Kommt jetzt richtig Bewegung in eine S-Bahn nach Kaltenkirchen?

Der geplante Ausbau der AKN-Strecke nach Kaltenkirchen zu einer richtigen S-Bahn hat in der Hamburger Politik eine erste kleine Stufe erreicht. Die Bürgerschaft hat gleich drei Anträge von SPD, CDU und GAL zum Thema an den Verkehrsausschuss überwiesen. Richtig einig sind sich die Antragsteller aber noch nicht.
Christian Hinkelmann
S-Bahn und AKN nebeneinander im Umsteigebahnhof Eidelstedt in Hamburg
S-Bahn und AKN nebeneinander im Umsteigebahnhof Eidelstedt in Hamburg

Der geplante – und von Schleswig-Holstein schon konkret vorangetriebene – Ausbau der AKN zu einer richtigen S-Bahn hat in Hamburg eine erste kleine politische Hürde genommen.

Die Bürgerschaft überwies in ihrer letzten Sitzung gleich drei entsprechende Anträge von GAL, SPD und CDU an den Verkehrsausschuss (Drucksache 20/1804, 20/1937, 20/1938).

Alle Parteien fordert darin eine Elektrifizierung der AKN, damit auf der Strecke in Zukunft S-Bahnen fahren können. Im Detail unterscheiden sich die Anträge allerdings.

Die GAL fordert die S-Bahn ohne Umschweife und betont, dass sich die eher schwachen Fahrgastzahlen auf der Strecke damit massiv steigern lassen könnten. Die Grünen wollen, dass der Senat möglichst bald eine Kostenschätzung für die Umbauten an der Strecke vorlegt.

Die CDU wiederum betont in ihrem Antrag, dass eine schnelle Entscheidung über die Zukunft der AKN nötig sei, weil das Verkehrsunternehmen schon in wenigen Jahren seine alten Züge ersetzen müsse. Da die neuen Züge eine Lebensdauer von rund 30 Jahren haben werden, müsse jetzt dringend eine Richtungsentscheidung getroffen werden: Weiterhin Dieselbetrieb für 30 Jahre oder Elektrofahrzeuge.
Die Christdemokraten fordern daher, dass bei der Bestellung von neuen AKN-Fahrzeugen darauf geachtet wird, dass diese auch auf einer elektrifizierten Strecke eingesetzt werden können. Auße…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

S-Bahnen am Hauptbahnhof in Hamburg.

S-Bahn baut Liniennetz um: S1 bis S5 ab Dezember 2023

Drei Liniennummern fallen weg, eine kommt neu dazu, Direktverbindung von Stade zum Jungfernstieg wird abgeschafft, dafür aber längere Züge nach Harburg. Die S-Bahn baut ihr Liniennetz im Dezember kommenden Jahres komplett um. So sieht es aus und das ändert sich alles für Fahrgäste.

Fotomontage: Stadtbahn am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg

LINKE-Studie favorisiert Straßenbahn statt U5

Ungünstig gelegene Stationen, lange Fußwege und am Bedarf vorbei: Eine neue Studie im Auftrag der Hamburger LINKE lässt kein gutes Haar an der geplanten U-Bahnlinie U5 und fordert stattdessen ein Straßenbahnnetz, das günstiger und effizienter sein soll. Eine Analyse, was an der Kritik dran ist und welche Schwachpunkte sie an der U5 aufdeckt.

Menschen drängen in eine S-Bahn am Hamburger Hauptbahnhof.

Erster Ausblick: Das soll sich zum Fahrplanwechsel im HVV ändern

Mehr Züge nach Pinneberg und Lübeck, neue Expressbuslinie zum Flughafen, zusätzlicher S-Bahnhof, mehr Mobilitätsangebote südlich der Elbe: Zum Fahrplanwechsel im Dezember wird sich im HVV einiges ändern. Ein Überblick über die bisher bekannten Maßnahmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.