Planfeststellungsverfahren für S-Bahnhof Elbbrücken ist beantragt

Großer Schritt für den geplanten S-Bahnhof an den Elbbrücken: Das Planfeststellungsverfahren ist beantragt, im kommenden Sommer soll das Baurecht vorliegen. Die neue Station soll laut Hamburger Senat 40 Millionen Euro kosten. Im kommenden Jahr beginnen erste Vorbereitungen. Der Bau ist eine Herausforderung: Die Bahnstrecke liegt in einem "grenzertigen" Gefälle.
Geplante U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken mit Verbindungssteg
Geplante U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken mit Verbindungssteg
Foto: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Wichtiger Schritt für den geplanten S-Bahnhof an den Elbbrücken. Das Planfeststellungsverfahren für die Station ist eingereicht – im kommenden Sommer soll das Baurecht vorliegen. Das geht aus einer Drucksache des Hamburger Senats hervor, die NahverkehrHAMBURG vorliegt.

Baubeginn für den neuen S-Bahnhof soll demnach im Jahr 2017 sein, wobei die Deutsche Bahn die betroffene Strecke schon im kommenden Jahr auf die Baustelle vorbereiten will. So sollen am neuen Bahnhof spezielle Bauweichen verlegt werden.

Geplant sind zwei jeweils 210 Meter lange Außenbahnsteige direkt am Nordende der Norderelbbrücken. Eine große Herausforderung ist dabei das extreme Gefälle der S-Bahnstrecke an der Stelle, das laut Hamburger Senat bei “grenzwertigen” 3 Prozent liegt. Aus diesem Grund sollen an den Bahnsteigen ebenerdige Ruhepodeste eingebaut werden.

In der Mitte der neuen S-Bahn-Station ist eine gläserne Halle geplant – allerdings in einer absoluten Sparversion. Mit rund 88 Metern Länge ist die Überdachung laut Senat auf die “Mindestanforderungen zugeschnitten” und auf die “Funktionalitäten der Station optimiert”.

Außerdem soll zwischen dem neuen S-Bahnhof und der im Bau befindlichen benachbarten U4-Haltestelle ein gläserner 62 Meter langer Fußgängersteg gebaut werden, der Umsteiger vor Wind und Wetter schützen soll.

Die Architektur des neuen S-Bahnhofs und der Fußgängerbrücke stammt vom Hamburger Architektenbüro gmp, das auch bereits für den Entwurf der U4-Haltestelle an…

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13 Antworten auf „Planfeststellungsverfahren für S-Bahnhof Elbbrücken ist beantragt“

Eine moderne Gelenkbusumsteigestation hätte bestimmt einen KNF von über 2 erzielt.
Genauso wie die KNF’s in Steilshoop, Osdorf, Bramfeld, …

Aber was soll’s.
Immerhin eine weitere, absolut notwendige Umsteigerelation zwischen U- und S-Bahn.
Davon gibt’s in Hamburg deutlich zu wenige*, und die sind obendrein -vorsichtig und freundlich formuliert- schlecht ausgebaut.

*) Was bei diesem Maximal-Weitmaschig-Netz auch kein Wunder ist

Zwei hochmoderne Stationen wo man annimmt da ist viel los… dem ist leider nicht so – Gegenteil, dort herrscht immer noch Bauland wo die Hafencity weiter sich entwickelt. Aber 2018 wird sich das Bild trotzdem nicht viel geändert haben wenn überhaupt noch weiter gebaut wird. Meiner Meinung nach hätte man mit U- und S-Bahn warten sollen obwohl eine Schnellbahanbindung völlig ausreichen würde

Mal sehen was noch kommt !!!

Man mag es ja gar nicht erwähnen (da innerhalb des Rings 2 ja nicht erwünscht), aber die neue Station von U- und S-Bahn wird bestimmt Begehrlichkeiten für P+R Gäste wecken, da sie ideal am Autobahnende liegt und die Fahrt in die City mit der U4 ein Katzensprung ist. Mal sehen, wie “zugeparkt” es dort nach kurzer Zeit sein wird, denn ein P+R Platz ist ja offenbar nicht geplant. Wahrscheinlich hilft dann nur “Zupollern”. Auch für Teile Rotheburgsorts liegt diese Haltestelle übrigens näher als die S-Bahn-Haltestelle Rothenburgsort – schön, wenn man dann eine Busverbindung dorthin hätte…

Ja, mein erster Gedanke war aus sofort: was macht eigentlich der S-Bahnhof Ottensen? Der wird seit zwanzig Jahren geplant und wurde wohl wieder verschoben. Aber gerade der S-Bahnhof im nördlichen Ottensen hat doch ein extrem dichtbebauertes Einzugsgebiet.

Ein wirklich wichtiges Umsteigeprojekt und damit der U4 in ihrer jetzigen Form als Endbahnhof “Elbbrücken” einen Sinn gibt, den Hauptbahnhof in alle Richtungen zu entlasten.
Das Elbbrücken-Quartier wird sich hoffentlich städtebaulich schneller entwickeln, als die dauerhaft leeren Baugruben an der U-Bahnstation “Übersee-Quartier”. Weiß jemand wann es da weiter geht? 3 Jahre lang hat sich dort nichts getan!

In Ottensen gibt es einige schwere Nachteile:

1. Dort ist über die Hälfte des Einzugsgebiets Land. Das könnte attraktiv für dort lebenden Fahrgäste sein. Elbbrücken dagegen bietet einen guten Anschluss zu Elbwalen und unterstreicht Hamburgs Rolle als Stadt am Wasser.
2. Ottensen liegt nicht im Gefälle. Elbbrücken kann mit 3 % Steigung zeigen, dass in Hamburg Dinge ins Rollen kommen. Ottensen nicht und wäre deshalb zu einfach. Hamburgs Planer brauchen mit dem Ende der Elbphilharmonie neue Herausforderungen.
3. Ottensen ist in der Peripherie und weit entfernt von attraktiven Stadtteilen, in denen die Mieten lange steigen. Anders dagegen Elbbrücken, nahe am Inquartier HafenCity. Hier wohnen besonders viele Menschen, die wegen hoher Mieten auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.

@ JK:
Das was schnell geht, ist bisher nur die Berichterstattung. Bis die Station tatsächlich fertig zur Benutzung ist, wird noch viel passieren.

@ alle, die nicht verstehen, dass man in Bauland die Infrastruktur zuerst herstellt:
Die Lage ist schon ganz gut. Und die Kombination U+S dürfte tatsächlich ein wenig den Hbf. entlasten – und wahrscheinlich sogar noch viel mehr, wenn die U4 auch in der Neustadt halten würde. Schade eigentlich, dass dafür die Chance vertan wurde.

@mp:
Vor paar Wochen wurde irgendein Vertrag geschlossen, der die Baugrube am “Übersee-Quartier” mit Leben füllen soll. Es geht dort also offenbar weiter.

@ Frank Audi :
Dein Beitrag ist Klasse. Den Sarkasmus liebe ich.
Schreib’ mal etwas zur “Kurven-U-Bahn” U5 wenn ‘se denn kommt 😉

Ja, ist wie gesagt schon gut mit der Umsteigemöglichkeit zwischen U- und S-Bahn, weil es davon grotesk wenige gibt in HH.
Nur wohin fährt der Fahrgast weiter?
Steigt er tatsächlich in die U4 ein, um zum Jungfernstieg zum kommen (von da dann ggf. weiter)?
Oder weiter zum Hbf (bzw. U1, U2, U3)?

Da bleibt er doch lieber in der S-Bahn, die dort ohnehin hinfährt.

Oder wollen zahlenmäßig relevante Menschen zu den 2 -in Worten: zwei(!)- Stationen HCU oder Überseequartier!?

Kurze Rede:
Das wird die ineffektivste Umsteigemöglichkeit sein, die HH hat.

Dabei gibt so viel Stationen im HVV, die eine dringende Anpassung ihrer völlig mangelhaften Erschließung (Stichwort Zweite Zugänge) haben.
Und Ottensen. Und Johnsallee. Und selbst Bushaltestellen.

Was ganz anderes:
Heute bin ich in Berlin von der Jannowitzbrücke bis Hbf mit der S-Bahn gefahren.
Ich dachte, diese S-Bahnlinie alleine (S5?) hat mehr Stationen, als die S-Bahn Hamburg insgesamt.
Und selbst eine dieser alten(!) Stationen hat mehr in Betrieb befindliche Rolltreppen und Lifte als HH insgesamt.
Die haben da sogar mehr als einen Bahnsteigzugang. Krass…

Also es geht doch innerhalb von 3 Jahren an einer bestehenden S-Bahnlinie einen zusätzlichen Haltepunkt einzurichten. Also wäre der S-Bahnhof Ottensen auch bis 2018 zu realisieren, derzeit spricht alles eher für 2020. Ebenso fehlt eine S-Bahnhof Neue Mitte-Altona an der Strecke der S31/S11 um den neuen Stadtteil besser an das bestehenden Shcnellbahnnetz anzubinden. Die Stadtplaner argumenteiren heir auch mit dem starken Gefälle (wo?), der eine Realisierung nicht möglich macht. In Stutgart gibt es S-Bahnhaltetellen an Stecken mit bis zu 6% Gefälle. Funktioniert auch. Aber für die Hamburger Planer sind 3% schon “Hochgebirge”. Wieso ein S-Bahnhof (ohne die Umsteigeverbndung zur U4) alleine schon EUR 40 Mio. kosten soll bleibt mir schleierhaft. Üblicherweise rechnet man mit EUR 10 Mio für eine zusätzliche Haltestelle an einer Bestandsstrecke. Die Elbphilharmonie lässt hier grüßen

Ich verstehe nicht, warum die Brücke 8 Millionen kosten soll. Das Material wird doch nicht mehr als eine Million ausmachen. Wo geht der Rest hin? Überhaupt finde ich 40 Millionen nur für die S-Bahn-Station nicht nachvollziehbar.

@ oepnv-nutzer:
Sie haben schon recht, es könnte noch so einiges getan werden im Netz des HVV. Aber lassen Sie uns doch mal ein wenig weiterdenken und stellen uns vor, die U4 hat ihren Endpunkt nicht mehr an den Elbbrücken sondern in Wilhelmsburg. Dann relativiert sich Ihre Annahme der Ineffektivität des Umsteigepunktes schon wieder.

@ Sascha:
Um solche Kosten verstehen zu können, müssen Sie in das Zahlenwerk einsteigen. Die Maßnahme beinhaltet ja nicht nur das Material, was nur einen kleinen Teil ausmacht. Hinzuzufügen sind Faktoren wie: Lohnkosten, Gründung, Außenanlagen, Erschwernis wg. laufendem Bahn- und Straßenverkehr, Kampfmittel, Planungskosten, ggf. Umplanungskosten wg. neuen Wünschen der Stadt oder vom HVV, Hochwasserschutz, Unvorhergesehenes und wasweißichnochalles.
Da kommt so Einiges zusammen, was für den Außenstehenden nicht ersichtlich ist.

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