Mobilität: Unsere Analysen zur Bürgerschaftswahl in Hamburg

Zur Bürgerschaftswahl in Hamburg haben wir Ihnen umfassende Parteianalysen zum Thema Verkehr erstellt. Lesen Sie hier, welche Parteien was versprechen und welche Verkehrsprojekte sie ablehnen.
Christian Hinkelmann
Metrobus und U-Bahn an der Hoheluftbrücke in Hamburg
Ein Metrobus der Linie M5 und eine U-Bahn am Abend am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg

Am kommenden Sonntag wählt Hamburg eine neue Bürgerschaft. Das Thema Verkehr spielt bei den 1,3 Millionen Menschen, die zur Wahl aufgerufen sind, eine wichtige Rolle. Laut Umfragen ist es sogar DAS Thema, das die Wahl entscheiden könnte.

Wir von NahverkehrHAMBURG haben Ihnen, liebe Leserinenn und Leser, ein dickes Wissenspaket zur Wahl geschnürt – mit Analysen der einzelnen Parteiprogramme, mit einer Interviewserie, in der wir die Verkehrsexperten der Parteien zu ihre Haltung bei ganz konkreten Verkehrsprojekten in der Stadt befragt haben und mit einer Analyse des Wahl-o-Mat, in der die Parteien zu fünf weiteren Mobilitätsthemen Stellung bezogen haben. Dazu kommt ein Bericht über eine Podiumsdiskussion mit den größten Bürgerschaftsparteien zum Thema Verkehr, zu der der Verkehrsclub Deutschland vor wenigen Wochen eingeladen hatte und auf der wir die meistgestellten Fragen unserer Leserinnen und Leser direkt an die Politiker vor Ort weitergegeben haben.

Journalistisch unabhängige Analysen zur Wahl

Nirgendwo sonst bekommen Sie so ein umfassendes und journalistisch unabhängiges Informationspaket zum Thema Verkehr wie hier bei uns. In den einzelnen Analysen stecken viele Stunden Arbeit. Bitte haben Sie Verständnis, dass ein Teil der Artikel kostenpflichtig ist, um unsere Arbeit zumindest anteilig zu finanzieren. Mit einem kostenlosen Probe-Abo, das Sie aber jederzeit wieder kündigen können, sind alle Berichte abrufbar (hier klicken).

Unsere Berichte und Analysen zur Bürgerschaftswahl in Hamburg

Wahlcheck HVV: In diesem Interview lesen Sie, wie die Bürgerschaftsparteien zu einzelnen Projekten im Öffentlichen Nahverkehr stehen – beispielsweise zu günstigeren HVV-Preisen, den Bau einer Stadtbahn, der U5 und einer S-Bahn nach Kaltenkirchen. Außerdem haben wir die Parteien gefragt, wer die meisten Sonderspuren für Linienbusse bauen will.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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9 Antworten auf „Mobilität: Unsere Analysen zur Bürgerschaftswahl in Hamburg“

Warum werden denn keine kleinen Parteien vorgestellt? Ich finde, dass nur diese frischen Wind in diese seit Jahren gescheiterte Verkehrspolitik bringen können. Dass die vorgestellten Parteien allesamt nichts bewirken werden, sehen wir doch in diversen Städten und das seit Jahren.

Mir scheint jetzt nach der Wahl, Straßenbahnpläne werden auch in den nächsten 5 Jahren keine Rolle spielen, aber ich freue mich umso mehr auf die U4-Ost, U5 und S4-Ost. Planung S21 und S32? Mal sehen.

Also, na dann auf weitere 5 Jahre:
– noch mehr Autofahrerpolitik (“Freie Fahrt für freie Hambürger!”)
– noch mehr Bettelampeln (außer wenn diese die Busse ausbremsen, wie Nordmarkstraße)
– noch mehr Schnellbahnversprechen (die niemals eingelöst oder unendlich weit herausgezögert werden)
– noch mehr Bustransporter für sozial Schwache (die sich gefälligst an der 20., im Bezirk Wandsbek an der 30., Stelle im Verkehr einzureihen haben)
– kann man beliebig fortsetzen, habe keine Lust mehr dazu 🙁

Ich hoffe die Grünen – die ich gewählt habe – verweigern sich einer Koalition mit der SPD und betreiben eine radikale Öko-Opposition, um in 5 Jahren dann die Regierung anzuführen. 😉 Die SPD kann ja gerne jetzt eine bürgerliche Regierung bilden. Vielleicht stellt sich Herr Ehlebracht als Experte für den Verkehrssenatorposten zur Verfügung…

Na Loki, richtig dolle gefeiert?

Wenn die Grünen ernst machen, müssen sie jetzt für ihre Straßenbahn kämpfen. Das bedeutet dann Abbruch der Planung der U5, neue Straßenbahnplanung inklusive Machbarkeit und Wirtschaftlichkeitsberechnung, Planfeststellung usw. Damit lassen sich die nächsten Jahre locker mit Formalitäten ohne jede Bautätigkeit – und mit minimalem finanziellem Aufwand – überstehen. Und bei der nächsten Wahl wird diese Planung dann wieder abgebrochen und es heißt: Zurück zur U5….

Wenn die Grünen ernst machen, kommt die U5, denn das ist, was sie schon vor der Wahl gesagt haben. Was Straßenbahnpläne angeht, so ist das aus Sicht der Grünen lediglich im “Instrumentenkasten” als Ergänzung zu U- und S-Bahn zu sehen, in unbestimmter Zukunft. Einfach noch mal die Aussagen der Grünen nachlesen, steht auch auf dieser Webseite dokumentiert.

Also was Schnellbahnversprechen angeht, die angeblich niemals eingelöst werden, so steht doch die U4 auf die Horner Geest unmittelbar vor dem Baubeginn. Und für die U5 haben sich SPD und Grüne schon zu weit rausgelehnt, als daß sie das einfach abbrechen könnten. Solch einen politischen Wortbruch kann eigentlich keine Partei überleben, siehe die Hamburger CDU mit ihrer Ignoranz gegenüber Krankenhaus-Volksentscheiden oder mit ihrem Stopp der Straßenbahnplanung 2010. Und die S4 kommt Hamburg dank des großen Anteils des Bunds extrem billig und wird höchstens durch Planfeststellungsklagen ein wenig hinausgezögert, wenn überhaupt.

Über deinen zweiten Absatz: Ich fürchte, du verkennst die Machtgeilheit der Grünen. Sie sind geradezu versessen darauf, eine Koalition mit der SPD zu bilden. Wenn umgekehrt die CDU statt der SPD 39% bekommen hätte, würden die Grünen ohne zu zögern mit der CDU koalieren, wie schon damals unter Ole von Beust, Nun denn, lasst uns mal sehen, was aus Deinen massiven Illusionen in die Grünen angesichts von deren Realpolitik in den nächsten 5 Jahren wird. Ich glaube, es gibt in 5 Jahren nach SPD+Grüne-Senat eher mehr Autos als heute, kaum weniger. Würde aber auch für jede andere Regierung in Hamburg gelten, selbst für eine grüne Alleinregierung (die sich dann in der Realpolitik bestens entlarven kann). Ich weiß, etwas deprimierend, aber so ist das Leben.

Und du glaubst doch ernsthaft nicht, die SPD würde mit der AFD regieren, und das ausgerechnet nach Thüringen und Hanau.

“Und du glaubst doch ernsthaft nicht, die SPD würde mit der AFD regieren, und das ausgerechnet nach Thüringen und Hanau.”
Natürlich nicht! War nur etwas sehr zugespitzt ausgedrückt, da die verkehrspolitischen Positionen von Herrn E. und die der SPD, gerade in Gestalt der zuständigen Behörde (an die im heutigen Abendblatt “die Wirtschaft” mit ihren “Wünschen” herangetreten ist), gar nicht soweit auseinander liegen.

Ansonsten wird’s wohl so kommen, wie du geschrieben hast. Das mit den Grünen meine ich. Leider.

Und mit der seit Jahrzehnten überfälligen S4: Deine Worte in Gottes Gehörgang! (War heute früh wieder ein besch… Start in den Tag mit der RB81 – diesmal Schrankenstörung.)

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