NOB, DB und Abellio bewerben sich um Marschbahn nach Sylt

Fährt ab dem kommenden Jahr nicht mehr die Nord-Ostsee-Bahn nach Husum, Heide und Sylt? Das Land Schleswig-Holstein schreibt gerade den Nahverkehr auf der so genannten Marschbahn aus. Drei Unternehmen haben sich beworben: Die Nord-Ostsee-Bahn, die Deutsche Bahn und der private Anbieter Abellio.
Christian Hinkelmann
Syltshuttle-Autozug auf dem Hindenburgdamm in Schleswig-Holstein
Syltshuttle-Autozug auf dem Hindenburgdamm in Schleswig-Holstein

Das teilte der landeseigene Verkehrsverbund NAH.SH mit. Das Land hatte die Ausschreibung Ende Oktober mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt offiziell gestartet. Die Entscheidung für einen Bieter soll bis zum Sommer getroffen werden. Betriebsstart ist im Dezember 2016.

Große Fahrplanänderungen auf der Strecke Hamburg – Westerland sind allerdings nicht geplant. Verbesserungen sind laut NAH.SH nur möglich, wenn sie durch ein gutes Ausschreibungsergebnis finanzierbar werden. Basis ist weiter der Stundentakt Hamburg-Altona – Westerland, ergänzt um Verstärkerzüge vor allem für Berufspendler nach Sylt. Hinzu kommt auch künftig die Regionalbahnlinie Heide – Itzehoe, die aber bessere Anschlüsse an andere Linien erhalten soll. Zum neuen Angebot sollen Sprinterzüge Hamburg-Altona – Westerland an den Sommerwochenenden gehören, die für die Gesamtstrecke eine Fahrzeit von 2:35 Stunden benötigen. Außerdem soll es künftig leichter möglich sein, je nach Nachfrage Züge zu verlängern oder zu verkürzen.

Teil der Ausschreibung sind auch einige Optionen, für die die Bieter Angebote unterbreiten sollten, wie zum Beispiel zusätzliche Halte in Glückstadt, Catering im Zug, oder die Anbindung Brunsbüttels. Über diese Angebote wird das Land anhand der vorliegenden Kosten entscheiden.…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Mit dem 9-Euro-Ticket von Hamburg bis in die Alpen? Ist an einem Tag zu schaffen.

9-Euro-Ticket: Von Hamburg in die Alpen und an den Bodensee

Großer Run auf 9-Euro-Ticket. Schon mehr als 180.000 Fahrkarten vorab verkauft. Züge an Nord- und Ostseestrände dürften proppevoll werden. Diese alternativen Urlaubsziele lassen sich mit dem 9-Euro-Ticket innerhalb eines Tages von Hamburg aus erreichen.

Menschen kaufen Tickets an einem Fahrkartenautomaten in Hamburg

Explodierende Energiepreise: Wird jetzt auch der HVV teurer?

Die Rekord-Preisanstiege bei Benzin und Diesel sorgen in diesen Tagen für viel Frust an den Tankstellen. Autofahren wird immer teurer und lässt den HVV attraktiver erscheinen. Doch droht dort wegen der steigenden Energiekosten auch eine Preiserhöhung?

6 Antworten auf „NOB, DB und Abellio bewerben sich um Marschbahn nach Sylt“

Hmmm… wer’s wohl gewinnen wird – die Eisenbahnsparte eines Französischen Konzerns, welches sich auch um Müll kümmert…

eine Tochtergesellschaft der NS, welche bisher im NRW-Gebiet tätig war…

oder doch die gute alte durchprivatisierte Deutsche Bahn, welche schon fast Privatbahnniveau erreicht? ^^

Der Patriot wird die DB bevorzugen, der Wettbewerbsfreund Abellio, da diese nicht so stark vertreten sind wie Veolia…

und Freunde der Multis nehmen wie gehabt die NOB ^^

Ich sehe dem ganzen gelassen entgegen, was soll’s schon für Katastrophen geben? ^^

Die nicht-Bewerbung der Nordbahn verstehe ich auch nicht.
In Itzehoe könnte man beide Linien besser verknüpfen und Synergien schaffen.
Mit der Nord-Ostseebahn bin ich aber recht zufrieden. Nettes Personal und für die vielen Probleme auf der Marschbahn ( wildgewordene Kühe, dauernd Bauarbeiten, Zugverspätungen aus dem Süden, unglückliche Verlegung des 19:22 auf 19:52 ab Westerland (Sylt ) können die nix.
Sprinterzüge im Sommer nur mit Halten in Nordfriesland wären toll. Dithmarscher hätten dann auch mehr Platz.

Dass Abellio eine PRIVATbahn ist, war mir neu.
Meines Wissens ist sie eine Tochtergesellschaft der Niederländischen STAATSBAHN… .
Privat wäre sie, wenn ihre Kapitalgeber ausschließlich Geldinstitute und/oder Investoren wären.
Wo ist ein Staat “privat”?

Na, mal sehen wer das “Rennen” macht.

Schade, dass nur eine Pressemitteilung weitgehend unverändert übernommen wurde. Spannender ist doch die Erörterung der Frage, warum sich die Nordbahn nicht beworben hat. Weil sie wegen der separaten Fahrzeugbereitstellung keine Synergien für den Betrieb der Linte generieren könne? Weil die Personalkostenstruktur der Nordbahn nicht wettbewerbsfähig ist? Weil es strategischen Vorgaben der Eigentümer widerspräche?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.