Moia fährt ab Sonntag auch in Rissen, Lurup, Jenfeld und Volksdorf

Der Fahrdienst Moia weitet ab März sein Gebiet in Hamburg aus. Stadtteile südlich der Elbe bleiben weiterhin abgehängt. VW-Mutterkonzern ist mit Geschäft offenbar nicht zufrieden.
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Ein Moia-Fahrzeug des Ridesharing-Anbieters Moia in Hamburg

Knapp ein Jahr nach seinem Start baut der Fahrdienst Moia sein Angebot in Hamburg weiter aus und vergrößert sein Geschäftsgebiet. Ab Sonntag (1. März) fahren die gold-schwarzen Busse des Volkswagen-Tochterunternehmens auch in Rissen, Sülldorf, Lurup, Eidelstedt, Schnelsen, Hummelsbüttel, Langenhorn, Bergstedt, Volksdorf, Rahlstedt und Jenfeld.

„Mit dieser Erweiterung deckt der vollelektrische Ridepooling-Dienst zwei Drittel des Hamburger Siedlungsgebiets ab und bietet das flächengrößte Sharing-Angebot der Hansestadt“, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Gebietsvergrößerung war bereits vor einem knappen Jahr angekündigt worden (siehe hier). Die neuen Stadtteile sollen allerdings nicht alle sofort vollständig angefahren werden, sondern testweise Schritt für Schritt, um Erfahrungen zum optimalen Verhältnis zwischen Flottengröße und Verteilung im Geschäftsgebiet zu sammeln.

Stadtteile südlich der Elbe bleiben abgehängt

Abgehängt bleiben weiterhin alle Stadtteile südlich der Elbe – inklusive, Harburg, Veddel, Wilhelmsburg und Neugraben. “Um ganz Hamburg abzudecken benötigen wir 1.000 Fahrzeuge”, begründete Moia-Pressesprecher Christoph Ziegenmeyer im März 2019 diesen Schritt (siehe hier). Derzeit ist der Fahrdienst nach eigenen Angaben mit 330 Fahrzeugen in Hamburg unterwegs. In den nächsten Monaten soll die Flotte auf 500 Fahrzeuge anwachsen.

Außerdem will Moia neben privaten Kunden künftig auch verstärkt Geschäftskunden ansprechen. Dazu hat das Unternehmen ein Voucher-Portal gestartet, über das Unternehmen Gutscheine für ihre Mitarbeiter oder Kunden ausstellen können. Erste Kunden sind laut Moia bereits das Weleda Spa und das HolidayInn in der City Nord.

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7 Antworten auf „Moia fährt ab Sonntag auch in Rissen, Lurup, Jenfeld und Volksdorf“

Wann endlich wird Moja gestoppt und nach Wolfburg zurück geschickt.
Ich sehe nur leere Wagen durch Hamburg fahren.
Und sie belasten zusätzlich.
Das Ganze ist nach meiner Meinung ein riesiger Bluff und wird nicht funktionieren.
Ausser das Taxigewerbe in die Knie zu ziwngen.
Die Arbeitsbedingungen der FahrerInnen unter aller Würde.
Es wird Strom ohne Ende verballert.
Wozu einen 9 Sitzer, wenn sich dann ab und zu eine Person verirrt.
Rot Grün haben sich mit Moja total verrannt.
Und eine gründliche Kontrolle der Moja Zahlen wären angebracht.
Die Linke in der neuen Bürgerschaft sollte dazu aktiv werden.

Wieviel geld steckt denn seitens der FHH in diesem Projekt

volle Zustimmung.
Aber so stellt sich rotgrün die Verkehrswende nun mal vor möglichst technisch und als Förderprogramm für die Autoindustrie. Deshalb ja auch die Bewerbung für die Austragung der IAA.
Was will man machen: 40% und 25%. (wobei grün ohne den Bundestrend wohl zehn Prozent weniger hätte.

Ach ja, mit “nur leeren Wagen” “das Taxigewerbe in die Knie zwingen”. Wer findet den Widerspruch in diesem Kommentar?

Schon “witzig”, wie sich das Geschäftsgebiet nun bis zum Stadtrand ausweitet. In Bergstedt und Rissen kann man nun von jeder Milchkanne aus abgeholt werden. Billstedt, die Veddel und das Reiherstiegviertel bleiben aber außen vor. Der Bezirk Harburg natürlich komplett sowieso. Die haben ja die zuverlässige, entspannte S3. Da hat die Taximafia wieder ganze Arbeit geleistet.

Das macht also pro Fahrzeug und Stunde im Schnitt etwa 1 Fahrgast – bzw. mit 19 Fahrgästen pro Tag und Wagen exakt genau so viele Passagiere, wie 2015 pro Hamburger Taxi pro Tag transportiert wurden. Trotz Ride-Pooling ist man nicht effizienter als ein Taxi, will aber preiswerter sein. Kann das wirtschaftlich klappen, abgesehen vom ökologischen Unsinn?

Verstehe auch nicht weshalb die Ausweitung auf das “gesamte Stadtgebiet” jetzt so gefeiert wird. Südlich der Elbe nichts, östlich vom Horner Kreisel nichts. Vielleicht ist das der Teil den der Senat als Hamburg sieht – das würde dann auch erklären warum sich niemand ernsthaft für die schlechten S-Bahn-Verbindungen nach Bergedorf und Harburg interessiert.

MOIA verdient meine volle (ideelle) Unterstützung. Insgesamt guter Service zu noch akzeptablen Preisen, und eine angenehme und saubere Alternative zu U-Bahn, Bus und Taxi. Es hapert nur bisher noch daran, dass manchmal keine Fahrt angeboten werden kann, weil kein Fahrzeug in der Nähe ist. Zum Thema “Abgehängt”: warum so negativ? Bei der Hamburger Topografie ist es doch kein Wunder, wenn die Stadtteile, die nur punktuell mit Straßen erreichbar sind (Elbbrücken), außen vor bleiben müssen, solange die Stadt die Zahl der MOIA-Fahrzeuge begrenzt. Und “abgehängt” sein kann eigentlich nur etwas, das zuvor “angehängt” war, was hier nicht der Fall ist.

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