Neuer Anlauf für Bahn-Reaktivierung in Rendsburg

Fahren möglicherweise bald doch täglich Personenzüge auf einer alten Güterstrecke durch Rendsburg? Die Stadt will die Strecke überraschend an die AKN verkaufen und reaktivieren lassen.
Christian Hinkelmann
Menschen warten auf einen Sonderzug auf einer stillgelegten Bahnstrecke in Rendsburg-Seemühlen in Schleswig-Holstein
Menschen warten auf einen Sonderzug auf einer stillgelegten Bahnstrecke in Rendsburg-Seemühlen in Schleswig-Holstein

Eigentlich waren die Pläne für eine „Vorortbahn“ auf einer alten Güterstrecke in Rendsburg schon vom Tisch – doch jetzt kommt überraschend neue Bewegung in das Projekt: Die Stadt will die Strecke möglicherweise an die AKN verkaufen und mit dem Erlös ihren Eigenanteil an der Bahn-Reaktivierung zahlen.

Eigentlich sollte der städtische Bauausschuss bereits gestern Abend grundsätzlich über den Streckenverkauf entscheiden – so hatte es das Rathaus in einer Beschlussvorlage empfohlen (siehe hier). Doch das Gremium hat diese endgültige Entscheidung erst einmal vertagt und stattdessen beschlossen, parallel zu den Verkaufsverhandlungen auch eine Verpachtung der Bahnstrecke an die AKN zu prüfen.

Das teilte der Leiter des Rendsburger Bauamts, Frank Thomsen, auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage mit.

Wie viel Geld ein Streckenverkauf, bzw. eine Verpachtung einbringen könnte,…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „Neuer Anlauf für Bahn-Reaktivierung in Rendsburg“

Und wie muss man das jetzt verstehen ?

Die AKN kauft / pachtet die Strecke und unterhält diese.
Die DB zahlt dann Geld dafür, dass sie die Strecke nutzen „darf“ ?

Oder hat die AKN anderes vor ?
Möchte die AKN von Neumünster aus Rendsburg erschliessen ?

Richtig, die Infrastruktur-Sparte der AKN wird Eigentümerin der Strecke und sorgt dafür, dass diese gut in Betrieb ist / bleibt, ähnlich wie es eine DB Netz für fast alle anderen Strecken im Land macht. Die AKN selbst bewirtschaftet auf diese Weise zur Zeit beispielsweise auch einen Streckenabschnitt bei Fehmarn-Burg, ihre eigene Strecke (A1 bis A3) oder den Abschnitt nach Kiel Oppendorf.
Jedes Unternehmen, dass seinen Zug auf diesem Abschnitt fahren lässt, zahlt dann ein entsprechends Trassenentgelt an die AKN, ähnlich wie es sonst an die DB Netz fließt.

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