Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Mehrheit der Hamburger mit Busbeschleunigung unzufrieden

Die Mehrheit der Hamburger lehnt offenbar das Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats ab. Das hat eine NDR-Umfrage zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl ergeben. Erstaunlich: Die meisten Anhänger des Programms sind Grünen-Wähler. Im SPD-Lager halten sich Gegner und Befürworter die Waage.
Christian Hinkelmann
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung in Hamburg mit einem Metrobus der Linie M5
Bauarbeiten zur Busbeschleunigung am Bezirksamt Eimsbüttel. Bau der Halteinsel für die Metrobuslinien M4 und M5. Im Hintergrund ein Doppelgelenkbus (XXL-Bus) der Linie M5.

Zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl ist offenbar die Mehrheit der Hamburger mit dem Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats unzufrieden.

Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR sind 46 Prozent der Befragten mit dem Programm nicht zufrieden. Unterstützung kommt dagegen von 37 Prozent.

Auffallend ist: Die größte Zufriedenheit mit der Busbeschleunigung gibt es unter den Anhängern der Grünen (44 Prozent dafür, 34 Prozent dagegen). Das ist sogar mehr als unter den SPD-Wählern, wo Befürworter und Gegner fast gleichauf liegen (43 Prozent dafür, 41 Prozent dagegen).

Die deutlichste Ablehnung erfährt das Busbeschleunigungsprogramm bei den CDU-Wählern (24 Prozent dafür, 65 Prozent dagegen).

Laut NDR hat Infratest dimap für die Telefon-Umfrage zwischen dem 5. und 9. Dezember insgesamt 1.005 Wahlberechtigte Personen in Hamburg befragt.

Erstaunlich: Vor einem Monat ergab eine Umfrage von Trendresearch im Auftrag von Radio Hamburg noch ganz andere Ergebnisse: Darin stimmte eine Mehrheit von 36 Prozent der Befragten für das Busbeschleunigungsprogramm, nur 28 Prozent lehnten es ab.

Trendresearch befragte in dieser Online-Umfrage zwischen dem 3. und 6. November 790 Wahlberechtigte.

Das Busbeschleunigungsprogramm war 2011 vom SPD-Senat als Alternative zur vormals geplanten Wiedere…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Symbolbild: Bauarbeiten im Hamburger U-Bahn-Netz.

Sommer-Baustellen im HVV: Sperrungen und Ausfälle auf 24 Bahnlinien

So viele Bauarbeiten gleichzeitig gab es lange nicht im HVV. Auf 24 Bahnlinien in Hamburg und Umland fahren in den kommenden Wochen weniger oder gar keine Züge. Lesen Sie hier, was wann wo bis Anfang September gesperrt ist und was Sie bei Ihrer Routenplanung im HVV beachten sollten.

Wird er bald stillgelegt und abgerissen? Der Bahnhof in Scharbeutz an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein.

Ist die Bäderbahn-Stilllegung nicht rechtens?

Die von der Deutschen Bahn forcierte Stilllegung der Bäderbahn in der Lübecker Bucht ist juristisch derzeit wohl kaum möglich, meinen mehrere Eisenbahn- und Verwaltungsrechtler. Sollte die Bahn daran festhalten, würden sich die Planungen für die Fehmarnbelt-Hinterlandanbindung mit hoher Wahrscheinlichkeit zusätzlich verzögern. Die DB hat unterdessen vorgesorgt und überrascht mit einem neuen Detail.

Bauarbeiten bei der S-Bahn in Hamburg.

Ausblick: Diese 20 HVV-Bahnstrecken sind 2024 wochenlang gesperrt

HVV-Fahrgäste müssen auch in diesem Jahr mit vielen langen Vollsperrungen bei U-Bahn, S-Bahn und im Regionalverkehr rechnen, weil an allen Ecken und Enden neu gebaut und modernisiert wird. NAHVERKEHR HAMBURG gibt einen Überblick für das gesamte Jahr.

28 Antworten auf „Mehrheit der Hamburger mit Busbeschleunigung unzufrieden“

@Sascha Sierk:
Du schriebst: „1. Obusse werden nach BOStrab bedient, nicht nach der StVO. Ergo darf ein Obus theoretisch, siehe Translohr, auch länger werden als die 24 Meter, die für die Langbusse genehmigt werden können.“

Das ist falsch.
Nur für die Fahrleitungsanlage gilt die BOStrab. Daher tragen O-Busse auch normale KFZ-Kennzeichen.

@ Sasha Sierk
Grundsätzlich verstehe ich auch nicht, weshalb die Hochbahn gerade Millionen in Busse mit alternativen Antrieben versenkt, wenn es die einzig brauchbare Alternative in Form des Oberleitungsbusses bereits seit Jahrzehnten gibt.
Ob das mit dem Betrieb nach BO-Strab (und der daraus abgeleiteten möglichen Fahrzeuglänge über 25m) kann ich ohne Recherche gerade nicht beurteilen, wage mich aber soweit aufs Eis zu sagen, dass niemand ein Fahrzeug ohne Spurführung mit über 25m Länge auf die Straße stellen würde – zumindest kenne ich weltweit keine Oberleitungsbusse die länger wären.
zu 3.) Der Translohr ist permanent spurgeführt, hat auch kein Lenkrad. Was du vielleicht meinst ist der TVR in Nancy (quasi der Vorgänger des Translohr) welcher eigentlich ein vollwertiger 25m-Trolleybus mit Hilfsdiesel und optionaler Spurführung ist. Ein ähnliches Fahrzeug gibt es in Caen, dort allerdings im Linienverkehr permanent spurgeführt und mit Straßenbahn-Fahrleitung.
zu 4.) Die zu engen Straßen werden in Hamburg gern als Argument gegen eine Stadtbahn angeführt. Wo kein Platz für eine Eigentrasse der Stadtbahn wäre, ist auch kein Platz für eine Busspur. Vielleicht habe ich aber auch nur die Ironietags nicht wahrgenommen 🙂

Als Hamburger, der seit 10 Jahren in Salzburg lebt, frage ich mich, wieso die Stadt keine Obusse in Betracht zieht?

1. Obusse werden nach BOStrab bedient, nicht nach der StVO. Ergo darf ein Obus theoretisch, siehe Translohr, auch länger werden als die 24 Meter, die für die Langbusse genehmigt werden können.

2. Obusse können genauso gut navigieren wie Busse, sind aber umweltfreundlicher (Stromantrieb) und im Vergleich zu den Wasserstoffbussen BILLIGER. Sicher, man muss eine Oberleitung legen, aber diese ist kostengünstiger als Schienen, am Straßenkörper muss nichts verändert werden.

3. O-Busse können die Spur wechseln. Auch der Translohr tut das im Outback, nur in der Innenstadt fährt er spurgebunden. In Japan werden elektrisch betriebene Busse sogar automatisiert als Sbahnen eingesetzt, die sogenannte Yukiramome ist eigentlich ein mit Stromschiene angetriebener Bus.

4. Ergo: Busbeschleunigung + Obus könnte vielleicht ein guter Ersatz für eine Straßenbahn in Hamburg sein. In Salzburg haben die Busse das Problem, dass hier leider die Straßen an vielen Stellen zu eng sind, so dass sie mit im Stau stecken, in HH besteht dieses Problem ja nicht.

@Klaus Petersen

Das Abendblatt hat schon diverse Male darüber berichtet. Meist sogar recht sachlich und gut recherchiert.. Insbesondere zu den Fakten. So wie hier zum Beispiel:

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article133325784/Busbeschleunigung-die-Fakten.html

Auch interessant ist folgende Seite, weil sie alle Maßnahmen detailliert darstellt. Hier kann man auch Fragen einsenden und Sie bekommen auch vernünftige Antworten, direkt von der Behörde.

http://www.via-bus.de/

Warum fragt man nicht einfach mal die Nutzer im M5 oder betroffenen Buslinien, was sie von einer Busbeschleunigung halten? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass da einige positiv gestimmt wären, aber das ist natürlich zu einfachin dieser Metropole, die heute offenbar mehr Meckersäcke als Pfeffersäcke beheimatet.

@ Busfahrer
Wenn das Hamburger Abendblatt darüber berichtet, dass viele Ampeln schlecht programmiert sind, den Bussen eine rote Welle schalten, nicht mehr nachgebessert wird (wie am Eidelstder Platz), dann passiert vielleicht etwa.

@ lutzman

Tja ja, die zitronenfaltenden Zitronenfalter, welch doch ein hübsches Zitat von Heike Sudmann.
Aber ihr ging es mehr darum, den Fahrkartenverkauf in den Bussen einzuschränken, um damit insgesamt die Busse in Hamburg zu „beschleunigen“.

Wer die zitronenfaltenden Zitronenfalter noch mal sehen möchte, der klicke bitte hier (Videolink):
https://www.youtube.com/watch?v=DpfnW6p-Bjc

@ Fahrgast:

Im Gegenteil: Ich habe mich jahrelang mit Marktforschung beschäftigt. Die Kunden verlangen heute eine geradezu unglaublich detaillierte Auflösung der Ergebnisse. [/u]Warum[/u] genau wollen diese 3% der Kunden partout das Produkt nicht erwerben. Auch wenn das ganze dann zu einer einseitigen Executive Summary zusammengefasst wird, kann die Analyse hunderte, manchmal tausende Seiten umfassen.

Die Politik meint jedoch, sich über alles hinwegsetzen zu können. Das Wahlsystem erlaubt dem Bürger keine Einflussnahme. Im Grunde kann man zuhause bleiben, wenn sowieso immer die SPD gewinnt und evtl. noch eine Partei dazukommt, die nur von einer kleinen Minderheit gewählt worden ist.

Wie Sie sehen, können die Bürger völlig unterschiedliche Vorstellungen haben, warum sie die [u]Umsetzung[/u] der Busbeschleunigung negativ bewerten. Entweder bewerten sie den Öffentlichen Nahverkehr als in Konkurrenz zu ihrer eigenen Fortbewegung stehend, sie bemängeln Verschwendung oder sie bemängeln mangelnde Bürgerbeteiligung.

@ Klaus Petersen

Schreiben Sie das doch mal der Hochbahn. Je mehr das tun, desto eher bekommt man dort die Möglichkeit, der Regierung Handeln aufzuzwingen. Glauben Sie mir. Wenn es nach der Hochbahn ginge, würde das anders laufen. Es geht aber darum, möglichst wenige Leute als Wähler zu verlieren.
Bei aller berechtigter Kritik muss man aber auch sehen, dass das Programm nun wirklich nicht ohne Wirkung ist. Die
6min Fahrzeitgewinn (im Idealfall) sind Realität und werden meistens auch geschafft. Insofern ist da jetzt auch nicht ALLES falsch gelaufen.

@lutzman:
„Außerdem kann diese auch irgendwann einmal ohne Fahrer fahren und wesentlich öfter (90sec takt, schneller (bis zu 80km/h) fahren, als eben eine nostalgisch anmutende Strassenbahn oder auch neumodisch Stadtbahn ( was eigentlich S-Bahn – siehe Berlin -bedeutet).“
S-Bahn ist nicht zu verwechseln mit Straßenbahn: Eine S-Bahn ist eine Eisenbahn, fährt also nach EBO (Eisenbahnbau- und Betriebsordnung), eine Straßenbahn fährt nach BOStrab (Straßenbahnbau- und Betriebsordnung), genauso wie eine U-Bahn, die auch nach BOStrab fährt. Was Sie meinen, ist vllt ein Tram-Train, der fährt z. T. nach EBO auf konventionellen Eisenbahnstrecken und nach BOStrab auf Straßenbahnstrecken (bspw. in Karlsruhe). In Berlin habe ich davon aber noch nichts gehört.
Schneller?: Die maximale Fahrgeschwindigkeit ist sicherlich größer, allerdings stellt sich hier die Frage, wie weit die Haltestellen auseinander liegen. Bei 400m wird’s dann vllt etwas schwierig, die 80 km/h zu erreichen; streckt man allerdings den Haltestellenabstand, so müssen die Fahrgäste weiter laufen. In der Regel ist die Netzabdeckung von einer Straßenbahn deutlich besser als die einer U-Bahn, da man die Haltestellenabstände kürzer wählt.

„In meinen Augen ist – rational, unemotional, relaitäts und idelogiefrei wie geschichts unbehaftet betrachtet -eine U-Bahn zwar teurer , aber auch dafür umso besser, leistungsfähiger und einfacher zu bauen?“
Ist es einfacher einen Tunnel zu bauen? Ich weiß ja nicht, aber in der offenen Bauweise bewegt man etwas mehr Erde als bei einer Straßenbahn… Für mich nicht ganz nachvollziehbar: Wenn es einfacher wäre, so wäre es doch auch billiger zu bauen, oder? Schließlich sind Kosten ja eine Entschädigung für Aufwand.
Und „besser“? Ist das nicht ein ideologie behafteter Begriff? Was ist denn ein „gutes Verkehrsmittel“? Ist es schnell, billig zu bauen, pünktlich, bequem,…?
Leistungsfähiger: Keine Frage, es stellt sich aber immer die Frage des Bedarfs bzw. der Notwendigkeit.

„Eine Strassenbahn benötigt ja das doppelte an Strasse (also die Strasse für die Schiene und noch eine weitere Strasse die ja durch den Bau der Schiene auf der Strassen zweckentfremdet wird, also dann neu gebaut werden muß, denn Verkehr lässt sich ja nur umleiten aber nicht verhindern, welches mehrfach wissenschaftllich und nachhaltig bestätigt und erwiesen ist wie wurde!!!), “
Naja, wenn das so schlimm wäre, dann hätte man in Paris (Straßenbahnlinie 3) nicht zwei Autospuren weggenommen (dichtbefahrene Straße)… Und abgesehen davon kann man Busspuren, gepflasterte Fußgängerzonen mitbenutzen oder man kann auch Rasenflächen benutzen – oder die Straßenbahn fährt eben straßenbündig, dann fällt keine KFZ-Spur weg. Klar ist doch: Ein Bus braucht eine Asphaltspur – so oder so. Eine Straßenbahn kann aber auch auf Grünflächen fahren (Rasengleis nennt sich das). Ästhetisch sicher nicht ganz so wie eine reine Grünfläche, aber doch deutlich besser als eine Asphaltspur (meiner Meinung nach).
Und zu guter Letzt sollte man nicht vernachlässigen: Die kritische Punkte in einer Stadt sind die Kreuzungen, die den Verkehrsfluss begrenzen (mit ihren Ampeln). Ein Wegfall von KFZ-Spuren ist dann vllt nicht so tragisch.

„Insofern ist die U-Bahn , argumentativ belegt, die beste zu wählende Variante, wenn sehr sehr viele Menschen (Massenverkehre), in kürzester Zeit transportiert werden sollen. Die Busbeschleunigung und auch die Stadtbahn schaffen dies wohl nicht.“
Jedes Verkehrsmittel hat seine Berechtigung. Es stimmt, die U-Bahn ist für Massentransport gedacht. Frage: Brauchen wir die Kapazität? Immerhin sollte man ja nie vernachlässigen, dass die U-Bahn ja auch einen ganzen Batzen mehr kostet. Und woher Sie Ihre Behauptung über die Stadtbahn hernehmen, dass sie es nicht schaffen würde, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Beispiel Paris: Bus knapp 50.000 Fahrgäste, danach Straßenbahn mehr als 100.000 Fahrgäste pro Tag (Linie T3). Der wichtigste Vorteil von einer Straßenbahn ist doch, dass die einzelnen Einheiten deutlich länger sein können (der Alstom Citadis in Paris mit 44m bspw.) – der XXL-Bus hat eine Länge von gerade einmal 24,75 m. Und wenn man eben weniger Fahrzeuge für die gleiche Fahrgastzahl benötigt, so ist doch auch besser für bspw. die Ampelschaltungen.

Und abgesehen davon: Wären Straßenbahnen wirklich so schlecht, dann würden man neue Straßenbahnen nicht bauen. In Paris wurde bspw. eine neue Translohr-Linie (T6) gestern in Regelbetrieb genommen (strenggenommen ein permanent spurgeführter O-Bus) und diesen Mittwoch wird wohl die Straßenbahnlinie T8 (klassische Straßenbahn) in den Regelbetrieb gegeben.

Guten Abend zusammen,

ich frage mich wirklich, warum immer „alle“ hier auf der Strassenbahn herumreiten? Immer soll das sie die eierlegende Wollmilchsau für Hamburg sein? Immer soll sie das Problem überhaupt lösen? Immer soll sie die einzig beste Lösung sein? warum eigentlich? Sie soll billiger und besser sein, als eine U-Bahn? warum bitte?

In meinen Augen ist – rational, unemotional, relaitäts und idelogiefrei wie geschichts unbehaftet betrachtet -eine U-Bahn zwar teurer , aber auch dafür umso besser, leistungsfähiger und einfacher zu bauen?

Eine Strassenbahn benötigt ja das doppelte an Strasse (also die Strasse für die Schiene und noch eine weitere Strasse die ja durch den Bau der Schiene auf der Strassen zweckentfremdet wird, also dann neu gebaut werden muß, denn Verkehr lässt sich ja nur umleiten aber nicht verhindern, welches mehrfach wissenschaftllich und nachhaltig bestätigt und erwiesen ist wie wurde!!!), wie der Name es schon für sich proklamiert, die U-Bahn, weil ja unterirdisch verläuft, eben nicht! Außerdem kann diese auch irgendwann einmal ohne Fahrer fahren und wesentlich öfter (90sec takt, schneller (bis zu 80km/h) fahren, als eben eine nostalgisch anmutende Strassenbahn oder auch neumodisch Stadtbahn ( was eigentlich S-Bahn – siehe Berlin -bedeutet).

Insofern ist die U-Bahn , argumentativ belegt, die beste zu wählende Variante, wenn sehr sehr viele Menschen (Massenverkehre), in kürzester Zeit transportiert werden sollen. Die Busbeschleunigung und auch die Stadtbahn schaffen dies wohl nicht.

Insofern rate ich, sich endlich von diesen musealen Plänen bzw. Vorschlägen oder auch Forderungen gänzlich zu verabschieden, eine Stadtbahn wieder zu errichten. (das wirkt so als wolle man wieder Atomkraft haben!) Dann kommen endlich bald mehr U-Bahnen für die Stadt – und somit auch einwesentlich besserer ÖV!
Das Fortschritt (quasi wie die Energeiwende!)!

Die Hamburger lieben ihre U-Bahn, dem sollte man auch endlich gerecht werden und sie nachhaltig aus und weiterbauen. Eine Stadtbahn ist es nicht, für Hamburg!

Und alle die glauben, mit der Stadtbahn sei Hamburg besser zu machen, glauben auch das Zitronenfalter Zitronen falten und das im Himmel Jahrmarkt ist . Schade das ausgerechnet die Grünen ideologieverbissen gegen jeden Meter neuer U-Bahn sind und diese am liebsten abschaffen und ins Museum bringen wollen und jede U-Bahn in Hamburg durch Stadtbahn ersetzen wollen! Das ist alles andere als nachhaltig (schließlich würden sich bspw. die gesamten Verspätungen die auf der Strasse gesammelt wurden mit den Untergrund genommen! Das für sich autarke System würde abhängig von Außeneinflüssen gemacht!). Aber was erwartet man bitte von solch einer Partei oder sollte besser von halten?!

Ich hoffe zur Klärung der Materie – sachlich – beigetragen zu haben und wünsche allen noch einen besinnlichen 3ten Advent!

@JH: Ihr Vorschlag, die Grundsatzfrage „Busbeschleunigung: Dafür oder dagegen?“ in zig Detailfragen aufzusplitten würde den Rahmen einer allgemeinen Wahlumfrage sprengen und keinesfalls bessere Ergebnisse liefern. Aussagekräftige Antworten auf solche spezifischen Fragen würden sie nämlich nur bekommen, wenn Sie Menschen befragen, die sich umfassend mit der Materie auseinandergesetzt haben und über das nötige Interesse und Detailwissen verfügen. In dem Moment wäre es aber keine repräsentative Umfrage mehr, in der alle Bevölkerungsschichten Hamburgs mit Bezug auf die anstehende Bürgerschaftswahl gleichermaßen abgebildet werden.

Ich sehe, Sie haben sich scheinbar noch nie ernsthafter mit Marktforschung und Statistik auseinandergesetzt. sehr schwieriges Gebiet.

Vereinfacht gesagt: Wenn ich wirklich repräsentativ Stimmungen abfragen will (bei Menschen mit viel Kenntnis/Interesse aber auch wenig Kenntnis/Interesse) an einem Thema, dann MUSS ich bei der Fragestellung den kleinsten gemeinsamen Nenner wählen, um eine aussagekräftige Antwort zu bekommen. Und ich muss das Thema auf eine klare /Ja/Nein-Antwort reduzieren können.
Und da sind wir dann wieder bei der Entweder/Oder-Frage, die Infratest dimap letztendlich gestellt hat.

Was für eine Aussagekraft hätte denn eine Wahlumfrage zur Stimmung in der Bevölkerung, wenn es da heißt: xx Prozent sind für die Busbeschleunigung, aber nur, wenn keine Bäume gefällt werden. xxx Prozent sind gegen die BBS, aber für besser fließenden Autoverkehr und generell für mehr Umweltschutz, während xxx Prozent gegen die SPD, für die BBS aber ohne zusätzliche Verkehrsinseln und generell für weniger Stau sind?

Welche Schlüsse für die Bürgerschaftswahl würden Sie dann den rausziehen wollen?

Wie gesagt: es geht hier nicht um eine Fachumfrage unter Fachleuten, sondern um eine Stimmungsabfrage zu unterschiedlichsten Themen vor der nächsten Wahl – nicht mehr und nicht weniger. Und dafür war diese Fragestellung absolut korrekt!

@Fahrgast:

Die Frage ist völlig ohne Inhalt. Der Befragte kann der Meinung sein:
1. Die sollen was tun damit der Autoverkehr besser fließt.
1.1 Wenn die Busse Grün bekommen, kommen Autofahrer schlechter durch.
2. Soviel Geld zu verpulvern! Die sollten nicht immer nur teuer bauen und bauen.
2.1 Wie wäre es mal mit Steuern senken? Oder was für die Bildung tun? Soziales?
3. Man braucht konsequente Vorfahrt für Busse, wörtlich genommen, und überall eigene Spuren.
3.1 Das jetzige Programm ist nur ein verkapptes Straßenbauprogramm für noch mehr Autos.
3.2 Das ganze bringt ja doch nichts.
4. Die sollen das nicht machen, wenn die Leute in dem Stadteil dagegen sind.
4.1 Bäume wollen die kaputtmachen und sagen dann, das wäre Umweltschutz?
5. Wie unendlich lange dauert das denn jetzt schon wieder und die kommen nicht voran!
5.1 Ich stehe da jeden Morgen im Stau.
6. Mir gefällt die SPD-Regierung überhaupt nicht.
6.1 Ich habe sie nicht gewählt / werde sie nicht wählen.

Es wird eigentlich immer geschimpft, wenn irgendwo gebaut wird: zu teuer, sinnlos, behindert den Autoverkehr, stört den Ausblick etc.
Die „Busbeschleunigung“ ist ja nur ein Teil von Maßnahmen. Sie ist ebenso ein Teil der Straßensanierung, die ohnehin stattfinden muss. Da man keine Stadtbahn will, soll zumindest der Busverkehr optimiert werden, nicht beschleunigt, wie dies fälschlicherweise genannt wird. Der Oberflächenverkehr steht eh in Abhängigkeit zum Autoverkehr. Das wäre mit einer Stadtbahn nicht anders. Sowohl Busse als auch Stadt- bzw. Straßenbahnen müssen mit dem Individualverkehr abgestimmt werden, das hat jedoch seine Grenzen. Von daher ist der U-Bahn-Bau unerlässlich, ist aber nicht so schnell zu realisieren. Diese Teilmaßnahme mit den Bussen ist nur eine Übergangslösung.
Ich denke schon an die Unzufriedenheit mit einem evtl. Bau einer Stadtbahnstrecke – oder den U-Bahn-Ausbau in den nächsten Jahrzehnten. Das wird noch erst richtig schön! Als der U-Bahn-Boom in den 60er Jahren seinem Höhepunkt entgegen ging, wurde genauso geschimpft über Lärm, Behinderungen des Verkehrs, Gigantomanie. Und die City-S-Bahn hielt man schlichtweg für überflüssig, da die S-Bahn doch schon seit Jahrzehnten Altona ansteuere …

In WInterhude ist es ein Segen! Endlich kann der Bus pünktlich abfahren und man ist nicht mehr eingepfercht wie in einer Hühnerzucht. Als Speckgürtel-Pendler ist man jeden Tag froh über die Beschleunigung – auch in der Langen Reihe!

Die Umfrage ist eine Ohrfeige für den SPD-Senat und die Hochbahn. In Sachen Kommunaktion macht man aber auch wirklich alles falsch, was nur möglich ist. Insbesondere, dass man die Busbeschleunigung als Erfolg verkauft und die Ampeln zum Teil vollkommen irrsinnig programmiert sind. Sie reagieren überhaupt nicht oder vollkommen unzureichend auf Busse. Weiter so! Und immer schön die Kritik aus der Bevölkerung ignorieren.

@Mr. C

Nein, dort sind alle Arbeiten abgeschlossen. In Sachen Vorfahrt hat sich in der Tat nichts für die Busse verbessert. Man muss aber einräumen, dass durch die Baumaßnahmen ein erheblich besserer Verkehrsfluß auch viel für den Busbetrieb gebracht hat, weil es selten Staus gibt. Das Verlassen des Platzes ist leider immer noch nicht viel besser geworden. Aber auch hier muss man insgesamt sagen, dass die Behinderungen seltener und weniger stark auftreten, als vorher.

@ Fahrgast
Vor allem wurde nach etwas gefragt, was noch gar nicht vollständig stattgefunden hat. Wie soll man das dann bewerten? Also ist die Umfrage für mich für den Arsch. Und die Berichterstattung dazu auf dem ndr-Link ist ja weniger als dürftig. Insofern stimme ich Herrn Schmidts Anmerkungen voll zu. Und Busfahrers.

Kleiner Nachtrag von mir zu Seewolfs “ 2019 wird dann wieder neu gewählt „:
Ab 2015 sind die Legislaturen 5 Jahre land, also findet die nächste Wahl 2020 statt!
________________________

Ein Grund mehr, sich genau zu überlegen, was einem in dieser Stadt am wichtigsten ist und welche Partei diesen Vorstellungen am nächsten kommt !
Nur Nichtwählen und anschließend am lautesten Jammern ist ein No Go.

@ seewolf
Die Hamburger Bürgerschaft wird ab sofort für jeweils 5 Jahre gewählt. Neu ist auch, dass jetzt schon im Alter von 16 Jahren gewählt werden darf.
(tja ja….ein Schelm wer böses dabei denkt, die SPD wolle damit eine bestimmte Wählergruppe mit abgreifen….)

@ Werner Klingbiel
Hätte da noch einen netten Videolink für Sie, wie man die Hamburger Busbeschleunigung noch auf die Spitze treiben könnte….wird Ihnen bestimmt gefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=XsUIZ58DVrc
(…hoffentlich sieht sich das kein SPD-Anhänger an….)

@ Busfahrer
Ändert sich am Eidelstedter Platz eigentlich noch was oder bleibt das jetzt so ?
Stadtauswärts auf den Gegenverkehr in der Busschlange beim Einbiegen auf die Haltestelle warten. Beim Verlassen (stadtauswärts) mitunter sogar beiden Richtungen Vorfahrt gewähren.

Seewolf, interessant in deinen Augen ist eine Vorentwurfsplanung und die Beauftragung einer 32 Mio. Euro schweren Genehmigungsplanung für die S4 sowie die Beauftragung der AKN mit der Genemigungsplanung für die S21 und beides zum Zwecke des Starts eines Planfeststellungsverfahrens in 2015 (für die gesamte S21 und für den Teilabschnitt 1a Hasselbrook – Wandsbek an der S4!!) also Nichtstun? Wir leben glücklicherweise in Deutschland und nicht in einer Diktatur wo man mit einem einzigen Planungsschritt in der Tat heute schon an der S4 bauen würde. Nicht zu vergessen, dass der Bau von zusätzlichen Haltestellen der S-Bahn in Elbbrücken und Ottensen vorbereitet und vorangetrieben wurde, ebenso die U-Bahnstation Oldenfelde und eine Neuplanung des U-Bahnnetzes, die schon die Vorgänger hätten machen können. Planung dauert leider lange und sieht der Bürger nichts von. Aber Nichtstun ist das gewiss nicht.

Die Beschleunigung der 5 ist umgesetzt und läuft. Genauso ist es in anderen Städten auch gemacht worden. Nur in Hamburg wird das in den Dreck gezogen. Von den Grünen, weil die alles doof finden was keine Straßenbahn ist. Obwohl die auch dagegen anstänkern würden, wenn sie mal konkrete Pläne für eine Straßenbahn sähen, die wirklich französisch durch Hamburg trassiert würde. Da bleibt dann kein Baum mehr stehen…. Oder von CDU-Wählern, die jede Verbesserung für den ÖPNV ablehnen, Hauptsache ihre Ruhe und ihre Autos werden nicht gestört.

Allerdings hat die Behörde auch nicht gerade dazu beigetragen, dass die Bürger das Projekt wie in München wirklich verstehen und einordnen können. Die Opposition hat es da sehr leicht mit fast jeder noch so unsinnigen Behauptung Stimmung zu machen.

Christian Schmidt, das ist völlig richtig. Wie sollen die Befragten antworten, wenn sie nach der Umsetzung von etwas gefragt werden, was sie nicht mal verstanden haben? Viel sinnvoller wäre es gewesen, wenn man den Bürgern mal konkret vorgelegt hätte, wie stark ein Kilometer Straße für Busbeschleunigung und wie für Stadtbahn umgebuddelt werden muss. Und dann hätte man fragen müssen: wähle eine Alternative.

@Christian Schmidt:
Erklären Sie doch bitte genauer, was Ihrer Meinung nach an der NDR-Umfrage „richtig inkompetent gefragt und berichtet“ ist?

Die Fragestellung war: Wie zufrieden sind sie mit der Umsetzung des Busbeschleunigungsprogramms?“ (Siehe: http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Umfrage-SPD-verliert-absolute-Mehrheit,umfrage706.html)

Eine ganz simple klare Frage ohne Fallstricke (doppelte Verneinung, tendenziös, etc.), die sich ganz einfach mit zufrieden oder unzufrieden beantworten lässt und die vielerlei Gründe für oder gegen das Programm vollumfänglich mit einschließt.

Ich freue mich auf Ihre Erklärung.

Die Umfragen bringen doch eigentlich nichts. Egal ob pro oder kontra. Die Maßnahmen sind doch im ganz überwiegenden Maße noch gar nicht abgeschlossen, geschweige hat man Daten erhoben, die für oder gegen bestimmte Maßnahmen sprächen. Die meisten Maßnahmen haben noch nicht einmal begonnen. Die M5 ist IN TEILEN fertig. So oder so muss man das die Leute eigentlich erst fragen, wenn -zu mindest mal alle Metrobuslinien- fertig sind. Die meisten beurteilen meines Erachtens die Lage ohnehin weder sachlich noch objektiv und erst recht nicht differenziert. Es ist zur Zeit eine ziemlich anstrengende bisweilen sinnlose Diskussion. Schlampige und oft sogar perfide „Berichterstattungungen“ des bekannten rot/weißen Käseblattes tun ihr Übriges, insbesondere bei denen, die sowieso schon schlecht oder gar nicht informiert sind. Schade…

Na das ist ja wieder eine tolle Umfrage – so richtig inkompetent gefragt und berichtet.

Denn erstens gibt es vielerlei Gruende warum man mit dem Programm unzufrieden, aber trotzdem kein Gegner ist, z.B. dass es einem zu wenig und zu langsam ist.

Und auch bei Gegnern gibt es ganz sicherlich vielfaeltige Gruende, abgesehen von prinzipiellen und NIMBY Gruenden z.B. dass man lieber eine Strassenbahn haette.

Alleine wnn man die Asphaltwüste auf dem Bild sieht und sich überlegt, wie die Straße mit einem eigenen Bahnkörper für die Straßenbahn mit Rasengleis aussähe, wird einem bewußt wie stadtunverträglich das Busbeschleunigungsprogramm ist. Und Schienen würden auch nicht mehr kosten, als diese Asphaltwüste, im Bau und insbesondere im Betrieb, zudem wären sie bezischussungsfähig. Aber Hamburg weiß ja nicht wohin mit dem Geld aus Bayern und Baden Württemberg, siehe Elbphilharmonie mit daran, allerdings ohne Halt, vorbeifahrender U 4. Und leider ist die Partei der Schwulen und Lesben (Grüne), ohne einen Einsatz auch für diese Gruppen kleinreden zu wollen, zu keinem Grünen Ziel mehr zu bewegen (Rasengleis ist grün, Asphaltpisten sind es nicht), sondern bewegt sich zunehmend im geistigen und politischen Nirrwana.
Dabei sind die Ideen von CDU und Grünen für eine Stadtbahn durchaus richtig und wären durchaus vereinbar, man muß sie nur nicht nur auf dem Papier sondern auch in der Realität wollen. Und da fehlt es bei den Grünen mächtig.
Hamburg ist mit seiner Parteienlandschaft und damit, dass selbst die SPD den Vorzeigekandidaten Scholz mit seinem „Hochbahnstellvertreter“ nicht wegloben will, wirklich in einem Dilema zu Lasten der Bürger und der gesamten Stadt.

Das sind ja wieder schöne Aussichten für 2015, ich könnte schon wieder k…..
Wann bekommen wir endlich Politiker, die von Volkswirtschaft, Nachhaltigkeit und Sachverstand eine gewisse Kernkompetenz besitzen, stattdessen sind sie nur Handlanger von Großkapitalisten und Lobbyisten, um deren Profitziele zu erreichen? Ich wünsche mir endlich SPNV, wie er sich zum Beispiel in Paris entwickelt. Ideenreich, vielfältig und effektiv!
Hamburg(SPD) hat in den zurückliegenden 4 Jahren nichts, rein gar nichts getan. Nur beschriebenes Papier und bunte Bilder wurden vollmundig präsentiert. Die U4 wurde noch von der Vorgängerregierung geplant und vorangetrieben! Ab 2015 wird man der neuen Regierung das so tolle Busbeschleunigungsprogramm um die Ohren hauen! Mit den Grünen wird man die M5 zur Stadtbahn ausbauen und das Busbeschleunigungsprogramm stoppen. Das neue U-Bahn-Konzept wird wieder verworfen. Dann geht es weiter mit der Steuerverschwendung von Planungs- und Werbungskosten in den St. Nimmerleinstag….2019 wird dann wieder neu gewählt und wir fangen wieder von vorne an, dies geht mittlerweile schon zwei Generationen lang. Diese Masche hängt mir zum Halse raus .Es gibt schöne Beispiele im Adventskalender dieser Homepage, wie SPNV aussehen könnte!

Frohe Weihnachten und ein Besseres 2015

Tja, Seewolf, da ist wohl nix draus geworden. Jetzt ist März 2017 und das Busbeschleunigungsprogramm wird nach wie vor vorangetrieben. Und eine Stadtbahn gibt es auch nicht. Soweit zu Vorhersagen, die dann nicht eintreffen….Aber auch ich halte die Busbeschleunigung für unsinnig! Interessant wäre auch, inwieweit sich die Kosten für die erforderlichen baulichen Maßnahmen in irgendeiner Form überhaupt rechnen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Um eine wirklich effektive Verbesserung herbeizuführen, gehören die Busse auf eine eigene Trasse befördert. Solange sie zu 95% die ganz normalen Straßen befahren, sind die Beschleunigungsversuche ein Tropfen auf den heißen Stein – Geld zum Fenster herausgeworfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert