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Neue Bahnstrecke im Hamburger Süden: Was sie für Pendler bedeutet

Die von der DB geplante Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover könnte den störanfälligen Regionalverkehr nach Uelzen endlich zuverlässiger machen. Auch ein Viertelstundentakt nach Lüneburg wäre möglich. Doch bis dahin werden wohl noch Jahrzehnte vergehen.

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Metronom-Züge in der HafenCity in Hamburg
Metronom-Züge in der HafenCity in Hamburg

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Die Deutsche Bahn treibt den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hamburg und Hannover weiterhin entschlossen voran.

Trotz massiver Widerstände aus Niedersachsen hat die DB am vergangenen Freitag das Ergebnis einer Vorplanung vorgelegt und den Ball damit an den Bund gespielt, der jetzt entscheiden muss, ob er das Projekt weiterverfolgen will oder nicht. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte den Bau bislang abgelehnt. Die neue Strecke soll durch seinen Heimatwahlkreis im niedersächsischen Heidekreis führen.

Aus Sicht der Deutschen Bahn ist die neue Strecke alternativlos. Nur damit ließe sich der prognostizierte Mehrverkehr erfüllen. Aktuell gehört die bestehende Strecke mit einer Auslastung von 147 Prozent laut DB zu den überfülltesten und unpünktlichsten Bahnverbindungen in ganz Deutschland. Auf dem höchstbelasteten Abschnitt zwischen Lüneburg und Uelzen können täglich bis zu 185 Züge stabil fahren. Nach der geplanten Generalsanierung im Jahr 2029 ließe sich die Zahl auf 200 Zugfahrten erhöhen.

Die Prognosen des Bundes gehen von deutlich mehr aus. Der geplante Deutschlandtakt wird mehr Fernverkehr bringen, der Güterverkehr soll bis 2040 um 35 Prozent zunehmen. Und das Land Niedersachsen will den Nahverkehr bis in die 2040er-Jahre sogar verdoppeln. Das alles ließe sich nur mit der zusätzlichen Neubaustrecke machen, denn mit beiden Strecken käme man zusammengerechnet auf eine Kapazität von 396 Zugfahrten täglich.

Außerdem sei eine Neubaustrecke insgesamt deutlich wirtschaftlicher, argumentiert die Bahn. Die zusätzliche Verbindung, die von Hamburg entlang der A7 über die Soltauer Heide bis nach Celle führen soll, kommt nach DB-Berechnungen auf einen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,02 und wäre damit ganz knapp wirtschaftlich. Das bedeutet: Jeder investierte Euro würde einen volkswirtschaftlichen Gewinn von 1,02 Euro bringen. Ein Ausbau der Bestandsstrecke würde der Bahn zufolge nur auf einen Nutzen-Kosten-Faktor von voraussichtlich unter 0,28 kommen. Selbst ein partieller Ausbau der alten Strecke mit einer neuen Ortsumfahrung von Lüneburg und Uelzen käme nur auf einen Faktor von 0,28.

Wie würde Hamburgs Nahverkehr davon profitieren, was sagt die Hamburger Verkehrsbehörde dazu und wie lange würde es im Idealfall dauern, bis die ersten Züge über die neue Strecke fahren könnten? NAHVERKEHR HAMBURG beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wo die neue Strecke verlaufen soll

Insgesamt hat die Deutsche Bahn im Rahmen ihrer Vorplanung nach eigenen Angaben 29 Varianten untersucht – darunter ein Ausbau der bestehenden Strecke über Lüneburg,…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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