Metrobuslinie 5: Zum Monatsende kommt der 3,5-Minuten-Takt

Wegen steigender Fahrgastzahlen: Die Hochbahn erhöht den Takt auf der Metrobuslinie 5. Ab Monatsende soll im Berufsverkehr alle 3,5 Minuten ein Bus fahren.
Metrobusse am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg
Zwei Metrobusse der Linie M5 begegnen sich am Abend am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg

Gut zwei Jahre nach Scharfschaltung der Busbeschleunigung auf der stark belasteten Metrobuslinie M5 will die Hochbahn jetzt nachoptimieren.

Ab Ende des Monats soll der bisherige Fünf-Minuten-Takt zwischen Nedderfeld und Innenstadt im Berufsverkehr auf einen 3,5-Minuten-Takt verdichtet werden. Elf zusätzliche Busse sollen dafür auf die Straße kommen, schreibt das Hamburger Abendblatt.

Auf dem gemeinsamen Abschnitt mit der Linie 4 zwischen Grindelviertel und City kommt damit in Spitzenzeiten alle zwei Minuten ein Bus, kündigte Hochbahn-Chef Henrik Falk gestern an (Bisher alle 2,5 Minuten).

Fahrgastzahlen sind um 10 Prozent gestiegen

Für die Taktverdichtung gibt es zwei Gründe: Einerseits sind die Fahrgastzahlen auf der Linie 5 seit dem vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen – von 8,3 Millionen Fahrgästen im ersten Halbjahr 2015 auf 9,2 Millionen im ersten Halbjahr 2016.

Andererseits will die Hochbahn die extralangen inzwischen zehn Jahre alten XXL-Busse in den nächsten zwei bis dre…

Auch interessant

Ein Handyticket in der HVV-App in Hamburg an einem U-Bahnhof

Automatisches HVV-Ticket verzögert sich um fünf Jahre

Seit Jahren arbeitet der HVV an einem neuen Ticket, das automatisch alle Fahrten erkennt und immer den günstigsten Preis abrechnet. Doch das Projekt hat große Verspätung. Eine andere norddeutsche Stadt ist da deutlich weiter.

27 Antworten auf „Metrobuslinie 5: Zum Monatsende kommt der 3,5-Minuten-Takt“

Die aktuellen und die für die absehbaren Zeiträume prognostizierbaren Fahrgastzahlen sprechen doch eigentlich für eine kreuzungsfreie schienengebundene Lösung, oder was meinen die Fachleute dazu?
Gibt es da Lösungen? Vielleicht sowas wie eine U-Bahn? Oder braucht eine solche Lösung Politiker, die weitsichtig und bürgernah planen und entscheiden?
Hat Hamburg solche Politiker? Oder sehen wir hier einen weiteren Beleg (Steilshoop grüßt aus dem vorbeiratternden Bus) für das Schienenversagen der Hamburger Senate seit etlichen Jahrzehnten?

Da muss man sehen, welche Straßenbahnen dort technisch überhaupt fahren könnten. Viel größer als ein XXL-Bus werden sie kaum sein. Einen DT4 kann man da nicht mit 80 Sachen planfrei auf der Straße durchschießen. Die U5 wäre sowieso nötig, egal was Nostalgiker sagen. Bei dem Wachstum ist die Kapazitätsgrenze der Straßenbahn schon vor Inbetriebnahme erreicht.

Es geht bei der Stadtbahn nicht um Nostalgie, sondern um sinnvollen Mitteleinsatz. Wie bekannt ist HH mit über 25 Milliarden verschuldet. wann glauben Sie denn das die U5 als Alternative kommt, wenn sie denn kommt ? Es ist Frechheit gegenüber den Fahrgästen der Linie M 5, sie in die überfüllten Busse zu zwängen.
Insofern, Scholz muss weg und die Stadtbahn kommen.

P.s. Das mit der Kapazitätsgrenze stimmt nicht, wenn Stadtbahnen in entsprechender Traktion fahren.

Und die Kapazitätsgrenze des Busbetriebs wird bzw. wurde wann genau erreicht?
Mit luftigen Worten, egal ob aus Ihrer Tastatur oder aus dem Munde von Schienenversagern, werden alle Kapazitätsgrenzen aller Verkehrsmittel dauerhaft erreicht und überschritten werden, und das passiert in Hamburg an den inzwischen notorischen neuralgischen Punkten vermutlich noch jahrzehntelang.
An den Taten messen, nicht am Gelaber!

Schade, dass der 10-min-Takt von/bis Niendorf Markt bestehen bleibt! Mit Umbau des Busbahnhofs Niendorf Markt gibt es dort inzwischen die fehlenden Überliegerplätze, so dass die Busse, die in Nedderfeld im Nirvana enden, gut bis Niendorf Markt fahren könnten.
Seit Fahrplanänderung (dank der Busbeschleunigung) hat man dort leider nun meist eine Umsteigezeit von 10 Min. zur U-Bahn Richtung Niendorf Nord. Das bedeutet eine Verschlechterung gegenüber vorher!

Kürzere Taktabstände bei kürzeren Bussen führen wieder zu Pulkbildung.
Das Verhältnis von Steh- zu Sitzplätzen wird nicht berücksichtigt. Ich vermute, dass dieses Verhältnis künftig mehr in Richtung Stehplätze geht.

So einen absoluten Schwachsinn! Die neuen Busse haben aufgrund der vielen Podesten und Türen viel weniger Sitzplätze. Neuerdings habe ich in Darmstadt die neue CapaCity-Busse getestet und diese sind wahre Sardinenbüchse!

Wann kommt endlich die Straßenbahn zurück?

Solange viele Busse durch die Stadt fahren, wird unser Stadtluft weiterhin verpestet sein.

In vielen Städten mit der Wiedereinführung der (modernen) Straßenbahn ist der Autoverkehr merklich zurück gegangen!

Mein Nachtrag dazu:

Wenn die neue CapaCity-Busse geliefert werden, sind diese seit 01.10.1978 schon der 4. oder 5. Busgeneration bzw. -lieferung/-austausch! Eine Straßenbahngeneration kann locker 40 Jahre halten, bei guter Pflege sogar 50-60 Jahre auskommen! Ein Armutszeugnis für die Umwelt in HH! Neuerdings bin ich mit dem Fahrrad durch HH gefahren und hatte kaum Luft zum Atmen bekommen, da viele Strassen durch zuviel Verkehr verstopft sind und durch viele Abgase verpestet ist. Hallo Olaf, merkst Du es gar nicht ???

Kann mir bitte jemand die Aussage der HHA erklären, dass es wegen der Busbeschleunigung mehr Fahrgäste auf der Linie M 5 gibt. Ich habe da meine Zweifel, dass jemand mehr einsteigt, weil der Bus ( angeblich) zwischen Niendorf Markt + Hbf 6 Min. schneller ist ( was ich bezweifle, da er doch an vielen Ampeln wartet).

Die allermeisten Leute wollen halt so schnell wie moeglich zu ihren Ziel kommen, und deshalb wird die Strecke deshalb auch mehr benutzt wenn es irgendwo schneller geht. Und das die Linie 5 jetzt wirklich schneller ist kann man auch gut am Fahrplan nachlesen. Tatsache ist ja auch das wirklich mehr Leute mit der Linie fahren seit dem die Fahrzeit verkuerzt ist. Was sollte denn sonst der Grund dafuer sein?

Na fein, dass der Hamburger Westen wieder etwas Gutes bekommt!

Das Gegenbeispiel Linie 9 dazu:
1. Busbeschleunigung: gibt es nicht und wird es auch in der 2. Stufe nicht geben (obwohl die hier ganz einfach und ohne große Umbauten realisiert werden könnte: einfach nur kompromisslose Ampelbevorrechtung der Busse)
2. Taktverdichtung auf 5 min in den NOTWENDIGEN, da kritischen Zeiten (8-9 Uhr stadteinwärts): Fehlanzeige
3. Fahrkartenautomaten für schnellere Busabfahrten: nur U-Bahnhof Wandsbek Markt und Bahnhof Rahlstedt, sonst Fehlanzeige
4. FIMS-Countdownanzeigen zur besseren Information und zur “intelligenten, taktischen Busnutzung”: nur Wandsbek Markt, Bahnhof Rahlstedt und Öhlmühlenweg(Süd), da nur stadteinwärts, nicht mal am Bf. Tonndorf (wäre ja auch nutzlos wegen diesem Sinnlos-Abfahrtsbereich D)
5. umweltfreundliche Busse: Fehlanzeige, dafür Dieselschleudern “Ihr neuer NOCHBAHN-Bus” mit einem Dachaufbau, der falsche Tatsachen vorspiegelt
6. Straffung der Fahrzeiten in den Schwachlastzeitn: auch Fehlanzeige, es muss fleißig weiter abgebummelt werden

Es ist eben immer wieder sichtbar, ob man (hier der HVV) für die Einwohner einer bestimmten Region etwas übrig hat oder nicht.
Aber vielleicht hat der HVV ja schon den Bezirk Wandsbek wegen “autoorientierter Lebensweise” abgeschrieben. Dann sollte sich aber der HVV auch fragen, woher diese gekommen ist.

Fahr doch was Du willst – HVV

Recht so – man merkt immer wieder, dass es auf das Fahrgastklieentel ankommt. Siehe Linie 6, jede Pups-Haltestelle einen Anzeiger. Hier wird nur noch Regional-Partei-Bezirks-Politik gemacht und der HVV in Kadavergehorsam macht das, was man ihm sagt. Und selbstherrliche Marketingstrategen versuchen all das dann als ÖPNV-Evolution zu verkaufen.Wenn man mal auf deren Facebook-/Twitter-Seiten aufmerksam mitliest, merkt man dass diese Redakteuere von ihrem eigenen Unternehmen keine Ahnung haben und stur das nachplappern, was in den Pressemitteilungen steht.

Die Meldung zeigt mehr als deutlich, dass das Bussystem ab einer bestimmten Passagierzahl an seine technisch wirtschaftlichen Grenzen kommt. Mehr kann nur eine Straßenbahn befördern. Diese könnte auf dieser Strecke locker die doppelte Zahl an Fahrgästen bewältigen. Aber eine solche Fahrgastfreundliche Entscheidung ist bei der anhaltenden Straßenbahnaversion des 1. Bürgermeisters und ddes Hamburger Senats nicht zu erwarten. Also wird mit Busbeschleunigung etc. weitergewurstelt.

Die Taktverdichtung ist in Wirklichkeit ein totales Armutszeugnis für Hamburg. Andere Städte haben Straßenbahnen wieder eingeführt. Nach meinem Kenntnisstand sind die neuen Gelenkbusse hingegen wieder ganz konventionelle Dieselbusse. Irgendwo hat HH da die Zeit verschlafen. Man hätte schon vor 10 Jahren die Linie 5 wieder auf Straßenbahn umstellen können. Als Inselbetrieb mit täglich 60.000 Fahrgästen hätte sie ähnliche Nutzterzahlen wie kleinere Straßenbahnbetriebe (z. B. Ulm, Würzburg, Augsburg).
@ senza parole: Der Anstieg der Fahrgastzahlen kommt durch die Nutzung von Fahrplan-Apps. Früher wäre man von der Hoheluftbrücke immer mit der U-Bahn in die Innenstadt gefahren. Heute wird einem in der Fahrplan-App der 5 er Bus angezeigt, da er fahrplantechnisch schneller unterwegs ist. Ähnlich ist es aus Lokstedt, wo früher eine Umsteigeverbindung über Hagenbecks Tierpark angezeigt wurde. So eine Verbindung mit Umsteigen und 2 Minuten längere Fahrzeit würde heute gar nicht mehr angezeigt.

Okay, dann muss es ja um Neuhamburger handeln. Wer steigt denn schon freiwillig in die Sardinenbüchsen der Linie 5. anstatt ab Hoheluftbrücke mit der U Bahn in die Innenstadt zu fahren…..

An den Zahlen stimmt etwas nicht. Die xxl-Doppelgelenkbusse haben Platz für 190 Fahrgäste, die neuen Gelenkbusse nur für 150 Fahrgäste. Kann es sein, dass da jemand eine falsche Zahl (Differenz 15 Plätze) verbreitet hat und alle Journalisten verbreiten das jetzt ungepüft?

An den xxl-Bussen steht vorn dran (beim Fahrer, auf der Rückseite der Zielanzeige), dass sie rund 190 Sitz- und Stehplätze haben. Warum die Hochbahn jetzt mit deutlich niedrigeren Zahlen an die Öffentlichkeit geht, kann ich mir nur so erklären, dass man sich die Zahlen schönrechnet. Die neuen xl-Busse haben etwa 65 Plätze weniger als die alten xxl-Busse.

Ob das gutgeht? Bei einem 3,5-Minuten-Takt muss es mit der Vorrangschaltung an den Ampel aber wirklich immer passen, sonst holen sich die Umläufe doch ruckzuck ein, das passiert ja heute schon beim 5-Minuten-Takt gerne mal. Ganz davon ab, dass das noch mehr Busse auf der Mö bedeutet, 3, 4, 5, 6, 109 + die Schnellbusse… aber Straßenbahnen/Stadtbahnen sind Verkehrshindernisse, natürlich!

Ich weiß nicht… alle 2 Minuten ein Bus klingt in meinen Ohren aberwitzig bis lächerlich und schreit doch förmlich nach einer Stadtbahn. Zwei Hannoversche TW2000/2500 in Doppeltraktion fassen 310 Fahrgäste bei 50 m Länge, ein Dreiwagenzug sogar 465 bei 75 m. Dazu ein Takt von 5 oder 7,5 Minuten und alles ist fein, dann hätten wir ein den Fahrgastzahlen angemessenes Verkehrsmittel, es bräuchte weniger Fahrzeuge (schont die Umwelt) und weniger Fahrer (Personalkosten), die Fahrgäste würden angenehmerer reisen… was braucht es noch? Ja, der Bau einer Stadtbahn ist nicht nur schön und bedeutet vorübergehend Stress an mehreren Stellen – aber wenn nicht jetzt, dann muss der Metrobus 5 irgendwann alle 60 Sekunden fahren, denn die U-Bahnlinie 5 wird noch lange lange auf sich warten lassen, so sie denn überhaupt kommt.

Komm schon, Olaf, trau dich mal was und überrasch uns mit was Neuem, statt mit noch mehr Bus!

Das Stadtbahn kommt wohl erst, wenn Olaf nach Berlin oder in Rente geht….
Falls doch mal die Stadtbahn kommt, aber bitte kein Hochbord wie in Hannover 😉

Das Hochflursystem ist in Hannover ja historisch bedingt, würde man in Hamburg von Grund auf neu planen, dann sicher ein Niederflursystem. Wobei auch hier gilt: Beides hat Vor- und Nachteile und ist nicht per se nur gut oder nur schlecht 😉

Technisch gesehen faehrt uebrigens in der HVZ ab Nedderfeld nicht alle 3.5 Minuten ein Bus sondern nall 3.33 Minuten (10 geteilt durch 3). Und wenn das nur in der HVZ so ist, bedeuted es ja tagsueber (und den ganzen Tag ueber zwischen Nedderfeld und Niendorf/Schnelsen) eine Verringerung der Kapazitaet (kleinere Busse, selber Takt).

Und wird die Linie 4 wirklich tagsueber und Abends alle 5 Minuten bis zum Grindelberg fahren? Bisher faehrt die 4 alle 10 Minuten, nur in der HVZ und nur in Lastrichtung wird alle 5 gefahren. Wenn das was oben steht wirklich stimmt waere das eine viel groessere Kapazitaetsausweitung als auf der Linie 5…

10 Minuten geteilt durch 3 sind 3 Minuten und 20 Sekunden.
Das bedeutet also in der Realität: 10 Minuten lang kommt kein Bus, dann drei auf einmal.

Es ist nach wie vor völlig sinnfrei die Linie 5 an der Haltestelle Nederfeld (Kehre) enden zu lassen. Zufälltig war hier vor 30 Jahren eine Kehrschleife für die Straßenbahn mit zugehörigem Depot. Das ist der einzige Grund für diesen Provinzschwachsinn.
Drei Haltestellen weiter träfe die Linie 5 auf die U2, diese U-Bahn gab es vor 30 Jahren noch nicht. Wenn die Hochbahn behauptet, es gibt keinen Platz, um Busse in Niendorf-Markt abzustellen, dann hat der Umbau das nicht eingeplant.
Ich bin gespannt auf die Situation an der Haltestelle Gärtnerstraße, wenn 5, 20 und 25 sich gegenseitig im Weg stehen.

Es woollen aber nicht so viele Leute drei Haltestellen weiter zur U2. Die Fahrgastnachfrage auf der Linie 5 geht nach Norden mit jeder Haltestelle zurueck. So ist z.B. der 3/3/4-Minuten-Takt noerdlich von der Gaertnerstrasse etwas uebertrieben, ich wuerde es da bei einem 5-Minuten-Takt belassen (genauer: alle 4/6) und der dritten Bus z.B. ueber Martinistrasse-Tarpenbekstrasse fahren lassen (um den westlichen Eppendorf wenigsten in der HVZ einen direkten Bus zur Uni und in die Innenstadt zu geben)

Ja irgendwie hat man den Eindruck, das es hier schon lange – sehr lange – nicht mehr um wirtschaftliches Verhalten geht. Die HHA ist eben auch nur Ausführende des politischen Willens und der lautet eben: keine Stadtbahn, komme, was da wolle!

Natürlich – auch die fassungssärkste Stadtbahn wird nie eine U-Bahn ersetzen können aber sie ist immer noch doppelt bis dreifach leistungsfähiger als ein Bus. Die Frage ist doch, wird die Grindel – U – Bahn jemals gebaut und wann?

In Hamburg hat man – seit Abschaffung der Beiwagen – den Fehler gemacht, die Straßenbahn wie einen Bus zu betreiben. Ein V6E war gut durch einen O 305er Bus zu ersetzen. Damals waren die Fahrgastzahlen bei weitem nicht so hoch wie heute, auch wenn man schon 1979 die Linie 102 als erste Hamburger Buslinie auf Gelenkbusse umgestellt hat. Heute versucht man, aufgrund des politischen Willens, Straßenbahnkorridore durch Busse zu bertreiben, die aber eben nicht die Fassungskapazität einer Straßenbahn haben. Ein Bus ist eben ein Bus und eine Strassenbahn eine Straßenbahn und jedes Syste hat seine Stärken und Schwächen. Was Olaf Scholz und die Hochbahn hier abziehen ist, als wenn jemand versuchen würde mit einem Wassereimer einen Großbrand zu löschen. Kann nicht funktionieren, wird nicht funktionieren. Aber die Veranwortlichen haben die Macht, ein vernünftiges Verkehrskonzept zu verhindern und haben das eben auch ausgenutzt bzw durchgesetzt. Die Folgen sind – wie von nicht wenigen vorhergesagt – tagtäglich spürbar. Der Bus muss Strassenbahn spielen, weil eine U-Bahn nicht da ist. Hinzu kommt, das es bis heute in Hamburg keine Mehrfahrtenkarten und kaum Fahrkartenautomaten an Bushaltestellen gibt. Folge ist, das die Busse durch den Fahrkartenverkauf durch den Fahrer zusätzlich augehalten werden.

Seit der Beerdigung der letzten Stadtbahnpläne sind nun wieder 6 Jahre ins Land gegangen, ohne das – abgesehen von der Hafen – City U4 – auch nur ein einziger Meter U-Bahn gebaut wurde. Verkehrsstarke Korridore wie die Grindellien, Lurup und Steilshoop werden noch auf Jahrzehnte hinaus ohne Schienenanschluss bleiben und eine Statbahn für Hamburg bald so teuer, das man sie wirklich nicht mehr bezahlen kann.

Darüber hinaus schliesse ich mich meinen Vorschreibern an. Wer Geld für einen 3,5 Minutentakt hat, wer Geld hat für de U5 und die U4, der hat auch Geld für die Stadtbahn. Außerdem hat die sog Busbeschleunigung Hamburg komplett aus eigener Tasche bezahlen müssen – falls nicht, möge man mir die Quellen aufzeigen, die etwas Gegenteiliges belegen, ich lerne gerne dazu. Und neue Straßen, sogar neue Kanalrohre, bekommt man beim Strassenbahnbau gratis dazu – so geschehen jetzt in Bochum.

Herr Scholz vrsteht nichts von Straßenbahnen und will es auch nicht wissen und die Hamburger müssen es ausbaden. Herr Elste ist ein armes Würstchen, das an seinem Job hängt und seine Meinung in Sachen Straßenbahn der Politik anhängen muss —- ein Trauerspiel, was da seit Jahren geboten wird.

Und last but not last: wenn die Hamburger in Sachen Straßenbahn wirklich so gespalten sind, bitte doch mal eine Volksbefragung durchführen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.