Marschbahn-Züge erst ab Oktober wieder vollständig im Einsatz

Auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland wird noch monatelang der Ausnahmezustand gelten. Erst Ende Oktober sollen alle Original-Züge wieder fahren.
Christian Hinkelmann
Nord-Ostsee-Bahn im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona
Nord-Ostsee-Bahn im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona

Seit dem Bruch einer Kupplung im vergangenen November und der sofortigen Stilllegung von 90 Reisezugwagen gilt auf der so genannten Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland der Ausnahmezustand.

Seitdem fährt auf der – ehemals durch die Nord-Ostsee-Bahn – betriebenen Regionalbahnstrecke ersatzweise ein buntes Sammelsurium aus uralten Wagen, die aus ganz Deutschland zusammengezogen wurden.

Doch nun ist Besserung in Sicht: In den kommenden Tagen soll der erste Originalzug mit reparierten Kupplungen wieder in Betrieb gehen. Ab Juli sollen laut Verkehrsverbund NAH.SH nach und nach weitere reparierte Fahrzeuge eingesetzt werden.

Bis Ende Oktober soll die gesamte Marschbahn-Flotte repariert und wieder in Betrieb sein.

Zug-Kupplungen wiesen kaum sichtbare Risse auf

In den vergangenen Wochen hatte die Deutsche Bahn zusammen mit dem Marschbahn-Waggon-Besitzer Paribus-DIF, der Nord-Ostsee-Bahn (dem vormaligen Betreiber der Wagen), dem Kupplungshersteller Faively und dem Verkehrsverbund NAH.SH eine detaillierte Planung für Reparatur und Wiedereinsatz der gesamten Flotte ausgearbeitet und abgestimmt.

Nach der Stilllegung der Fahrzeugflotte aus 90 Reisezugwagen am 11. November 2016 hatten Experten einen großen Teil der Kurzkupplungen demontiert und untersucht. Knapp 25 Prozent der untersuchten Kupplungen wies kleine, nur mit einem speziellen Untersuchungsverfahren erkennbare Risse auf.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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