Neue Radspur in Edmund-Siemers-Allee eröffnet – Kritik von Verband

Fahrradfahrer aus Eimsbüttel kommen seit Kurzem schneller und bequemer in die City: Zwischen Staatsbibliothek und Dammtor gibt es eine neue Radspur. Trotzdem gibt es Kritik.
Von Christian Hinkelmann
Eine Fahrradspur in der Edmund-Siemers-Allee in Hamburg
Eine Fahrradspur in der Edmund-Siemers-Allee in Hamburg

Wer als Radfahrer von Eimsbüttel Richtung Innenstadt fährt, kommt seit einigen Tagen deutlich bequemer und auch schneller in die Innenstadt: Vor Kurzem ist in der Edmund-Siemers-Allee zwischen der Grindelallee und dem Dammtor-Bahnhof eine neue Fahrradspur in Richtung stadteinwärts eröffnet worden.

Radfahrer fahren dort nun auf der Fahrbahn zwischen Straßenverkehr und Bahndamm und sparen somit mindestens eine Ampelüberquerung und dem Weg zum Dammtor. Eine bauliche Trennung zwischen Auto- und Radverkehr gibt es bis auf einen kurzen Abschnitt Höhe Grindelallee nicht.

Bisher mussten Fahrradfahrer einen holprigen Zweirichtungsradweg vor der Hamburger Universität benutzen.

ADFC kritisiert Radspur als zu schmal

Trotz der Verbesserungen gibt es Kritik vom Radfahrerverband ADFC. Er bemängelt auf der Internetplattform Twitter, dass die neue Radlerpiste teilweise unter der Mindestbreite liegt, die sich die Stadt Hamburg selbst in ihr Regelwerk für den Straßenbau geschrieben hat. “Kein Abstand zu…

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15 Antworten auf „Neue Radspur in Edmund-Siemers-Allee eröffnet – Kritik von Verband“

In der Tat zu schmal. Ansonsten eine klare Verbesserung, was jetzt noch fehlt sind ordentliche Radwege in der Bundesstraße.

Ich bin neulich die Strecke gefahren und musste mit Überraschung feststellen, dass sich Fußgänger auf den Weg verirrt hatten. Vielleicht lohnt sich noch ein deutliches Schild am Anfang (Kreuzung zum Messegelände)? Ansonsten ist es natürlich eine deutliche Verbesserung zu vorher. Eignet sich auch gut als neue Strecke, wenn man aus Altona über die Schanze an die Alster möchte (also nicht nur aus Eimsbüttel… ;-)). Die geringe Breite habe ich allerdings auch bemerkt. Das ist schon etwas gruselig, wenn so ein großer Lkw vorbeidonnert… schade.

Klingt ganz schön nach Jammern auf hohem Niveau .. Sorry!
Da unterstützt man und wird noch angemeckert für – scheinen viele Berufserben Rad zu fahren – Fahrradrepublik – wann werden die RTW’ s noch mal durch Lastenräder endlich ersetzt und die Steuern wie Kennzeichnungspflicht für Radfahrer eingeführt?! Wohl gar nicht- oder erst wenn es keine Autos mehr gibt, die das alles finanzieren… merkt man eigentlich das man seinen eigenen Ast gerade zersägt …. aber das ist typisch deutsch! Also fahren wir doch alle Rad im Glauben an einen Sieg über das Auto – und das in 2018 …

Nebeneinander? – im Leben nicht! Das scheint wohl wieder dieser marxistische GutmenschenGlaube zu sein … wo das hinführt, wissen wir … traurig nur das von vielem Falschem des Unrechtsstaates als Gutes noch verkauft wird – das Fahrrad ist ein Fahrrad – aber nicht einfach alles oder gar anmaßend über allem stehend! Und das Auto wird auch nicht selten leider für unnötige Scharmützel “zweckentfremdet” was unisono sich auch nicht gehört und mit Fahrerlaubnisentzug geahndet gehört!
Aber wenn die Kitaphilosophie auf der DDR beruht – muß man sich nicht wundern was daraus auf beiden Seiten resultiert- es zielt viel auf eine Egalität des Seins aus – und das ist weder gesellschaftlich noch im Straßenverkehr- in irgendwelcher Weise, haltbar! Von daher den selbstverständlichen Anspruch des Nebeneinander an die Realität assimilieren- uns wenn einfach mal auch nichts passiert und auf sein Recht fast schon ketzerisch eben nicht gepocht wird – da wäre schon etwas mit geholfen…aber es ist nun mal Deutschland, auch in Hamburg und den Rad und Fusswegen, als auch den Strassen mit dem MIV!

Mit Sicherheit nicht – und damit sollte das Thema auch beendet sein – denn weitere (subjektive) Kommentare dazu sind wohl unerwünscht?!

Bin ja such nur durch eine Erwähnung in einer Zeitung hier rauf gestossen …

Autos finanzieren hier gar nichts! Sie werden von jedem Steuerzahler jährlich (je nach Studie) zwischen ca. 750 € und 2100 € subventioniert. Wenn diese zu Lasten sich nachhaltig fortbewegender Menschen externalisierten Kosten endlich auf die Verursacher umgelegt werden, kann man ggf. darüber diskutieren, wie man die im Vergleich dazu verschwindend geringen externen Kosten des Radverkehrs wieder reinholt (der Aufwand wäre viel höher als der Nutzen!).

Wenn in diesem Lande mal mehr Leute die alles verfemdende “Einig-Autoland”-Brille absetzen würden, würde man endlich mal vorankommen. Autos gehören vielleicht ja nicht abgeschafft, aber auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert. Und dann wird es solche Pannen wie in der Edmund-Siemers-Allee auch nicht mehr geben: Ein zu schmaler Fußweg wird ersatzlos gestrichen und an seiner Stelle ein zu schmaler Radfahrstreifen eingerichtet. Fahrradstadt auf Kosten der Fußgänger, Busbeschleunigung auf Kosten der Fußgänger und Radfahrer. Es ist alles nur ein lächerliches Spiel, um zu verstecken, dass alles zu Gunsten der “Autostadt” umgebaut wird.

Ja, wirklich: Armes Hamburg – armes, vom Autowahnsinn zerstörtes Hamburg!!!

Nein, ich würde jetzt auch sagen ein sinvolles Miteinander ist nicht möglich. Wenn schon der junge Baum meines Nachbarns meinen saftig grünen Rasen im schatten stehen lässt, dann kann ich einfach nicht mehr anders. Da wird an der Haustüre erstmal Alarm gemacht was das Zeug hält. “Es kann ja nicht angehen, da werde ich ja wieder eingeschränkt!” Da hätte sich der Nachbar mal vorher überlegen sollen wo er sein Bäumchen pflanzt.
Nein! Ein Miteinander ist essentiell. Wer sich nicht einbringt und im ruhigen Ton mit seinen Mitmenschen kommuniziert, sollte überlegen ob ein Leben im urbanen Siedlungsräumen (mit Menschen unterschiedlicher Ansichten) überhaupt möglich und lebenswert für ihn ist.
Abschließend ein Beispiele aus dem Verkehrsleben, ein essentieller Bestandteil des Lebens:
Eine breite Straße zur Hauptverkehrszeit die von Fußgängern und Radfahrern überquert werden will.
Die Autos stehen stadteinwärts (auswärts kein Verkehr) und es geht nicht voran. Folgedessen überqueren die Personen die Straße. Ein Autofahrer hupt ununterbrochen als wäre eine (akute!) Gefahrensituation vorhanden. Eine andere schaut sich um und fährt ein bisschen zurück um den querenden Platz zu geben. Diese bedanken sich mit einer freundlichen Geste.
Ich denke, alle diese Verkehrsteilnehmer wissen welcher Nachbar der angenehmere ist.

@nahverkehr hamburg: Vielen Dank für die Freigabe der Kommentare von armes hamburg. So viel Satire habe ich lange nicht mehr gelesen. Und das ich ein guter Sozialist bin, wusste ich schon immer. Aber der “marxistische GutmenschenGlaube” bringt mich echt in höhere Sphären. Und dafür muss ich nur ein bisschen Rad fahren.

War der Weg nicht früher ein abgetrennter, wenn auch nicht schöner Fußweg?

Die Fußgänger (ältere Bürger) dürfen sich auf der anderen Seite mit dem manchmal in Pulk kommenden Fahrradfahrern ärgern.

Fahrradstadt, Fußgängerstadt oder Autostadt, für wen ist die Stadt Hamburg. Eigentlich klar.

Wenn ein Pkw oder ein Lkw ein Fahrrad überholt, soll ein Mindestabstand von 1,5m eingehalten werden. Das ist deutsche Rechtsprechung. Muss bei einem Radstreifen dieser Abstand nicht eingehalten werden? Ich kenne keinen Radstreifen bei dem Autofahrer diesen Abstand einhalten.

Ob deutsche Rechtsprechung oder nicht, wer hält sich denn an die 1,50m Abstand? Niemand. Und wie viele Gerichts-, Schieds- oder Bußgeldverfahren gibt es wegen dieser Verstöße? Wenige bis gar keine. Also bringt der Verweis auf Rechtsprechung nichts. Es helfen nur bauliche Maßnahmen. Und die finden wir hier leider nicht.

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