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NAHVERKEHR HAMBURG Redaktion
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken

Deutschlandticket: HVV-Chefin warnt vor Teufelskreis

  • HVV-Chefin Anna-Theresa Korbutt warnt davor, dass das Deutschlandticket bis 2030 für Fahrgäste immer teurer wird, weil Bund und Länder nicht mehr Geld zuschießen wollen.
  • Ihre Befürchtung: Je höher der Preis, desto weniger Verkäufe.
  • Außerdem könnte im HVV wieder der Ruf nach eigenen Abo-Produkten laut werden, falls das Deutschlandticket seinen Preis als Alleinstellungsmerkmal verlieren sollte. Der Verbund hatte für das D-Ticket fast alle eigenen Abokarten abgeschafft.

Mehr hier: abendblatt.de (Paywall)


Rekord-Defizit bei der Hochbahn
  • Der massive Ausbau der U-Bahn und die teuren Investitionen in E-Busse haben ihren Preis: Das Defizit der Hochbahn ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, der Kostendeckungsgrad gesunken.
  • Die Stadt muss 2025 laut Haushaltsplan 390 Millionen Euro zuschießen, ein Rekordwert. Der Kostendeckungsgrad wird 2026 nur noch mit 65,8 Prozent prognostiziert (2019: 90,1).
  • Neben den teuren Investitionen in die Verkehrswende leidet das Hochbahn-Ergebnis auch unter niedrigeren Fahrgeldeinnahmen u.a. durch das D‑Ticket.

Mehr hier: abendblatt.de (Paywall)


Verband: Schleswig-Holstein steckt zu wenig Geld ins Schienennetz
  • Nur 30 Prozent aller Kosten im schleswig-holsteinischen Bahnverkehr werden durch Ticketverkäufe gedeckt, den Rest muss die öffentliche Hand zuschießen, hat der Verband deutscher Verkehrsunternehmen errechnet.
  • Der Bedarf wird jedes Jahr größer: Um das aktuelle Angebotsniveau zu halten, müsste das Land bis 2040 jährlich 46 Millionen Euro zusätzlich investieren.
  • Damit das Angebot besser wird (mehr Züge und Busse auch auf dem Land), wären jährlich sogar 106 Millionen Euro zusätzlich nötig.

Mehr hier: vdv.de (frei)


Südteil der Berlinertordammbrücke ab 27. November offen
  • Die Verkehrsbehörde meldet: Ab 27. November ist der Südteil der Berlinertordammbrücke für Autos in beide Richtungen freigegeben.
  • Die Arbeiten am Nordteil starten Anfang 2026 mit erneuten Vollsperrungen.
  • Die komplette Fertigstellung ist laut LSBG für Ende 2027 geplant.

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Stadtreinigung startet Winterdienst in Hamburg
  • In den kommenden Tagen soll es richtig kalt werden – der Hamburger Winterdienst ist vorbereitet.
  • Bis zu 728 Einsatzkräfte und 366 Fahrzeuge sichern 4.643 Kilometer Straßen, 315 Kilometer Radwege sowie 4.500 Bushaltestellen.
  • Laut Stadtreinigung sind Salz- und Kiesvorräte gefüllt, Gehwege müssen Anlieger selbst räumen.

Mehr hier: ndr.de (frei)


Altonaer Politik fordert Maßnahmen gegen Verkehrschaos am Volksparkstadion
  • SPD, Grüne und CDU im Bezirk Altona wollen heute per Antrag in der Bezirksversammlung erwirken, dass die Verkehrsbehörde die Verkehrssituation an den Volkspark-Arenen verbessert.
  • Die Parteien verlangen unter anderem einen dichteren S-Bahn-Takt, zusätzliche Langzüge und eine bessere Infrastruktur für den Busverkehr.
  • Kritik gilt besonders der S-Bahn-Station Stellingen, wo es laut Antrag regelmäßig zu langen Wartezeiten kommt.

Mehr hier: abendblatt.de (Paywall)


HVV feiert 60. Geburtstag
  • Am 29. November wird der weltweit älteste Verkehrsverbund 60 Jahre alt.
  • Aus diesem Anlass verschenkt der HVV auf seiner Website kleine Komplimente zum Weiterverschenken.
  • Außerdem gibt es in den kommenden Wochen an mehreren Haltestellen und in Einkaufszentren Infostände, an denen kleine Geschenke verteilt werden.

Mehr hier: hvv.de (frei)

Der Kopf hinter diesem Artikel

Hier schreiben die Autorinnen und Autoren der NAHVERKEHR HAMBURG-Redaktion mit einem konstruktiv-kritischen Blick auf nachhaltigen Nahverkehr und die Verkehrswende in Hamburg.

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Ein zugeparkter Radfahrstreifen zwingt Radfahrende zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Solche Alltagssituationen sieht die Initiative als Beispiel dafür, dass Hamburg bei der Verkehrswende zu wenig Fortschritte macht. (Foto: Christian Hinkelmann)

„Die Zeit der Diplomatie ist vorbei“

Eine Initiative wirft dem Senat vor, die Verkehrswende auszubremsen und neue rechtliche Spielräume bewusst nicht zu nutzen. Ihre Vertreter:innen kündigen eine härtere Gangart an, erklären, welche Behörde aus ihrer Sicht blockiert und wollen kommende Woche mehr als 11.900 Unterschriften im Rathaus übergeben.

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