Kurzmeldungen aus dem Rushhour-Newsletter

NAHVERKEHR HAMBURG Redaktion
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken
NDR-Umfrage: Mehrheit der Hamburger lehnt Olympische Spiele ab
  • 60 Prozent sind dagegen, 13 Prozent unentschieden und nur 27 Prozent dafür.
  • Viele befürchten volle Bahnen, Einschränkungen im ÖPNV und teure Investitionen in die Infrastruktur.
  • Bei einem Bürgerentscheid in München stimmten gestern 66 Prozent für Olympische Spiele in der Stadt, die das Event für den ÖPNV-Ausbau nutzen will.

Mehr hier: ndr.de (frei), br.de (frei), abendzeitung.de (frei)


Bahn kämpft weiter mit Ausfällen auf Sylt-Strecke
  • Auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Sylt haben Verspätungen und Ausfälle deutlich zugenommen.
  • Die Bahn investierte zuletzt rund 160 Millionen Euro in Brücken, Gleise und Signale und plant die Elektrifizierung der Strecke. Zwischen Itzehoe und Sylt fahren derzeit noch Dieselloks.
  • Ein zweigleisiger Ausbau wird seit Jahrzehnten gefordert. Der nächste Schritt ist laut DB die parlamentarische Befassung, Bauarbeiten sind ab Ende 2027 vorgesehen.

Mehr hier: mopo.de (frei)


Rodigallee: Streit um Umbauprojekt spitzt sich zu
  • Die Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“ wehrt sich weiter gegen den geplanten Umbau der Hauptverkehrsstraße mit Car Pool Lane und weniger Autospuren. Die Stadt Hamburg lässt sich von der Kanzlei Görg vertreten.
  • In einer 92-seitigen Stellungnahme zweifeln die Anwälte der Stadt die Klagebefugnis der Initiative an. Das Verwaltungsgericht soll Ende November entscheiden.
  • Die Initiative kritisiert Sicherheitsrisiken für Radfahrende und mangelnde Umweltprüfungen. Der Umbau soll bis 2029 abgeschlossen sein.

Mehr hier: abendblatt.de (Paywall)


Eimsbüttel: Neuer Radweg auf der Bundesstraße fertig
  • Der Bezirk Eimsbüttel hat den 700 Meter langen Abschnitt der Bundesstraße zwischen Rentzelstraße und Kippingstraße für rund zwei Millionen Euro umgebaut.
  • Neu sind durchgehende Radstreifen mit bis zu 2,25 Metern Breite, breitere Gehwege, 40 Fahrradbügel und barrierefreie Haltestellen. Die Gefahr durch aufgerissene Autotüren soll deutlich sinken.
  • Auch Baumscheiben wurden erneuert und Nachpflanzungen vorgenommen. Weitere Umbauten Richtung Verbindungsbahn sind in Planung.

Mehr hier: abendblatt.de (Paywall)


Mahnwache nach tödlichem Fahrradunfall in Langenhorn
  • Rund drei Dutzend Menschen haben am Sonntag in Langenhorn an einen 56-jährigen Radfahrer erinnert, der Mitte Oktober auf der Langenhorner Chaussee von einem Auto erfasst und tödlich verletzt wurde.
  • Der ADFC kritisierte die Stadt Hamburg für zu enge Radstreifen und forderte mehr Sicherheit für Radfahrende. Laut ADFC sind in diesem Jahr bereits zwölf Menschen auf dem Fahrrad im Straßenverkehr gestorben.
  • Bei der Mahnwache stellte der ADFC ein weißes Geisterrad auf und forderte Tempolimits sowie breitere, sichere Radwege in der Stadt.

Mehr hier: ndr.de (frei)


Gewerkschaft fordert mehr Polizeipräsenz an Bahnhöfen
  • Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert mehr Personal und verdachtsunabhängige Kontrollen für die Bundespolizei an Bahnhöfen.
  • Gerade an großen Bahnhöfen werde es laut GdP immer gefährlicher, auch für Polizistinnen und Polizisten. In Deutschland fehlen rund 4000 Kräfte.
  • Mehr Sicherheit an Bahnhöfen sorge laut GdP nicht nur für Schutz, sondern auch für ein besseres Stadtbild. Die Forderung soll in die Novelle des Bundespolizeigesetzes einfließen.

Mehr hier: kn-online (frei)

Der Kopf hinter diesem Artikel

Hier schreiben die Autorinnen und Autoren der NAHVERKEHR HAMBURG-Redaktion mit einem konstruktiv-kritischen Blick auf nachhaltigen Nahverkehr und die Verkehrswende in Hamburg.

Auch interessant

Abgeschaltet wegen Erfolglosigkeit: HVV Any. (Foto: Christian Hinkelmann)

HVV Any: Warum das automatische Ticket wirklich sterben musste

Der HVV nennt das Deutschlandticket als Grund. Doch Daten zeigen: Woanders boomen ähnliche Systeme. Das waren die eigentliche Hintergründe für das Ende von HVV Any und deswegen wurden durch eine bestimmte Technik-Wahl möglicherweise Millionen verschwendet.

Noch fahren Busse im dichten Takt auf der Stresemannstraße durch Hamburg-Bahrenfeld. Die Chance, dass sie künftig durch eine unterirdische S-Bahn-Linie S6 ersetzt werden, ist deutlich gesunken. (Foto: Christian Hinkelmann)

S-Bahn für Bahrenfeld: Hat sie überhaupt noch eine Chance?

Tausende Anwohner in Bahrenfeld und Pendler aus dem Hamburger Westen haben auf die neue S6 gewartet. Nach dem überraschenden Schwenk des Senats auf die U5 ist unklarer denn je, was aus der Planung wird. Viele Gründe sprechen gegen eine Realisierung.

Ein zugeparkter Radfahrstreifen zwingt Radfahrende zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Solche Alltagssituationen sieht die Initiative als Beispiel dafür, dass Hamburg bei der Verkehrswende zu wenig Fortschritte macht. (Foto: Christian Hinkelmann)

„Die Zeit der Diplomatie ist vorbei“

Eine Initiative wirft dem Senat vor, die Verkehrswende auszubremsen und neue rechtliche Spielräume bewusst nicht zu nutzen. Ihre Vertreter:innen kündigen eine härtere Gangart an, erklären, welche Behörde aus ihrer Sicht blockiert und wollen kommende Woche mehr als 11.900 Unterschriften im Rathaus übergeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner