Neue Hamburger S-Bahnen fahren bis zu 140 Km/h schnell

Die Hamburger S-Bahn steigt ins "Hochgeschwindigkeitszeitalter" ein. Die bereits bestellten 60 Züge der neuen Baureihe werden bis zu 140 Km/h schnell fahren. NahverkehrHAMBURG erklärt, was die neuen Triebwagen noch können.
Christian Hinkelmann
Präsentation des ersten S-Bahnzugs der Baureihe 490 in Hamburg
Präsentation des ersten S-Bahnzugs der Baureihe 490 in Hamburg

Hamburg bekommt neue S-Bahn-Züge. Der Eisenbahnhersteller Bombardier Transportation hat den Auftrag bekommen, die völlig neue Baureihe 490 zu entwickeln. Kostenpunkt: 327 Millionen Euro (NahverkehrHAMBURG berichtete).

60 Triebwagen sind schon fest bestellt – bis zu 86 weitere Züge können bis Ende September 2018 nachbestellt werden.

Schon Ende 2016 sollen die ersten Acht Vorserienzüge nach Hamburg kommen und 40 Wochen lang ausgiebig getestet werden. Dabei handelt es sich um vier Einsystemzüge und vier Zweisytemtriebwagen, die ihren Strom sowohl aus der S-Bahn-Stromschiene als auch aus Oberleitungen beziehen können.

Nach dem Probebetrieb werden die Züge endgültig an die S-Bahn Hamburg GmbH übergeben und es wird mit der Lieferung der restlichen 52 Fahrzeuge begonnen. Bis Dezember 2018 sollen alle Bahnen ausgeliefert sein.

Entwickelt und gebaut werden die neuen Triebwagen im Bombardier-Werk in Henningsdorf bei Berlin. Die Drehgestelle werden in Siegen gefertigt.

Das zeichnet die neuen Hamburger S-Bahnen

  • Dreiteilige Elektrotriebzüge
  • Jeder Wagen hat auf jeder Seite drei Doppelschwenktüren
  • Übergänge zwischen den Wagen. Die Züge sind also durchgehend begehbar
  • Höchstgeschwindigkeit 100 Km/h (Einsystemzüge), bzw. 140 Km/h (Zweisystemzüge)
  • Klimaanlage
  • Fahrgastinformationssystem, das Infos zu Anschlusszügen und Betriebsänderungen in Echtzeit anzeigt
  • Deutlich geschwungenere Frontpartie (im Vergleich zur Vorgängerbaureihe) aufgrund neuer Crash-Normen der EU.
  • Optimierter Wagenkasten. Dadurch keine Schiebetritte an den Türen nötig, um den Spalt zum Bahnsteig zu verkleinern.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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