Norderstedt prüft Verlängerung der U-Bahn bis Ulzburg-Süd

Norderstedt will die U-Bahnlinie U1 bis nach Ulzburg-Süd verlängern. Die AKN will im August ein Gegenkonzept vorlegen: Expresszüge bis nach Neumünster, die 15 Minuten sparen.
AKN-Triebwagen in der Haltestelle Quickborner Straße - fährt hier bald eine U-Bahn?
AKN-Triebwagen in der Haltestelle Quickborner Straße - fährt hier bald eine U-Bahn?

Seit Jahren denkt Norderstedt über eine Verlängerung der U-Bahnlinie U1 bis nach Ulzburg-Süd nach, um die bisherige AKN-Verbindung zu ersetzen – jetzt werden die Überlegungen konkreter: Erste Pläne und eine Kostenschätzung für das Bahn-Projekt seien so gut wie fertig, schreibt das Hamburger Abendblatt in seiner Norderstedter Regionalausgabe. Allerdings seien die Unterlagen noch unter Verschluss.

Sicher ist dem Bericht zufolge aber schon jetzt: Eine Tieferlegung der AKN-Trasse unter die Erde auf einer Länge von knapp neun Kilometern wird für die Kleinstadt zu teuer.

U-Bahn könnte bis Ulzburg ebenerdig fahren

Alternativ könnte die U-Bahn – wie derzeit auch die AKN – oberirdisch fahren. Dabei müssten allerdings alle ebenerdigen Bahnübergänge aufgehoben werden. Konkret müssten zwei Ost-West-Verbindungen im Raum Norderstedt für den Autoverkehr unterbrochen werden: Die Waldstraße und die Quickborner Straße. Autofahrer müssten im Süden über die knapp 600 Meter entfernte Rathausallee und im Norden über die knapp 1,5 Kilometer entfernte Kohtla-Järve-Straße ausweichen.

AKN will bis August ein Gegenkonzept vorlegen

Es gibt allerdings auch ein Konkurrenz-Verkehrskonzept – und das stammt von der AKN, die bisher auf dieser Verbindung fährt. Im August will das Bahnunternehmen, das jeweils zur Hälfte Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, laut Abendblatt einen Plan für eine Expressverbindung zwischen Norderstedt und Neumünster vorlegen – ohne Umsteigen in Ulzburg-Süd.

Neue Expresszüge sollen 15 Minuten schneller sein

Die Schnellzüge sol…

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15 Antworten auf „Norderstedt prüft Verlängerung der U-Bahn bis Ulzburg-Süd“

Eine potentiell einfachere, weil schnellere Lösung statt der Aufhebung der Bahnübergänge ist die Umrüstung der U-Bahn-Wagen mit zusätzlichen Stromabnehmern und Ausstattung für den zusätzlichen Betrieb nach EBO (analog Albtalbahn). Dann muss nur eine Oberleitung mit 750 V von Norderstedt nach Ulzburg Süd gespannt und der Bahnhof Ulzburg Süd leicht umgebaut werden, damit sich die kommenden Stromsysteme nicht in die Quere kommen, sprich die U-Bahn an einem separaten östlichen Bahnsteig ohne Kreuzung der künftigen S-Bahn-Strecke (letzteres wird aber auch im klassischen au-Bahn-Modell der Fall sein). Mit dieser Konstruktion können die Bahnübergänge erhalten bleiben bzw. können über einen langen Zeitraum aufgelöst werden, und Güterzüge nach Norderstedt können weiterhin über die bestehenden Gleise nach EBO verkehren. Natürlich wäre die Umlaufplanung für die U1 aufwendiger, aber das sollte zu machen sein.
Und wenn die Bahnübergänge später einmal alle aufgelöst sein sollten, kann auf Stromschiene umgestellt und alle Neufahrzeuge mit EBO-Zulassung versehen werden, so dass die Güterzüge noch immer keine eigene Strecke benötigen. Was spricht gegen dieses Konzept?

Gegen dieses Konzept sprechen die Abmessungen der U-Bahn-Wagen. Oben auf dem Dach könnten die Stromabnehmer für die Oberleitung nicht montiert werden, weil die Bahnen dann nicht mehr in die Tunnel oder unter Brücken durch passen. An Bahnhöfen wie Wandsbek Markt, Christuskirche oder Sternschanze sieht man ja, wie eng der Raum bemessen ist. Die Stromabnehmer in den Wagen hineinzubauen wie beim 474.3 ist auch keine Option, da die Innenhöhe der Wagen jetzt schon kaum höher als 2,10 m ist. Stell dir da drin mal einen mindestens 30 cm tiefen Kasten für einen Stromabnehmer vor, das wird eng.

Was wäre eigentlich so schlimm dara, Stromschiene und Bahnübergang zu kombinieren? In Rissen gibt es einen Bahnübergang mit Stromschiene, in Berlin sogar eine ganze Reihe davon. Wann hat es da den letzten Unfall gegeben?

Gegen das Konzept spricht, dass die Strecke auf der die zusätzlichen Stromabnehmer 0,1% der Strecke benutzt werden müssten. 99,9% brauchen diese Stromabnehmer nicht. Warum sollte man dafür alle U-Bahn Züge umbauen? Kosten/Nutzen wäre unterirdisch

Gegen dieses Konzept sprechen vor allem die Abmessungen der U-Bahn-Fahrzeuge. Höher dürfen sie nicht sein, weil sie sonst nicht in Haltestellen wie Wandsbek Markt, Christuskirche oder Lübecker Straße passen, also kann ein Stromabnehmer nicht oben auf dem Dach montiert werden. Würde man ihn ins Dach versenken wie bei den S-Bahn-Zügen, die nach Stade fahren, müsste man im Zug die ohnehin schon niedrige Decke noch zusätlich absenken. Lass die Züge jetzt innen 2,10 m hoch sein, davon blieben höchstens noch 1,80 m übrig – das wird ungemütlich bei den Stehplätzen.

Gegen einen Mischbetrieb mit Güterzügen spricht außerdem die Breite der Fahrzeuge: die Wagen der U-Bahn sind nur 2,60 m breit, während die Wagen der Güterzüge deutlich breiter sind. Dementsprechend weit müssen auch die Bahnsteige vom Gleis entfernt sein, wenn die Güterzüge nicht die Bahnsteigkanten abrasieren sollen. Wie umständlich das ist, kann man z.B. im Kasseler Umland sehen, wo schmale (Regional-)Straßenbahnen sich die Strecken mit normalen Zügen teilen: die RegioTram ist mit breiten Trittstufen ausgerüstet, die an jeder Station ausgefahren werden – dafür müssten die U-Bahn-Wagen entsprechend umgerüstet werden – und für die Straßenbahn gibt es teilweise Gleisverschwenkungen, etwa in Kaufungen, was auch ziemlich teuer werden dürfte.

Die Stromschiene könnte man seitlich führen, da die Strecken der AKN selber nicht elektrifiziert sind, müsste der Güterverkehr per Diesellok erfolgen. Die Abmessungen von Güterzügen und einer U-Bahn sind schon ein Problem und da wäre der Bahnsteig für einen Güterzug im Weg.

Weder der Artikel im Hamburger Abendblatt noch ihr Artikel ist ganz vollständig. Es gibt auf der A2 Strecke noch einen 3. Bahnübergang Elfenhagen (bei Bahnhof Meeschensee), das auf Norderstedter Gebiet liegt, was aber eher von Pendler der Orte Henstedt-Ulzburg und Quickborn-Heide genutzt wird. Die gesamte Strecke müsste nicht tiefergelegt werden und nicht alle Bahnübergänge müssten geschlossen werden. Bei den Bahnübergänge (Waldstraße, Quickborner Straße, Elfenhagen) müsste die Strecke einfach tiefergelegt werden. Ansonsten könnte die Strecke ganz normal für die U-Bahn weitergenutzt (Gleise für U-Bahn ersetzt werden, Stationen für U-Bahn umgebaut und verlängert werden und eine Stromleiste neben den Schienen gelegt werden).
Und wenn das AKN Konzept in Frage kommt, warum wird für die Strecke A3 nach Elmshorn nicht auch ein Express-Zug angedacht? Elmshorn ist die 6. größte Stadt in Schleswig-Holstein. Da wäre auch ein Express-Zug mit weniger Halte von Elmshorn – Norderstedt-Mitte in Wechsel zu Neumünster denkbar.

“Es gibt auf der A2 Strecke noch einen 3. Bahnübergang Elfenhagen (bei Bahnhof Meeschensee), das auf Norderstedter Gebiet liegt, was aber eher von Pendler der Orte Henstedt-Ulzburg und Quickborn-Heide genutzt wird”

Es gibt noch mehr Bahnübergänge, die aber nur für den Fußverkehr offen sind. Dummerweise halt auch die Zugänge zu den Stationen. Entlang der A2 sind folgende Übergänge:

Waldstraße (Auto, Fuß)
Quickborner Straße (Auto, Fuß, Stationszugang)
Haslohfurth (Fuß, Stationszugang)
Elfenhagen (Auto, Fuß, Stationszugang). Hier wird gerade westlich der Bahn ein Großparkplatz geplant, der von Henstedt-Ulzburg (östlich gelegen) finanziert wird. Wäre die Straße zu, könnten die Finanziers nicht mehr zu ihrem P+R kommen.
Beckershof/Galgenweg (Fuß)

“Ansonsten könnte die Strecke ganz normal für die U-Bahn weitergenutzt (Gleise für U-Bahn ersetzt werden, Stationen für U-Bahn umgebaut und verlängert werden und eine Stromleiste neben den Schienen gelegt werden).”

Ne, geht nicht. Es müsste auch die Norderstedter Industriebahn geschlossen und der Gleisanschluss von 50Hertz Transmission stillgelegt werden, da die Stromschiene der Hochbahn und die Bahnsteige der U-Bahn im Lichtraumprofil nach EBO liegen. Überdies müsste eine Lösung gefunden werden, wenn die U-Bahn mit ihren 750 V DC höhengleich die Gleise der S-Bahn (15 kV AC) queren soll, ob das rechtlich (BOStrab vs. EBO) ohne weiteres geht, sei dahingestellt. In Ulzburg Süd fehlt es komplett an Abstellkapazität für die U-Bahn.

“Und wenn das AKN Konzept in Frage kommt, warum wird für die Strecke A3 nach Elmshorn nicht auch ein Express-Zug angedacht? Elmshorn ist die 6. größte Stadt in Schleswig-Holstein. Da wäre auch ein Express-Zug mit weniger Halte von Elmshorn – Norderstedt-Mitte in Wechsel zu Neumünster denkbar.”

Das wäre eine interessante Option, weil man damit eine gute Tangente hätte und auch eine Verbindung von Norderstedt zum Bahnknoten Elmshorn mit Verbindungen u.a. zur Westküste. Die Fahrzeit beträgt heute etwa 52 Minuten. Durch weniger Halte und Beschleunigung der 60-km/h-Strecke Ulzburg-Barmstedt auf 100 Sachen müsste man auf ~ 35 bis 40 Min. runterkommen können.

Norderstedt braucht aber eine schnelle Verbindung Richtung Hamburg. Mit der ständig haltenden U-Bahn eine Tortur. Andere Städte, die vom Centrum weiter weg liegen, haben dank Regionalbahnanschluss schnellere Verbindungen. Norderstedt hat dagegen keinen direkten Anschluss an die Fernbahn.

Statt jetzt noch mehr Bahnübergänge für Fahrzeuge und Fußgänger zu schließen (Kothla-Järve-Brücke ist für Fahrrad und Fußgänger tabu!), sollte endlich ein S-Bahn-ähnlicher Anschluss der AKN an den Airport angedacht werden. Oder stattdessen ein Anschluss an die alte Güterbahnstrecke nach Ohlsdorf.

Und die Haltestelle Haslohfurth soll dann wahrscheinlich geschlossen werden!? Hier wäre westlich der Bahnlinie Platz für einen P+R Platz, der den überfüllten Parkplatz Alsterquelle-Meeschensee entlasten könnte.

Die Ost/West-Teilung Norderstedts geht weiter, wenn weitere Auto- und Fußweg-Übergänge wegen der U-Bahn geschlossen werden müssen. Für Anwohner der Strecvke wird es also nicht besser, sondern deutlich schlechter!

Wirklich eine Schande, wie die Alsternordbahn (die die Entwicklung der Stadt maßgeblich erst ermöglicht hat) langsam abgewickelt wird. Wenn die ANB damals am Ochsenzoll an die Güter-/Fernbahn angebunden worden wäre, hatte Norderstedt längst eine Schnellbahnverbindung nach HH Hbf, die den Namen auch verdient.

Hier in UK gibt es jede Menge Bahnübergänge mit Seitenschienen und das stellt eigentlich kein Problem da. Ist das in Deutschland nicht erlaubt?

Ich denke die AKN hat recht, eine schnellere Verbindung fuer die wichtigen Orte wuerde viel mehr bringen als die U-Bahn zu verlaengern. Am besten waere es natuerlich wenn man die Schnellverbindung dann gleich ueber den Flughafen nach Hamburg baut.

Was würde eine Ersetzung der A2 durch die U1 wirklich bringen? So schnell wie die U-Bahn könnte die AKN ja auch fahren. Nur um das Umsteigen zu sparen, das in Norderstedt Mitte wirklich komfortabel ist, lohnt sich der finanzielle Aufwand und jahrelange Behinderung durch Baumaßnahmen wohl kaum. Dann doch lieber die Fahrpläne noch besser abstimmen und die A2 so beschleunigen wie von der AKN vorgeschlagen.

Na die Idee ist ja nicht neu. Der ehemalige Bürgermeister HU’s Bauer sprach sich ja schon für eine U1 Verlängerung Richtung Norden aus… inklusiver eine HVV “Großbereich Hamburg” Erweiterung für Ulzburg Süd.
“Zu teuer!” Entgegnete ihm der damalige Norderstedter OB (und jetzige SH Innenminister Grothe) und schlug ein Regionalbahnkonzept nach Kiel und Elmshorn vor. Dem Wiederspruch aber die AKN, man würde erst einmal die S21 Planungen abwarten.

Nun sind wir wieder an diesem Punkt. Für mich gibt es da nur 2 Alternativen + das typische “bleibt alles so wie es Ist
Variante A) U Bahn Nord.
Ausbau der restlichen ANB zur U Bahn Strecke, dabei wird bis Moorbekhalle die Strecke im Trog fortgeführt und die Waldstraße überquert das Ganze. Die HP Friedrichsgabe und Quickborner Str. Werden zu einem HP im Trog zwischen den Station zusammengelegt. Auch hier überspannt die Quickborner Str. Einfach die Strecke und schafft so auch einen nördlichen Zugang zur Station (vgl. Eidelstedt Zentrum) . Haslohfurth … Zukunft ungewiss … potenzielles Bauland … sinnvoll hier eine Station in Reserve zu halten. Kreuzungsfrei zuhalten ähnlich wie Richtweg.
Meeschensee. Vllt auf einen Damm legen und die Str. Elfenhagen drunter führen. Auf jeden Fall eine Busverbindung nach Quickborn-heide und Henstedt-Rhen etablieren.
Ulzburg Süd. Kleines Kreuzungsbauwerk mit der S Bahn um die U Bahn trotzdem in Mittellage enden zu lassen.
Ergebnis: sehr teuer. Kaum Chancen auf Fördermittel vom Bund … aber … leistungsfähig und einer Stadt wie Norderstedt gerecht.

Variante B) Regionalbahn von Norderstedt nach Neumünster (bzw. Kiel) und Elmshorn
3 Züge stündlich
1. Zug Express nach Kiel über HU, KaKi, B.Bramstedt und NMS
2. Zug Bummelzug nach NMS über alle Stationen
3. Zug Bummelzug nach Elmshorn über alle Station
Verstärkerfahrten zur HVZ zwischen Kaltenkirchen und Norderstedt.
Das ganze unter der Nordbahn vermarkten und AKN als reines Eisenbahninfrastrukturunternehmen existieren lassen.

Man muss sich doch über die klugen Norderstedter Politiker wundern, die mal wieder etwas ändern wollen. Man hat sich hier mal wieder etwas überlegt und nicht zu Ende gedacht.
Die Bahnübergänge die geschlossen werden sollen sind die wichigsten Querverbindungen in Norderstedt.
Wo sollen denn die Autos fahren ohne noch mehr Staus zu schaffen.
Ein Vollzug der AKN hat eine Länge von 60 Metern , die U-Bahn mindestens 150 Meter oder mehr.
Dann könnte der vordere Zugteil in der Quickborner Strasse halten und der Schluss in Friedrichsgabe.
Für den jetzigen Betrieb ist die Stadt Norderstedt verantwortlich , es müsste also zb mehr Fahrten geben.
Warum also nicht die AKN Strecke ausbauen zb durch tieferlegung der Strecke an den noch vorhandenen Bahnübergängen .
Man sollte aber auch bedenken das die A2 Strecke die letzte ist die in Deutschland gebaut wurde.
Man muss sich schon wundern was sich Herr Bosse und das Freizeit Parlament noch so alles einfallen lassen um ihre Vorstellungen in Norderstedt durchzusetzen.
Die U-Bahn braucht man hier nicht.

Eine Verlängerung der U-Bahn nach HU-Süd ist zwar schön und gut, aber sie wird extrem teuer. Einiges wurde ja bereits hier erwähnt:
1. Bahnübergänge Waldstraße, Quickborner Straße und am Meeschensee (weiß gerade nicht, wie die Straße dort heißt) müssten stark verändert werden oder geschlossen werden.
2. Bahnsteige müssten verlängert und ggfs. sogar verbreitert werden, wegen der schmaleren U-Bahn.
3. Bau einer Stromschiene scheidet aus, weil auf einem Teilstück der Strecke auch noch Güterverkehr stattfindet. Zum Umspannwerk und ins Industriegebiet Oststraße. Den Güterverkehr will man sich doch nicht etwa auf die Straße holen?
4. Umrüstung der U-Bahn mit Dachstromabnehmer ist schon aus Platzgründen nicht möglich. Man schaue nur mal auf den Abstand zwischen Dach und Tunneldecke an der Hst. Hallerstraße.
5. Völlig andere Signaltechnik müsste installiert werden.

6. Neue Linienführung (Aufteilung) der U1, denn die Linie wird nach der Verlängerung definitiv zu lang.
Damit würde dann der hochgelobte Vorteil “Umstiegsfrei” zwar nicht komplett wegfallen, aber verlagert werden.

Die baulichen Maßnahmen verschlingen sehr viel Geld und bringen aus meiner Sicht nur sehr wenig Nutzen.

Dagegen ist das Konzept der AKN fast ohne weitere bauliche Maßnahmen umsetzbar. Ich habe zwar keine Daten vorliegen, welche Streckenhöchstgeschwindigkeit auf der A2 zugelassen ist, denke aber dass eine Erhöhung der Geschwindigkeit für die Expresszüge mit relativ geringem Aufwand realsierbar ist. Vermutlich müssen nur die Einschaltkontakte an den BÜs verlegt werden. Evtl. die eine oder andere Weiche geändert werden. Das aber ist mit relativ geringem Aufwand machbar.

Weiterer Vorteil des Konzepts der AKN: Die Einführung kann Nahtlos und ohne Unterbrechung des bisherigen Verkehrs eingeführt werden. Mit anderen Worten, das kann über Nacht eingeführt werden.
Der Betrieb könnte zunächst mit den vorhandenen und mit der Verlängerung der S21 ja frei werdenden Fahrzeugen durchgeführt werden. Schritt für Schritt könnte die Strecke dann Elektrifiziert werden und Neufahrzeuge könnten dann die nachgerüstete Oberleitung nutzen.

Gleichzeitig würde die Strecke für die Zukunft nicht an ein System (U-Bahn) gebunden sein und könnte ggf. auch von anderen Verkehrsunternehmen bedient werden.

Das alles bekommt man – im Vergleich zur U-Bahn – für relativ kleines Geld. Steuergeld, dass andernorts besser verwendet werden kann.

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