Moia zieht 100-Tage-Bilanz in Hamburg: 340.000 Buchungen bisher

100 Tage nach seinem Start in Hamburg hat der Ridesharing-Dienst Moia Bilanz gezogen: Bislang wurden 340.000 Buchungen abgewickelt - rein rechnerisch also rund 3.400 täglich.
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Ein Moia-Fahrzeug des Ridesharing-Anbieters Moia in Hamburg

Seit genau 100 Tagen flitzen die gold-schwarzen Kleinbusse des Ridesharing-Dienstes Moia durch Hamburg – gestern hat das Tochterunternehmen von Volkswagen eine erste große Bilanz gezogen:

340.000 Fahrten seien seit dem Start Mitte April gebucht worden, sagte Moia-Geschäftsführer Ole Harms in Hamburg. Rund 250.000 Menschen hätten die Moia-App, über die die Fahrten gebucht werden müssen, bereits heruntergeladen.

Rein rechnerisch sind bei Moia also in den vergangenen 100 Tagen im Schnitt täglich 3.400 Fahrten gebucht worden.

Wie hoch die genaue Auslastung der inzwischen “etwas über 100” Fahrzeuge ist, wollte Moia-Pressesprecher Christoph Ziegenmeyer auf NahverkehrHAMBURG-Nachfrage nicht beantworten.

Wie viele Fahrgäste transportieren die einzelnen Busse pro Stunde?

Nun könnte man die 340.000 erfolgten Buchungen einfach durch 100 Tage und das Ergebnis noch einmal durch 100 Fahrzeuge teilen – und käme dann rein rechnerisch auf durchschnittlich 34 Buchungen pro Fahrzeug und Tag. Doch: “Diese Rechnung wäre falsch”, stellt Ziegenmeyer auf unsere Nachfrage klar und nennt einen wichtigen Grund: “Wir haben nicht zu jeder Tageszeit die gesamte Flotte auf der Straße. Außerhalb der Hochphasen ist eine geringere Anzahl von Fahrzeugen unterwegs.”

Bei 60 Prozent aller Fahrten gibt es mehr als einen Fahrgast

Und noch eine interessante Zahl nannte Moia gestern: Bei r…

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8 Antworten auf „Moia zieht 100-Tage-Bilanz in Hamburg: 340.000 Buchungen bisher“

Die von Moia in die Persse lancierten Zahlen dienen dazu, den Shuttleservice, den offensichtlich keiner braucht, schön zu rechnen. Die meisten Moia Fahrzeuge, die man sieht, fahren leer herum und in ganz wenigen Fahrzeugen entdeckt man mal einen Passagier. Sollte die Flotte, wie geplant auf 1.000 Fahrzeuge aufgestockt werden, dann wird die Verkehrsbelastung in der Innenstadt noch höher. Wann macht der Senat diesem Unsinn ein Ende. Mit Moia, Clever Shuttle & Co. werden die Absatzstrategien von Großkonzernen gehypt, das mittelstädnische Taxigewerbe wird darunter leiden. Sieht so rot/grüne Mittelstandspolitik aus?

bis neulich ging es auch ohne MOIA, und Uber, usw., bzw. wie bist du von A nach B gekommen?
Ich kann durch systematisches “in den Bus Gucken” bestätigen: gefühlt immer leer, selten ein Fahrgast. Aber das ist VW auch gar nicht so wichtig, die sind aktuell eher am Optimieren des Algorithmus interessiert als an einem Fahrgast mehr oder weniger. Insofern bezweifele ich die MOIA-eigenen (!) Analysen sehr.
Letzte Anmerkung: die “geforderten” 1.000 Shared-Drive-Dienste haben wir doch schon auf der Strasse, wenn mann MOIA, Ioki, CleverS, Uber und MyTaxi zusammen zählt. Oder soll jeder von denen mehr als 1.000 Kisten auf die Strasse stellen? Oh mein Gott…

“bis neulich ging es auch ohne” – Also um 1900, als Taxis eingeführt wurden, haben die Leute bestimmt auch gesagt “bis neulich ging es auch ohne”. Hauptsache alles bleibt beim alten…

Zweitens kann ich durch “systematisches ins Taxi gucken” auch feststellen, dass die oft leer sind…. aber gut, was soll das Ganze? Das geht alles völlig am Thema vorbei.

Fakt ist, dass Ridesharing Dienste gegenüber herkömmlichen Taxis einfach eine ökölogischere und für den Endverbraucher auch preiswertere Alternative sind. Eine Fahrt mit MOIA kostet oft nur 1/3 einer Taxi Fahrt.

Ob sich nun MOIA, Clever Shuttle, oder myTaxi durchsetzt ist zumindest mir erstmal völlig egal – dass sich die Taxi Unternehmen und scheinbar nun auch die Bürger (wie man hier liest) allerdings so sehr gegen diesen offensichtlichen Fortschritt wehren, finde ich einfach nur frustrierend.

“Fakt ist, dass Ridesharing Dienste gegenüber herkömmlichen Taxis einfach eine ökölogischere […] Alternative sind.”
Echt? Trotz der ganzen Leerfahrten? Hast Du dazu eine Quelle?

Beim Vergleich der durchschnittlichen Fahrgastzahlen sollten eigentlich auch die Leerfahrten mit eingerechnet warden (zumindest wenn diese mit dem durchschnittlichen Besetzungsgrades eines PKWs verglichen werden).

Und was die Sozialvertraeglichkeit angeht sind gerade die flexible Kosten ein Problem, es gibt genug Leute die sich budgieren muessen, also weit vorher wissen muessen wie viel Fahrten kosten.

Wenn es Autofahrten verhindert: SEHR GUT.
Wenn es zu Lasten des ÖPNV geht: SEHR SCHLECHT.
Deshalb verstehe ich nicht, warum MOIA nicht in ÖPNV-schwachen Gebieten getestet wird oder der easy Umstieg an U-Bahn-Haltestellen nicht Teil der Fahrplanung ist. Das kann man politisch alles gestalten.

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