Klosterstern: Neuer Aufzug und mehr Platz für Fußgänger

Der Kreisverkehr am Klosterstern ist ab sofort eine Baustelle. Gestern haben die Arbeiten für einen neuen Aufzug vom unterirdischen U-Bahnhof zur Straßenoberfläche begonnen. Weil der Aufzug mitten im Fahrbahnbereich an die Oberfläche kommen wird, führt der Eppendorfer Baum künftig nur noch einspurig in den Kreisverkehr. Im Gegenzug werden die Fußwege verbreitert.
Christian Hinkelmann
Karte: Straßensperrungen am Klosterstern
Karte: Straßensperrungen am Klosterstern

Der U-Bahnhof Klosterstern ist in Zukunft stufenfrei per Aufzug erreichbar. Gestern haben die Bauarbeiten begonnen. Die Planung war laut Hochbahn kompliziert. Der Grund: Die Haltestelle liegt so ungünstig, dass der neue Aufzug mitten im Einmündungsbereich des Eppendorfer Baumes in den Kreisverkehr an die Oberfläche kommen muss. „Im Planungsprozess wurden insgesamt zehn Varianten untersucht“, so die Hochbahn in einer Mitteilung. „Als einzig sinnvolle Variante stellte sich die jetzt realisierte Lösung heraus.“

Nach Angaben des Unternehmens wird der U-Bahnhof Klosterstern täglich von rund 10.000 Fahrgästen genutzt, darunter sehr viele Eltern mit Kinderwagen und ältere Menschen. Für sie soll die Nutzung der U-Bahn durch den Fahrstuhl deutlich bequemer werden.

Und auch an der Straßenoberfläche profitieren Fußgänger von dem Umbau: Der Fußweg im Eppendorfer Baum wird rund um den neuen Aufzug verbreitert, dafür fällt eine der beiden Autofahrspuren in Richtung Kreisverkehr weg.

Bis zum Jahresende drohen hier Staus, denn im Zug der Bauarbeiten wird der Eppendorfer Baum zur Einbahnstraße in Richtung Klosterstern.

Die Parkplätze sowie die Ladezonen sind laut Hochbahn nicht vom Bau betroffen. Die Buslinie 114 wird auch weiterhin am Eppendorfer Baum abfahren. Die Haltestellen der Linie 34 werden in die Rothenbaumchaussee verlegt.

In Betrieb genommen werden kann der Aufzug nach jetzigem Planungsstand im Dezember 2016.

Kurz zuvor, im Oktober, will die Stadt Hamburg mit der Umgestaltung des Kreisverkehrs beginnen, die bis ins kommende Jahr dauern soll. In Zukunft soll der zweispurige Kreisverkehr nur noch einspurig für Autofahrer befahrbar sein, dafür werden neue Radfahrstreifen angelegt.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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