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Nimmt es Hamburg hier mit der Verkehrswende nicht so genau?

Gern wirbt Hamburgs grüner Verkehrssenator Anjes Tjarks für eine Umverteilung des Straßenraums. Doch abseits von einigen Vorzeigestraßen bleibt die Stadt beim Straßenneubau manchmal weit hinter dem zurück, was möglich wäre. Ein aktuelles Beispiel.

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Breite Autopisten und schmale Fahrradspuren: Bei diesem Straßenneubau in Ottensen scheint die Verkehrswende weit weg.
Breite Autopisten und schmale Fahrradspuren: Bei diesem Straßenneubau in Ottensen scheint die Verkehrswende weit weg.

Vor gut einem Monat hat Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) mit großem Stolz den breitesten Radfahrstreifen der Stadt eröffnet. Bis zu 4,75 Meter misst die neue Spur am Ballindamm unweit des Rathauses (siehe hier). „Historisch“ nannte der Senator die neue Piste (siehe hier).

Doch abseits dieser Verkehrswende-Vorzeigemeile an der Alster sieht die Realität für Radfahrerinnen und Radfahrer oft düsterer aus – auch bei ganz neu umgebauten Straßen. Ein aktuelles Beispiel ist die Bahrenfelder Straße in Altona. Dort wird seit dem vergangenen Sommer rund um den künftigen S-Bahnhof Ottensen (Einzelheiten hier) ein 250 Meter langes Teilstück der Straße komplett neu angelegt.

Theoretisch hätte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende diesen Totalumbau gleich dafür nutzen können, die Verkehrsflächen großzügig umzuordnen: Viel mehr Platz für den Radverkehr, zügigeres Durchkommen für HVV-Busse und weniger Raum für den Autoverkehr der dort mit täglich 17.300 Fahrzeugen unterwegs ist. Mobilitätswende eben.

Und tatsächlich kündigte der für den Umbau verantwortliche Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) vor einigen Wochen in einem Anwohner-Flyer auch an, dass von dem Umbau der Bahrenfelder Straße vor allem der Bus- und Fahrradverkehr profitieren würden (siehe hier).

Doch das, was der Senat dort gerade in den Boden betonieren und asphaltieren lässt, lässt Beobachter der Baustelle zweifeln, wie ernst es den Verantwortlichen mit der Verkehrswende wirklich ist – denn…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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