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Neue Doppelstockzüge für Schleswig-Holstein kommen erst 2016

Der geplante Einsatz von neuartigen Elektro-Doppelstockzügen zwischen Hamburg, Kiel und Flensburg ab dem kommenden Dezember fällt aus. Der Hersteller Bombardier kann die Züge erst 2016 liefern. Jetzt muss die Deutsche Bahn einen Übergangsfahrplan stricken.
Christian Hinkelmann
Ein Doppelstock-Elektrozug der Deutschen mit Bewegungsunschärfe in Hamburg
Ein Doppelstock-Elektrozug der Deutschen mit Bewegungsunschärfe in Hamburg

Eigentlich sollten ab Dezember kommenden Jahres zwischen Hamburg, Kiel und Flensburg 16 völlig neuartige Elektro-Doppelstock-Triebwagen fahren – doch daraus wird nichts. Der Hersteller Bombardier kann nicht rechtzeitig liefern.

„Wir bedauern, dass wir die neuen Doppelstockwagen erst im Jahr 2016 liefern können. Damit werden wir unsere Zusagen zum Dezember 2014 voraussichtlich nicht halten“ so Bombardier-Transportation-Chef Michael Clausecker in einer Mitteilung der Deutschen Bahn. Torsten Reh, Sprecher der DB-Tochter Regionalbahn Schleswig-Holstein beklagt: „Für ein gutes und von Anfang an attraktives Nahverkehrsangebot in Schleswig-Holstein, brauchen wir dringend mehr Verlässlichkeit bei der Herstellerindustrie.

Trotz der Lieferverzögerungen will die Deutsche Bahn aber wie geplant ihren Fahrplan auf den Strecken Hamburg-Kiel und Hamburg-Flensburg ab Dezember 2014 ausweiten – allerdings mit einigen Einschränkungen. Laut DB ist – in Abstimmung mit dem Land Schleswig-Holstein folgender Übergangsfahrplan geplant:

Zwischen Hamburg und Kiel wird weiterhin im Stundentakt ein Regionalexpress mit den bisherigen Doppelstockwagen – plus einem zusätzlichen W…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Neue Doppelstockzüge für Schleswig-Holstein kommen erst 2016“

@busfahrer
die Bemerkungen sind ja richtig, nur aufgrund der bestehende langen Lieferkette (Subunternehmertum) vom Hersteller bis zum Endkunden werden keine wirtschaftlichen Konsequenzen der verantwortlichen Stellen gezogen. Mich stören nur die schönen Bilder und Ankündigungen von modernen Zügen, wenn man vorher schon weiß, das es langfristige Verzögerungen geben wird. Nun hat ja die LVS (Nah.de) in SH Lieferverzögerungsstrafen an die Deutsche Bahn angekündigt. Vielleicht ein erster Schritt um diesen „Teufelskreis“ zu brechen. Durch einen grau/grünen Farbwechsel schaft man leider eine Kundenzufriedenheit nicht wirklich. :-((

@seewolf
das ist ein Problem der gesamten Branche. Auch die U-Bahnzüge werden später ausgeliefert, als geplant, was nicht unbedingt an Bombardier liegt, sondern bestimmt auch an Gegebenheiten, die vorher nicht bekannt sind. Jede Stadt hat andere Bedarfe, jede Linie hat andere Problembereiche (Steigungen, Gefälle Kurven, Haltestellen etc..hier ist man halt hinterher oftmals schlauer bzw man muss ständig Veränderungen und Nachbesserungen berücksichtigen, die gesamte Fertigstellung und Auslieferung verzögert. Im Flugzeugbau ist das auch zu beobachten. Oftmals machen die Kunden dann aber Druck und man liefert eventuell mit Mängeln aus. Tiefgründige Ursachen werden natürlich verschwiegen, weil man schließlich keine Betriebsgeheimnisse ausplaudern will. An die Öffentlichkeit gelangen deshalb auch immer nur dünne Infos, wie etwa „Probleme mit der Software“, Lieferenpässe anderer Hersteller, neue Auflagen der Behörden usw

Wäre mal eine tolle Nachricht wenn die neuen Züge im abgebildeten rot und nicht in dem hässlichen grün-grau erscheinen würden, da hat die LVS wirklich Mut zur grenzenlosen Hässlichkeit bewiesen!

Die Bahn will attraktiv und innovativ sein. Leider gelingt ihr dieses Vorhaben nicht ansatzweise. Seit Jahren werden neue Züge im Regional- und S-Bahnverkehr auf weitere Jahre verschoben, Mal sind es Probleme zwischen Hersteller und Zulassungsbehörde, dann ist es die noch nicht ausgereifte Technik. Werden hier eigentlich auch angemessene Lieferverzugsstrafen fällig, oder sind die Verträge zwischen Bombardier und der DB butterweich verhandelt worden. Tiefgründige Ursachen werden permanent verschwiegen. Warum wechselt man eigentlich nicht den Lieferanten?
Fragen über Fragen!

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