Land macht noch keine Finanz-Zusagen für neue Bahnstrecken

Trotz Einigung mit dem Bund über mehr Nahverkehrs-Geld will Schleswig-Holstein noch nicht entscheiden, wohin die zusätzlichen Millionen fließen sollen. Erst soll die genaue Höhe der Mittel feststehen. Kellinghusen und Schönberg werben bereits um die Gelder und wollen damit zwei alte Bahnstrecken reaktivieren.
Regionalzug (Sonderzug) am Bahnhof Schönberg bei Kiel in Schleswig-Holstein
Regionalzug (Sonderzug) am Bahnhof Schönberg bei Kiel in Schleswig-Holstein

Nach der Einigung zwischen dem Bund und den Ländern über mehr Fördergeld für den Nahverkehr macht Schleswig-Holstein noch keine Zusagen, wohin die zusätzlichen Mittel fließen sollen. Derzeit warten zwei Bahn-Vorhaben in Kellinghusen und Schönberg auf Geld. Die Planungen liegen dort seit Monaten auf Eis.

“Wir gehen davon aus, dass sobald durch ein neues Regionalisierungsgesetz die Höhe der künftigen Mittel feststeht, das Land den Auftrag für weitere Planungen erteilen kann”, so Dennis Fiedel, Sprecher des zuständigen Verkehrsverbunds NAH.SH zu NahverkehrHAMBURG. “Ob und wann das dann tatsächlich erfolgt, können wir momentan nicht absehen.”

Anfang des Monats hatten die Bürgermeister von Schönberg und Kellinghusen gegenüber NahverkehrHAMBURG eine Wiederaufnahme der Bahnplanungen in ihren Kommunen gefordert. “Von der Landespolitik erwarte ich, dass wir jetzt kurzfristig die konkreten Fortschritte in der Umsetzung der Bahnanbindung erörtern”, so Axel Pietsch aus Kellinghusen.

Noch deutlicher wurde die Bürgerinitiative Pro Bahn Probstei, die im vergangenen Jahr innerhalb weniger Wochen 3.000 Unterschriften für die Reaktivierung der Bahnstrecke gesammelt hatt…

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4 Antworten auf „Land macht noch keine Finanz-Zusagen für neue Bahnstrecken“

Hatten wir den gleichen Artikel nicht schon vor ein paar Wochen? Man koennte das auch taeglich wiederholen, bis das Land eine Entscheidung trifft…

Will man überhaupt noch eine RB nach Schönberger Strand….die Stadt Kiel redet bereits über eine Stadtbahn von Schilksee nach Schönberg…wie passt das denn zusammen? Hier muss jetzt schnell entschieden werden, ansonsten endet die Bimmelbahn für alle Ewigkeit schon in “Schulen am Langsee”.

Ich kann nur hoffen daß das Zögern nicht bedeutet möglicherweise zu beabsichtigen für den SPNV vorgesehenen Mittel zweckentfremdet einzusetzen für…na’, ist schon klar wofür…
Einige Andeutungen von Albig/Stegner weisen darauf hin.
Und falls man dies doch vor hat (ich will die Gründe hierfür nicht bewerten) muss man den Verkehrs- bzw. Sozialhaushalt neu planen und dies auch so durch den Landtag bringen und ehrlich publizieren unter Beachtung demokratischer und parlamentarischer Spielregeln.

Pech der Eisenbahn ist, dass die Verkehrsminister vom Verband der Autoindustrie oder befreundeten Organisationen gestellt und von der staatsnahen Autoindustrie sogar die Grundlagen der Sozialgesetze (Hartz) geschaffen werden und Umweltschutz keine Rolle spielt. Die Eisenbahn könnte überall mit Aku elektromobil unterwegs sein, nur kann sie kein Schmiergeld zahlen. Deshalb hat man zwar Geld für die Mautfreiheit von Fernbussen oder Busse von VW (MAN) oder Daimler Benz von Herrn Kläden, aber der ÖPNV auf der Schiene muß um jedenCent betteln, obwohl er bereits heute überall abgasfrei fahren könnte, wenn man die entsprechenden Triebwagen beschaffen würde. Der deutschschweizer Hersteller Stadler könnte sofort liefern, Siemens wahrscheinlich auch. Der Rest der deutschen Schienenfahrzeugindustrue ist ja nicht zuletzt durch Taten der niedersächsich geleiteten Treuhand nicht mehr in deutschem Besitz. So läuft Politik. Dass dabei Umwelt und letzlich auch die Wirtschaft politisch gewollt auf der Strecke bleiben, zeigt sich jeden Tag, nicht zuletzt an der unzureichendenden Steigerung der Regionalisierungsmittel. Deutschland könnte öffentlichen Nahverkehr, nur will Hier die Politik nicht, zu Lasten der Bürger und der Umwelt. Wo Bahnen (wieder)eröffnt wurden, wurden sie ein großerErfolg. Aber lieber verkündet man die Notwendigkeit z. B. eiier S 4 wegen des Fahrgastaufkommens und vertreibt in Wirklichkeit durchTaktausdünnung die Fahrgäste auf VW, BMW aus der Heimat des Verkehrsministers, etc. Das ist def Unterschied zwischen Reden und Handeln insbesondere auch” Grüner” Politik. Und das gilt von Aurich bis Zingst. Eine Straße mit vielfachen Kosten wäre längst gebaut, bei der Bahn odef auch Straßenbahn redet man die Projekte lieber tot oder läßt sie im Nirrwana verschwinden, statt zu handeln.

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