Droht auch der Stadtbahn in Kiel das Aus?

Nach der Einstellung der Stadtbahnplanung in Hamburg steht das nächste norddeutsche Straßenbahnprojekt auf der Kippe. Die seit Jahren geplante Stadtregionalbahn in Kiel (SRB) stößt in den umliegenden Landkreisen auf immer mehr Ablehnung. Nun ist der erste Kreis vorerst komplett ausgestiegen.
Von Christian Hinkelmann
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Eine Stadtbahn aus Bremen im Juni 2010 als Ausstellungsstück auf dem Jungfernstieg in Hamburg
Foto: Bahn-Bus-Bilder.de

Die Kieler Stadtregionalbahn, die von der Landeshauptstadt bis in die Kreise Plön, Rendsburg-Eckernförde und Neumünster fahren soll, gerät immer mehr in Bedrängnis.

Nachdem es im Kreis Plön und der Stadt Neumünster bereits seit Langem deutliche Vorbehalte gegen das Projekt gibt, ist jetzt der erste betroffene Landkreis vorerst aus dem Projekt ausgestiegen.

Nach einem Bericht der Kieler Nachrichten will sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde nicht mehr an der Planung der Stadtregionalbahn beteiligen. Das hat der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreises mit einer Mehrheit von CDU und FDP entschieden.

Begründung der Freidemokraten: Ab 2020 sei mit einem jährlichen Defizit bei der Stadtregionalbahn zu rechnen. Außerdem sei der geplante Fahrplantakt so dicht, dass Verspätungen zu erwarten seien. Darüber hinaus rechne die FDP außerhalb der Hauptverkehrszeiten mit leeren Zügen.

Nach Informationen der Stadt Kiel gehen Prognoserechnungen ab dem Jahr 2020 tatsächlich von sinkenden Fahrgastzahlen im ÖPNV aus – allerdings nur, wenn der öffentliche Nahverkehr in der Region Kiel bis dahin nicht ausgebaut wird.
Geplant ist, dass die SRB künftig im 30-Minuten-Takt zwischen der Landeshauptstadt und Eckernförde verkehrt.

Deutliche Kritik an der Entscheidung von CDU und FDP kommt von der SPD. „Zum jetzigen Zeitpunkt die SRB aus Kostengründen abzulehnen, ohne…

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Eine Antwort auf „Droht auch der Stadtbahn in Kiel das Aus?“

Man kann ein Projekt auch totreden oder totplanen. Genauso geschah es in Hamburg unter grünschwarz. Statt zu bauen (z.B den Betriebshof) bzw. die Planfeststellung einzuleiten wurde geplappert.
Und jetzt geschieht es so in Kiel und Umgebung.
In Saarbrücken wurde zügig geplant und gebaut und die Stadtbahn fährt heute auch in die anfänglich zweifelnden Gemeinden. Und wie war es in Lilienthal bei Bremen? Bereits die innerstädtische Straßenbahn in Kiel würde Sinn machen. Warum fängt man also nicht endlich an das Kernnetz zu bauen, das ja einen eigenen Verkehrswert hat. Wenn die Stadtbahn erst einmal fährt, oder die Umlandgemeinden den Bau sehen und erkennen, dass das ganze Thema ernst gemeint ist, werden sie umschwenken. Jedenfalls war das bisher immer so. Aber es muß endlich etwas greifbares geschehen, sonst ist die Stadtbahn Kiel wirklich tot.

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