NAH.SH: Schleswig-Holstein hat jetzt eigenen Verkehrsverbund

Schleswig-Holstein hat jetzt einen eigenen Verkehrsverbund. Land, Kreise und kreisfreie Städte haben gestern in Kiel einen Gründungsvertrag unterschrieben. Start ist am 27. November. Für Fahrgäste ändert sich erst einmal nichts. Langfristig sollen sie von besser aufeinander abgestimmten Bahnen und Bussen profitieren.
Christian Hinkelmann
NAH.SH-Verbundlogo auf einem Regionalzug im Kieler Hauptbahnhof in Schleswig-Holstein
NAH.SH-Verbundlogo auf einem Regionalzug im Kieler Hauptbahnhof in Schleswig-Holstein

In sechs Wochen wird im schleswig-holsteinischen Nahverkehr alles anders. Am 27. November startet nämlich offiziell der neue Verkehrsverbund NAH.SH. Gestern unterschrieben  Land, Kreise und kreisfreie Städte in Kiel den Gründungsvertrag.

Für die Fahrgäste hat der neue Verbund allerding erst einmal keine direkten Folgen. Der bisherige landesweite Schleswig-Holstein-Tarif bleibt bestehen.

Der neue Verbund sei ein Versprechen, dass alle Beteiligten in Zukunft besser zusammenarbeiten wollen, um den Nahverkehr insgesamt besser zu machen, betonte Verkehrsstaatsrat Dr. Frank Nägele. „Ich bin froh, dass die Kreise und Städte und wir nach langen Diskussionen nun endlich den Verbund haben werden.“

Wichtigste Aufgabe des neuen Verkehrsverbundes ist die bessere Vernetzung und Abstimmung von Bahnen und Bussen im Land. Dazu sollen gemeinsame Standards entwickelt werden. Die grundsätzliche Zuständigkeit der Kreise und kreisfreien Städte für den Busverkehr und des Landes für den Bahnverkehr bleiben erhalten.

„Durch die Bündelung der Kompetenzen können wir uns noch schneller und zielgerichteter auf die Herausforderungen einstellen, die auf den ÖPNV nicht zuletzt in Zeiten des demografischen Wandels zukommen“, so Landrat Dr. …

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Diese Brücke hinter dem S-Bahn-Zug darf nicht mehr befahren werden - Ausfädelung der Bahnstrecke nach Diebsteich am S-Bahnhof Holstenstraße. (Foto: Christian Hinkelmann)

Holstenstraße: S-Bahn bleibt noch lange gestört

Marode Brücke an der Holstenstraße muss laut Bahn abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dass die DB dazu keinerlei Zeitplan nennt, lässt wenig Gutes erwarten.

Ein Radweg in der finnischen Stadt Oulu. Der Winterdienst gilt dort gilt weltweit als Vorbild.

Schlechter Winterdienst auf Hamburger Radwegen? So geht es besser

Viele Hamburger Radwege sind im aktuellen Wintereinbruch schlecht geräumt. Dass das mit vertretbarem Aufwand auch deutlich besser laufen könnte, zeigt eine Großstadt in Finnland. Sie setzt auf strenge Vorgaben, hohe Strafen, ein innovatives Feedback-Modell und Schwarmintelligenz. So sieht ihr Erfolgsrezept im Detail aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner