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Neuer S-Bahn-Tunnel in Hamburg: So könnten die Stationen aussehen

Bund legt erste Pläne für zusätzlichen S-Bahn-Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Altona vor. Doch die neuen Stationen liegen teilweise ungünstig, extrem tief und würden wohl die Wege für viele Fahrgäste verlängern. Hier alle Lagepläne sehen.

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S-Bahnsteig in der Haupthalle des Hamburger Hauptbahnhofs.
S-Bahnsteig in der Haupthalle des Hamburger Hauptbahnhofs.

Vor knapp einem Jahr hatte Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium erstmals öffentlich von dieser Idee gesprochen: Ein zweiter S-Bahn-Tunnel zwischen dem Hauptbahnhof und Altona – quer durch die Hamburger Innenstadt hindurch. Der heutige S-Bahnsteig in der Haupthalle des Hauptbahnhofs könnte damit dem Fern- und Regionalverkehr überlassen werden und die beiden S-Bahn-Gleise über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße würden zu zusätzlichen Fernbahngleisen umfunktioniert (Einzelheiten zur Idee hier).

Ein Geniestreich, mit dem die Engpässe am Hauptbahnhof und auf der Verbindungsbahn mit einem Schlag beseitigt werden könnten? Oder eine Utopie, die spätestens seit der Corona-Krise unbezahlbar sein wird?

Gestern hat das Bundesverkehrsministerium eine erste Konzeption vorgelegt, die Basis für eine noch zu erstellende weiterführende Machbarkeitsuntersuchung sein soll.

Die Pläne, die NahverkehrHAMBURG in Teilen vorliegen, zeigen aber auch deutlich: Das Projekt würde sehr kompliziert, sollte es je gebaut werden. Zahlreiche Gebäude müssten abgerissen und aufwändig abgefangen werden, der Hauptbahnhof würde für viele Jahre zu einer riesigen Baugrube und Tunnel und Haltestellen müssten tief unter die Erde gelegt werden.

Das alles macht das Projekt sehr teuer. Laut Ferlemann sollen der rund 5,5 Kilometer lange Tunnel und der Umbau der Verbindungsbahn über Dammtor zu einer reinen Fernbahnstrecke nach ersten Schätzungen drei Milliarden Euro kosten.

Die ersten Züge könnten demnach frühestens in 15 Jahren durch den neuen S-Bahn-Tunnel fahren. „Wenn wir Mitte der 30er-Jahre fahren, ist das ehrgeizig, aber machbar“, so der Staatssekretär gestern bei der Präsentation der Pläne. Demnach soll der neue Tunnel aus zwei eingleisigen Röhren bestehen, in denen die Züge maximal 60 Km/h schnell fahren können.

Der neue zweigleisige S-Bahn-Tunnel müsste am Hauptbahnhof zahlreiche Gebäude und unterirdische Anlagen kreuzen.
Der neue zweigleisige S-Bahn-Tunnel müsste am Hauptbahnhof zahlreiche Gebäude und unterirdische Anlagen kreuzen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen anhand von Lageplan-Skizzen aus dem Konzeptionsgutachten, wo die möglichen Stationen liegen könnten und wie sich dabei die Wege für viele HVV-Fahrgäste verlängern können. Außerdem lesen und sehen Sie, wie der neue S-Bahn-Tunnel mit der geplanten U-Bahnlinie U5 verknüpft wäre und wo der tiefste Tunnelbahnhof Hamburgs entstehen könnte.

Der untersuchte Streckenverlauf des neuen S-Bahn-Tunnels zwischen Altona und Hauptbahnhof.
Der untersuchte Streckenverlauf des neuen S-Bahn-Tunnels zwischen Altona und Hauptbahnhof.

So soll der neue Tunnel am Hauptbahnhof verlaufen

Laut der Konzeption soll der neue S-Bahn-Tunnel süd-östlich…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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