Maßnahmen für mehr S-Bahn-Stabilität: Planung läuft an

Die seit zwei Jahren diskutierten Maßnahmen, um den störanfälligen S-Bahn-Betrieb in Hamburg stabiler zu machen, kommen einen kleinen Schritt voran: Im Sommer soll die Vorplanung starten.
Christian Hinkelmann
Die S-Bahnen sollen auf der Verbindungsbahn - wie hier am Bahnhof Dammtor - unter die Erde verschwinden. Was spricht dafür und dagegen?
Die S-Bahnen sollen auf der Verbindungsbahn - wie hier am Bahnhof Dammtor - unter die Erde verschwinden. Was spricht dafür und dagegen?
Foto: Christian Hinkelmann

Seit zwei Jahren fordert die Stadt Hamburg, dass der störanfällige S-Bahn-Betrieb in Hamburg zuverlässiger wird. Dazu haben die Stadt, der HVV und die Deutsche Bahn einen Maßnahmenkatalog mit zahlreichen Punkten erarbeitet.

So sollen zum Beispiel die Wendemöglichkeiten am Bahnhof Sternschanze verbessert, die Stromspeiseanlage am Hauptbahnhof umgebaut, sowie neue Signale und Weichen auf den Strecken nach Harburg und Bergedorf eingebaut werden (siehe hier).

Außer langen Finanzverhandlungen im Hintergrund ist bislang noch nichts passiert. Doch jetzt gibt es einen kleinen Fortschritt: Noch in diesem Sommer soll die Vorplanung beginnen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des SPD-Verkehrsexperten Ole Thorben Buschhüter und dem Grünen-Verkehrspolitiker Martin Bill hervor (Drucksache: 21/12764).

Ausbaumaßnahmen sollen 45 Millionen Euro kosten

Demnach sollen die Ausbaumaßnahmen auf der Strecke nach Bergedorf geschätzt 14,7 Millionen Euro kosten, auf der Harburger-S-Bahn sind es rund 29 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch ein Umbau der Stromspeisung am Hauptbahnhof, der sich auf beide Streckenprojekte verteilt.

Fördertopf ist bis mindestens 2020 anderweitig verplant

Völlig offen ist aber noch, wann der Bau tatsächlich beginnen kann. Laut der Drucksache sollen die beiden Ausbauprojekte mit Fördergeld des Bundes aus der so genannten “Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung” (LuFV”) finanziert werden können. Doch …

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Die S-Bahnen sollen auf der Verbindungsbahn - wie hier am Bahnhof Dammtor - unter die Erde verschwinden. Was spricht dafür und dagegen?

Was spricht für und gegen den geplanten neuen S-Bahn-Tunnel in Hamburg?

Die S-Bahn soll zwischen Hauptbahnhof, Dammtor und Altona unter der Erde verschwinden, um an der Oberfläche Platz für mehr Regional- und Fernzüge zu machen. So viele Züge sollen dort in Zukunft fahren – und: Auf die Sternschanze kommt ein gewaltiges Bahn-Bauwerk zu.

So sahen die allerersten Busse 1926 nach Umrüstung auf Luftreifen und mit Wagennummer aus.

Vor 100 Jahren startete die Hochbahn ins Bus-Zeitalter

Am 5. Dezember 1921 nahm die Hochbahn ihre erste Hamburger Buslinie in Betrieb. Der Takt war dicht, die Fahrzeuge unbequem und nach nur zehn Monaten war das Experiment auch schon wieder beendet. Erst zwei Jahre später kam es zum Comeback.

2 Antworten auf „Maßnahmen für mehr S-Bahn-Stabilität: Planung läuft an“

Die zusätzlichen Wendemöglichkeiten und Weichen auf dem S21 Ast nach Bergedorf werden bereits in diesem Jahr in Betrieb genommen. Die ersten Baumaßnahmen sind bereits abgeschlossen.

Kein Wunder, dass keine Gelder für überfällig systemstabilisierende Maßnahmen im S-Bahn-Verkehr aus der LuFV zur Verfügung stehen. Hier hat die DB AG auf Jahre hinaus alle Gelder (mehr als EUR 300 Mio.) für das verkehrlich unsinnige und überflüssige Projekt Schließung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona und seine Verlagerung nach Diebsteich abgegriffen. Dringend notwendige Investitionen, wie z.B. der S-Bahnhof Ottensen werden zurückgestellt. Wann endlich begreift die Stadt, dass man sich nicht dauernd von der DB AG auf der Nase rumtanzen lassen muss! Aber rot/grüne Verkehrspolitik in Hamburg ist nicht an den Interessen der Fahrgäste, sondern an spektakulären Schuprojekten ausgerichtet, und da werden die Investitonsentscheidungen der DB AG nicht kritisch hinterfragt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.