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LINKE: Preiserhöhungen im HVV belasten Arbeitslose stark

Die LINKE kritisiert die anstehende Preiserhöhung im HVV und rechnet in einem Langzeitvergleich vor: Arbeitslose werden bei Bus- und Bahnfahrten stark belastet.
Christian Hinkelmann
Menschen kaufen Tickets an einem Fahrkartenautomaten in Hamburg
Menschen kaufen Tickets an einem Fahrkartenautomaten in Hamburg

Zum Jahreswechsel will der HVV wieder einmal seine Fahrpreise erhöhen. Dies ist schon seit Wochen bekannt. Um durchschnittlich 1,2 Prozent sollen die Ticketpreise steigen – so wenig, wie schon lange nicht mehr.

Trotzdem gibt es jetzt deutliche Kritik von der LINKE. Sie hat die HVV-Preisentwicklung der vergangenen acht Jahre mit den Sätzen für Langzeitarbeitslose (Hartz IV) verglichen.

LINKE fordert Senkung der HVV-Preise

Demnach sind die Fahrkartenpreise seit 2009 um 20,6 Prozent gestiegen, die Leistungen für Hartz IV-Empfänger gingen im selben Zeitraum aber nur um 12,5 Prozent nach oben.

„Der Senat muss endlich seiner sozialpolitischen Verpflichtung und der Daseinsvorsorge gerecht werden und die HVV- Preise senken“, forderte die LINKE-Verkehrspolitikerin Heike Sudmann am Wochenende.

Fahrgastzahlen steigen dreimal so stark wie Sitzplatzangebot

Die Bürgerschaftsabgeordnete moniert außerdem, dass Busse und Bahnen im HVV trotz steigender Preise immer voller würden. Laut LINKE sind die Fahrgastzahlen im HVV seit 2009 um 17 Prozent gestiegen, das Angebot der Sitzplätze in den Fahrzeugen allerdings nur um sechs Prozent – also etwa ein Drittel.

Der HVV erwartet mit der Preiserhöhung zum Jahreswechsel Mehreinnahmen in Höhe von 9,2 Millionen Euro im kommenden Jahr.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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10 Antworten auf „LINKE: Preiserhöhungen im HVV belasten Arbeitslose stark“

Dir empfehle ich mal nach der Kostenwahrheit im Verkehr, genauer gesagt des MIV, zu googlen bzw sich darüber zu informieren. Dann reden wir weiter!
Der ist nämlich wesentlich defizitärer als ÖV. Die Kosten können durch Mineralölsteuern und KFZ-Steuern bei weitem nicht gedeckt werden. Das weiß nämlich kaum jemand und wird auch so hingenommen aber wehe der ÖV muss bezuschusst werden. Lächerlich!

Bitte nicht vergessen, daß alle Kosten des ÖPNV die nicht durch Fahrkarteneinnahmen gedeckt werden, schließlich aus einer anderen Kasse bezahlt werden müssen, und das sind letztendlich WIR (die Steuerzahler) ! Sozial sein wollen ist gut und schön, aber es kostet der arbeitenden Bevölkerung auch Geld.

Die Argumentation der Linkspartei von den Zahlen her ist TippiToppi!
Aber der HVV hat mehr „Krankheiten“
Da ist das ungerechte Zonensystem, dass längst gerechter sein müsste/könnte.
Warum nicht endlich eine große Innenstadtzone von Altona bis Barmbek, in der es eine günstige Preisstufe gibt, damit HVV-Fahren in die Innenstadt attraktiver wird ?????

Aber auch an den Rändern des HVV gibt es viele Ungerechtigkeiten.
Dazu das Thema der vollen und übervollen Bahnen und Busse.
Oder: Seit bald 10 Jahre denkt und projektiert die Bahn an einer S-Bahnstation Ottensen.
Baubeginn ????
Eben seit über 10 Jahren bastelt die Hamburger Politik an einen generellen Verkehrsmasterplan.
Aber der kommt nicht und kommt nicht …..
In diesen 10 Jahren hat Paris mal so eben einen kompletten neuen modernsten Straßenbahnring gebaut!
Den zuständigen VerkehrspolitikerInnen aus SPD und Grüne sind die Fragen: Wie kommen die Container in und aus den Hafen viel wichtiger……..
Mehr Power von Links tut besser

Hamburger Politik und Verkehrsmasterplan?
Wird auch nix bringen.
Die Hamburger verstehen unter Verkehrspolitik ja nur Autos, Autos, Autos und getarnte MIV-Pojekte wie das lächerliche Busbeschleunigungsprogramm. Alibimäßig nochmal irgendwo 100 Meter Radweg und dann ist auch gut….
Bis ihr in HH komplett in eurem Verkehr ersauft!

Ja ein Verkehrsmasterplan für gut 1o Jahre ist sehr wichtig, um rechtzeitig und langfristig mit Planung, mit Öffentlichkeit und mit den Thema Geld, die Zukunft des öffentlichen Verkehrs anzugehen.
Die Schweiz macht das seit Jahren schweizweit vor und hat 2 Prioritäten: Schienenverkehr ausbauen modernisieren und Gütertransporte weg von der Straße. Kein Abbau von Gleisen sondern neue Gleise und neue Tunnel.
In Hamburg sehe ich den HVV-Ausbau Schiene und Bus und wieder Straßenbahn ganz vorne, dazu aber Infrakstrukturfragen: Eisenbahnbrücken sanieren, wann und wie?
Aber auch Zukunftsfragen: Altonaer Bahnhof nicht zerschlagen sondern modernisieren und ausbauen und den Bahnhof Bergedorf zum ICE Bahnhof machen, um auch den Hauptbahnhof zu entlasten.

Zum einen werden sozial schwache Leute aus der Kernstadt verdrängt, weil die Mieten viel zu teuer geworden sind. Zum anderen kommen jetzt auch noch deftige Fahrkosten auf diese Leute zu, wenn sie vom Stadtrand in die Stadt pendeln müssen. Das ist sozial ziemlich ungerecht

Es ist im Prinzip eine Verhöhnung armer Leute. Erst wird gefordert, sie mögen bitte in irgendwelche Randgebiete ziehen, wenn sie im Zentrum die Mieten nicht mehr bezahlen können. Und anschließend werden diese Leute als „Belohnung“ dann auch noch mit überproportional hoch steigenden Ticket-Preisen bestraft, wenn sie in die Stadt pendeln.

Als Arbeitsloser muss ich ja weder zur Arbeit noch zum Shoppen oder Feiern in die Stadt fahren, da sinken die Kosten für ÖPNV also dramatisch.

Man sollte sich lieber um die hart arbeitenden Angestellten sorgen, die jeden Tag auf den ÖPNV angewiesen sind und ganz nebenbei das Ticket für die Arbeitslosen über das Umverteilungssystem noch voll mitbezahlen.

„Als Arbeitsloser muss ich ja weder zur Arbeit noch zum Shoppen oder Feiern in die Stadt fahren, da sinken die Kosten für ÖPNV also dramatisch.“

Das ist eine interessante Schlussfolgerung von … was eigentlich? Was ist Ihre Prämisse?

Ist Ihre Prämisse, dass man als Arbeitender zum Shoppen oder Feiern in der Stadt gezwungen wird? Fahren Arbeitslose nur zum Feiern und Shoppen in die Stadt? Gibt es nicht noch andere Zwecke, um ÖPNV zu nutzen? Muss man sich als Arbeitsloser in seiner Wohnung verstecken oder schämen, sodass man nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen sollte/darf? Evtl. gibt es auch Arbeitslose, die ehrenamtlich sehr engagiert sich für unsere Gesellschaft kümmern.

Wäre es nicht schlauer für alle, also für Arbeitende UND Arbeitslose, ÖPNV günstiger zu machen?

Man sollte sich in der Politik mal um wichtigere Sachen im ÖPNV kümmern und das Geld nicht sinnlos heraus hauen….

Man könnte damit HARTZ 4 Empfänger nicht so stark belastet sind auch einfach den Rabatt bei der Sozialkarte erhöhen statt zu meckern.

Nicht nur die steigenden Preise, vor allem auch dass ich tagtäglich fast nur noch in eklatent überfüllten Bahnen und Busse wie Mastvieh befördert werde, nervt mich. Linien wie 173 oder 177 von Barmbek Richtung Bramfeld sind selbst abends nach 19 Uhr noch brechend voll. Hier müssten längst Gelenkbusse eingesetzt werden (zumal auf dem 173 auch viel Rollatoren und Kinderwagen unterwegs sind) – oder eben der Takt erhöht werden. Aber im Gegenteil der Takt wird viel zu früh auf 20 Minuten runtergeschraubt.
Auch die U3 müsste bis mindestens 19:30 Uhr im 3 Minuten-Takt fahren – und zwar in beiden Richtungen – ist schließlich ein Ring und da ist jede Richtung mal „Last-Richtung“.
Von der S-Bahn will ich garnicht anfangen – mit deren viel zu geringen Fuhrpark ist sie eine Schande.
Aber weder SPD noch CDU können ÖPNV und so habe ich wenig Hoffnung auf Besserung.

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