IT-Störungen: Zugverkehr ist in ganz Deutschland wieder angelaufen
- Wegen eines Ausfalls des Zugfunks ist gestern am späten Abend in ganz Deutschland der Bahnverkehr auf dem Streckennetz der DB eingestellt worden – anderthalb Stunden lang.
- Alle Züge mussten umgehend stoppen – teilweise auf freier Strecke. Die Hamburger S-Bahn fuhr laut NDR allerdings.
- Laut BILD-Zeitung soll es am Kieler Hauptbahnhof zu tumultartigen Szenen gekommen sein. Dort sind wegen der Kieler Woche derzeit außergewöhnlich viele Menschen unterwegs.
- Am frühen Morgen ist der Verkehr offenbar auf Basis eines Notfallsystems wieder angelaufen. Reisende müssen aber weiter mit Einschränkungen und Verspätungen rechnen. Aktuell (6:30 Uhr) gibt es rund um Hamburg noch größere Verspätungen im Regio-Verkehr.
- Die Gründe für den Ausfall sind noch unbekannt.
Durchwachsende Fahrgastinformationen zur IT-Störung
- Fahrgäste im HVV sind gestern Abend sehr uneinheitlich über die flächendeckende Betriebseinstellung auf dem Netz der DB informiert worden.
- Der Metronom informierte um 22:15 Uhr zuerst, die S-Bahn Hamburg (die entgegen anderslautender Medienberichte offenbar weiterhin fuhr) informierte auf ihrer Website gar nicht über das Thema, die DB stellte erst ca. 75 Minuten später eine Info auf ihre Website bahn.de.
- Auf der HVV-Website und in den HVV-Apps gab es kaum Infos. Lediglich die AKN informierte dort, dass sie weiterhin fährt.
- Fahrgäste reagierten in sozialen Netzwerken verwirrt.
Hitze in der U-Bahn: Darum bleiben viele Züge warm
- Wer in den nächsten Tagen bei bis zu 40 Grad mit den ältesten Hamburger U‑Bahnen vom Typ DT4 fahren muss, wird schwitzen, denn sie haben keine Klimaanlagen und können laut Hochbahn aus Gewichtsgründen nicht nachgerüstet werden.
- Nur die neueren DT5-Züge sowie die künftige DT6-Generation verfügen über eine Kühlung.
- Alle Hochbahn-Busse sind klimatisiert, die Temperatur wird aber je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich geregelt.
nahverkehrhamburg.de · Übersicht, welche Züge klimatisiert sind und welche nicht
Hitze stoppt Bahnbau bei Lüneburg
- Die Deutsche Bahn verlegt wegen der Hitzewelle Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg–Hannover in die Nacht.
- Laut Projektleiter Stephan Fabig sind bei bis zu 40 Grad Celsius keine Schweißarbeiten an den Gleisen möglich.
- Die geplante Fertigstellung bis 10. Juli könnte sich verzögern und Anwohner müssen mit Nachtlärm rechnen.
Bundestag bremst Marschbahn-Ausbau aus
- Der Bundestag hat zwar weitere Planungsschritte für die Marschbahn nach Sylt freigegeben, das Projekt aber nicht im Deutschlandtakt verankert.
- Damit ist die mittelfristige Finanzierung für den mindestens 426 Millionen Euro teuren Ausbau laut Beschluss nicht gesichert.
- Grünen-Politiker warnen vor einem Projekt-Stopp und fordern Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen zum Handeln auf.
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