Livestream: Hamburg stellt Pläne für Verlauf der U5 in der Innenstadt vor

Die Stadt Hamburg und die Hochbahn präsentieren nach mehreren Jahren Planung heute ihre Pläne für den Verlauf der künftigen U-Bahnlinie U5 im Bereich der Innenstadt. Hier die Pressekonferenz im Livestream sehen.
Von Christian Hinkelmann
Foto: Hochbahn

Nach mehreren Jahren Planung stellen Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Verkehrssenator Anjes Tjarks (GRÜNE) und Hochbahn-Chef Henrik Falk heute Vormittag ab 10 Uhr ihre Pläne für den Verlauf der zukünftigen U-Bahnlinie U5 in der Hamburger Innenstadt vor.

Es geht um den Teilabschnitt zwischen der City Nord über den Hamburger Hauptbahnhof und Dammtor bis zum UKE, dem Siemersplatz, den S-Bahnhof Stellingen und den Arenen im Volkspark.

Sehen Sie hier die ganze Pressekonferenz im Video-Livestream.

Fertig wird der Abschnitt zwischen City Nord und Stellingen voraussichtlich Mitte der 2030er-Jahre. Mehr zur bisherigen Planung des Innenstadt-Abschnitts lesen Sie hier.

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8 Antworten auf „Livestream: Hamburg stellt Pläne für Verlauf der U5 in der Innenstadt vor“

Was positiv ist, die u 5 wird gebaut, ich denke, das ist jetzt ganz klar:
Zum Hauptbahnhof Nord : Der sollte/muss doch in jedem Fall umgebaut werden, weil 120.000 bei der derzeitigen Ausstattung gar nicht zu bewältigen sind. Wenn tatsächlich “nur” die beiden äußeren Tunnel genutzt werden sollen, dann ist natürlich die Haltestelle Jungfernstieg eher zu rechtfertigen.
Jungfernstieg: Wäre wohl überflüssig, wenn auch in Stephansplatz ein bahngleicher Übergang zur U1 favorisiert worden wäre. Der Bau der U Bahnhaltestelle Jungfernstieg wird wohl der Teuerste sein im ganzen Netz.
Stephansplatz: eine ganz schlechte Lösung: Das kann man wohl nur verstehen, wenn man wie auch in dieser Pressekonferenz gesehen hat, der Verkehrssenator einfach deplatziert ist in seinem Job. Und die eigentlich Begründung darin besteht, daß statt jetzt 30 Bäume 120 Bäume gefällt werden müssten. Vor allem wird auch sehr deutlich, daß hier die Autofahrerlobby in der Verkehrsbehörde das letzte Wort hatte. Denen geht es vor allem darum, das die Blecheimer auch während des Baus freie Fahrt haben. Und die Kosteneinsparungen am Stephansplatz werden durch eigentlich unsinnigen Bau der Haltestelle Jungfernstieg locker ausgeglichen.
Und Tretschmer sollte besser bei Pressekonferenzen über Verkehrspolitik gar nicht erst teilnehmen. Seine Ahnungslosigkeit und auch Desinteresse sind einfach nur peinlich.

@fliegwech
Dass 1. Bürgermeister am heutigen Tag andere Sorgen hatte als die U5 sollte nachvollziehbar sein! Über eine U5 reden, von der man heute nicht seriös sagen kann, ob sie noch gebaut wird, ist angesichts der heutigen C-Zahlen komplett nachrangig oder je nach Lesart purer Aktionismus.

Tjarks macht auch auf mich zunehmend eben jenen desinteressierten Eindruck, den Anja Hajduk in ihrer Amtszeit ausstrahlte und der die Stadtbahn gekostet hat. Tjarks äußerte vor einigen Monaten, E-Bikes hätte “Suchtpotential”. Individuelle Mobilität ist eben auch für Grüne hipper als ÖPNV.

Die Fehlplanung Stephansplatz passt nicht mehr zu einer angeblich so wichtigen Verkehrswende. Die Station wird kaum vor 2036 eröffnet und dann ist die Konkurrenz das autonome Auto, das auf Wunsch von Tür zu Tür fährt und nahtlose mediale Bespaßung garantiert. Lange Umsteigewege mit Treppen und Richtungsänderungen beim Laufen werden nicht mehr zum Leben der Menschen passen oder zumindest nicht mehr zum Leben derjenigen, die man ja vollmundig heute noch glaubt, in den ÖPNV locken zu können. Der ÖPNV wird ja gerade vor allem von den Besserverdienenden gemieden. Aber aus dieser Sicht könnte man die U5 auch gleich ganz abblasen…

Mit der Führung über Jungfernstieg bleibt aber noch die Option, dass man die U5 umplant, wenn man vor Baubeginn um 2027 schon erkennen sollte, dass die Zeit über sie hinweg gegangen ist: Die U5-Röhren könnten dann mit den Außengleisen der U4 auf Jungfernstieg durchgebunden werden, anstatt mit gravierender Auswirkung auf CO2 und die Tierwelt die halbe Binnenalster noch einmal aufzugraben. Viele Milliarden würden auch gespart, aber die U-Bahn hätte so ein zwar stark gekürztes aber trotzdem noch ein sinnvoll abgerundetes Netz. Vielleicht ist dann noch etwas Geld für eine gute Anbindung von Wilhelmsburg, einen Mega-ÖPNV-Hub Stillhorn und vielleicht noch einen S32-Stummel übrig.

Teilt da am Ende des Live-Streams etwa der Bürgermeister gegen Staatssekretär und Erfinder des gleichnamigen S-Bahn-Tunnels Ferlemann aus? Klang irgendwie wie das “Bätschi!” einer anderen SPD-Politikerin, die inzwischen schon fast vergessen ist. Die U5 wird also gesetzt und der S-Bahntunnel muss sich irgendwann daran anpassen. Das klingt schon fast wieder wie die unselige Entscheidung von 1926, die U1 nicht Dammtor und 1960 die U2 nicht am Fernsehturm halten zu lassen, so dass zwei mal gute Umsteigemöglichkeiten zur S-Bahn für mehr als 100 Jahre verbaut sind.
Ferlemann hat den Senat vor einem Jahr mit seinem Tunnel überrumpelt. Ist die U5 jetzt die Retourkutsche oder geht man im Rathaus bereits davon aus, dass Ferlemann nach der Bundestagswahl nicht mehr Staatssekretär sein wird und damit auch sein Tunnel wieder in der Versenkung verschwinden wird?

Tretschmer hat schon wiederholt gezeigt, daß seine Kenntnisse und auch sein Interesse über den ÖPNV limitiert sind und das hat nix mit Corona zu tun
Was mich verwundert, warum man scheinbar nicht geprüft hat, die U 5 am Hauptbahnhof Nord unterhalb der bestehenden U2/U4 zu bauen. Mit Fahrstühlen und Treppen hätte man einen sehr einfachen Umstieg gewährleisten können und vor allem hätte man durch einen entsprechenden Umbau (bestehende U2/04 in die Außenröhren umlegen und den gesamten mittleren Bereich entsprechend großzügig umbauen. Dann hätte man sich die Haltestelle Jungfernstieg schenken und das eingesparte Geld für die “große Lösung” am Stephansplatz investieren können. Wenn man auch weiß, daß sich im Rahmen der Machbarkeitsstudie herausgestellt hat, daß man den Hauptbahnhof Nord eigentlich auch beim bahnsteiggleichen Umstieg umfangreich umbauen müßte (Die jetzt vorgestellte Lösung wurde als nicht weiter verfolgbar betrachtet), mutet schon etwas merkwürdig an. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß sachferne Politiker hier in die Planungen reingepfuscht haben.

Wenn ich mir die Haltestelle Hauptbahnhof Nord U2/U4 in der Realität und auf dieser Simulation ansehe, bekomme ich richtige Angst, wenn diese so geplant die Funktion einer Umsteigestation übernehmen soll. Schon jetzt ist der schmale Bahnsteig sehr voll. Wie auf dem ersten Bild zu diesem Text zu sehen, soll es zwar mehr Durchbrüche zu den Außenbahnsteigen geben als die gegenwärtig mit Gittern versperrten. Aber – auf die Gefahr der Einsturzes hin – kann der Durchmesser der Röhren nicht vergrößert werden. Es muss also bei den bisherigen schmalen Bahnsteigen bleiben. Wenn das so gebaut werden sollte, dann müssen unbedingt auch an den U2/U4-Bahnsteigkanten Bahnsteigtüren angebracht werden. Anderes wäre unverantwortlich. Am besten dann auch gleich welche in den anderen Röhrenhaltestellen Gänsemarkt und Messehallen montieren.

Sehe das ganze ähnlich, aber nicht nur die schmalen Bahnsteige sind ein Problem, sondern auch der Begrenzte Platz für den Hauptzugang. Der größte Teil der Fahrgäste verlässt, bzw. betritt die Bahnsteige über die Rolltreppen auf der Seite zur Kirchenallee und weniger auf der anderen Seite wo auch die Fahrstühle sind. Wo will man da noch die zusätzlich benötigten Rolltreppen unterbringen, da jeweils nur eine zusätzliche Rolltreppe für die beiden Bahnsteiganlagen untergebracht werden können. Entweder zwei nach oben und jeweils eine nach unten, bzw. umgekehrt. Ein zügiges umsteigen von der S-Bahn zur U-Bahn in Richtung Billstedt ist teilweise kaum möglich, da der Verkehr auf dieser stockt, besonders wenn z.B. dann noch ein Kinderwagen mit auf der Rolltreppe steht und sobald gerade einen U-Bahn unten abgewickelt ist, ist oft ein vorankommen auf dem Bahnsteig wegen den aussteigenden Fahrgästen kaum möglich, da die Bahnsteige ziemlich schmal sind und sich der Verkehr vor der Rolltreppe nach oben staut. Sollte noch eine weitere U-Bahn unten abgewickelt werden, so wird sich das Spiel dort weiter verschärfen, da man eine ähnliche Umsteigekonstellation wie am Berliner Tor sicherlich erreichen möchte (Abfertigung U2 / U5 alle 5 Minuten zeitgleich).

Das ist doch ein Witz, der Bahnsteig hat am Ende gerade mal eine Breite von knapp 2,5m, da möchte am liebsten am Ende gar nicht mehr am Hauptbahnhof in die U2 in Richtung Billstedt einsteigen, bzw. sich in die Schlange auf der Rolltreppe nach unten einreihen.

Ich bin wirklich nur selten Ihrer Meinung, Herr Ruge, aber in dem Punkt stimme ich Ihnen voll zu. Vergleicht man nämlich die Simulation mit dem Originalbild, wie es NH vielfach als “U5-Aufmacher” verwendet hat oder wie es der Hochbahn-Blog-Beitrag nun von der leeren Röhre zeigt, dann entsteht bei der Vorstellung, dass dort Bahnsteigtüren errichtet werden, ein Gefühl von Enge. (Auf mich wirkt die Simulation breiter als die Realität.) Bei nur fünf oder sechs Durchbrüchen zum anderen Bahnsteig und keinen weiteren Ausgängen nach oben, möchte ich mir die Station Hauptbahnhof nicht in der Spitzenstunde vorstellen und schon gar nicht, wenn in einer vollen Station ein Zwischenfall auftritt. Das Hauptargument für einen Umbau bzw. Neubau der Station war laut Hochbahn aber doch eigentlich, dass die Station schon jetzt mit der U2/U4 die Station an der Leistungsgrenze war?

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