüßt offenbar den Ausbau für den Radverkehr. “ Zwei Fahrstreifen für den Autoverkehr reichen auf der Kellinghusenstraße völlig aus, da die Frequenz überschaubar ist“, so Bezirksfraktionschef Thomas Domres zum Abendblatt.

Die CDU kritisiert den geplanten Umbau dagegen scharf: „Dass der rot-grüne Senat in immer mehr Hauptverkehrsstraßen den Radverkehr direkt auf die Fahrbahn verlagert und dem Auto- und Lkw-Verkehr wichtige Fahrspuren wegnimmt, ist völlig inakzeptabel“, so CDU-Verkehrspolitiker Christoph Ploß im Abendblatt.

Die Pläne, in der Kellinghusenstraße zwei Fahrspuren wegzunehmen, sind allerdings nicht neu. Vor fünf Jahren war dies schon einmal geplant. Damals sollten zwei Spuren zugunsten einer Stadtbahn wegfallen – geplant von CDU und Grünen.

 

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Kellinghusenstraße: Weniger Platz für Autos – mehr für Radfahrer“

CDU + FDP nerven. Jeder Radstreifen wird mit einem Weltuntergangsszenario kommentiert. Heute werden die paar Radstreifen, die in letzter Zeit aufgemalt wurden, sogar von der CDU dafür verantwortlich gemacht, dass mehr Fußgänger in Mitte verletzt wurden. .Die kann frau/man nicht mehr ernst nehmen. Und das Abendblatt druckt den Mist noch umkommentiert ab, aber das ist ja wohl auch so gewollt. Der Hamburg Michel glaubt es dann ja auch noch.

Richtig so, bevor in HH gerechte Verhältnisse herrschen, können dem MIV noch so manche Parkplätze und Fahrstreifen abgenommen werden. Bis die Fehler der autogerechten Stadtplanung der letzten Jahrzehnte wieder ausgeglichen sind, vergeht noch viel Zeit.

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