Nahverkehr in Hamburg ist deutschlandweit am pünktlichsten

Der Regionalverkehr der Deutschen Bahn ist in Hamburg bundesweit am pünktlichsten, während Schleswig-Holstein auf dem vorletzten Platz landet. Dafür gibt es einen bestimmten Grund.
Von Christian Hinkelmann
Ein Zug der neuen S-Bahn-Baureihe 490 bei Nacht in Hamburg
Ein Zug der neuen S-Bahn-Baureihe 490 bei Nacht in Hamburg

Auch wenn es für den einen oder anderen gestressten Fahrgast überraschend klingt: Deutschlandweit gesehen ist die Deutsche Bahn in Hamburg am pünktlichsten.

Demnach waren im vergangenen Jahr in der Hansestadt 97,7 Prozent der DB-Nahverkehrszüge pünktlich, bzw. weniger als sechs Minuten zu spät.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen hervor, wie die Deutsche Presseagentur zuerst berichtete.

Schleswig-Holstein landet bei Pünktlichkeit auf dem vorletzten Platz

Auf Platz zwei der pünktlichsten DB-Züge kam im vergangenen Jahr Berlin mit einer Pünktlichkeitsquote von 97,3 Prozent.

Bestes Flächenland war der Bundesregierung zufolge Mecklenburg-Vorpommern, wo 96,6 Prozent aller Nahverkehszüge der DB pünktlich, bzw. weniger als sechs Minuten zu spät waren.

Von diesen Werten können Bahn-Pendler in Schlewsig-Holstein nur träumen – dort kamen nämlich nur 89,8 Prozent der DB-Regionalzüge pünktlich an. Damit liegt das nördlichste Bundesland deutschlandweit auf dem vorletzten Platz.

Ohne die S-Bahn würde Hamburg deutlich weiter hinten liegen

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6 Antworten auf „Nahverkehr in Hamburg ist deutschlandweit am pünktlichsten“

Gut, dass Hamburg keine Rumpelbahn hat. Damit wäre die Pünktlichkeit im Nahverkehr so schlecht wie bei dem Putzservice, den meine Frau engagiert hat. Quote: 4,7 %.

Schade, dass Hamburg keine Rumpelbahn hat. Dann gäbe es bei verspäteten Zügen jedenfalls alternative Umfahrungsmöglichkeiten. So immer gleich Verkehrszusammenbruch…

Da haben die Bilanzfälscher ja mal ganze Arbeit geleistet 🙂 Nur weil die S Bahnen öfter fähren heißt es nicht, dass die meisten davon nicht dennoch vor dem Bahnhof, wegen besetzter Gleise, stehen, oder wegen regelmäßigen Signal- und Weichenstörungen zu spät kommen. Das eine S Bahn erst ab 5 Minuten (glaube ich) als zu spät gilt, spielt der Bahn zusätzlich in die Karten.

Soweit ich weiß, ist eine S-Bahn-Fahrt ab 2:59 Minuten zu spät – für einen Anschlussverlust reicht das aber auch schon…

Aber mich würde interessieren, ob ausgefallene Fahrten in der Statistik überhaupt auftauchen. Vermutlich nicht, und ausgefallene Fahrten treiben die Pünktlichkeitswerte dann wieder schön nach oben.

Mit den 3,70 Euro, die ich ab 20 Minuten Verspätung von der nah.sh-Garantie zurückbekomme, muss ich bald nicht mal mehr arbeiten gehen, so oft wie ich die mittlerweile auf den Linien RE 7 und RE 70 in Anspruch nehmen kann.

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