Planfeststellungsverfahren soll bis 2017 fertig sein

Das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der AKN-Strecke nach Kaltenkirchen zu einer S-Bahnlinie soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Das hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am vergangenen Freitag im Kieler Landtag betont.
Von Christian Hinkelmann
S-Bahn und AKN nebeneinander im Umsteigebahnhof Eidelstedt in Hamburg
S-Bahn und AKN nebeneinander im Umsteigebahnhof Eidelstedt in Hamburg

Demnach soll in den Jahren 2018 und 2019 gebaut werden – dazu gehören die Verlängerungen der Bahnsteige, die Beseitigung der letzten eingleisigen Engpässe sowie die Elektrifizierung der gesamten Strecke mit Oberleitung.

Ab 2020 können die ersten S-Bahnen nach Kaltenkirchen fahren. “Wir werden die S21 zügig realisieren”, so Meyer.

Erst nach Abschluss dieses Verfahrens könne beim Bund Fördergeld für das Projekt aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beantragt werden.

“Wir sind natürlich mit dem Bund im Gespräch. Der Bund wird auch über alle Schritte, die wir jetzt gehen, informiert”, so Meyer weiter.

Auch auf die Sorgen der AKN-Mitarbeiter ging Meyer im Landtag ein. Er verwies dabei auf eine Vereinbarung zwischen AKN und S-Bahn Hamburg GmbH, in der die Übernahme möglichst vieler AKN-Mitarbeiter und der Erhalt der Werkstatt in Kaltenkirchen verabredet wurden. “Ich bin froh darüber, dass es die Vereinbarung gibt”, so Meyer.

Hören Sie hier die Rede von Verkehrsminister Meyer im Wortlaut.

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11 Antworten auf „Planfeststellungsverfahren soll bis 2017 fertig sein“

Wer für eine S21 nach Kaltenkirchen ist, kann das mit seiner Unterschrift bestärken.
Die Unterschriftensammlung für den Ausbau der AKN-Linie zur S-Bahn liegt noch bis zum 30.05.2015 u.a. im Rathaus von Quickborn aus. Auch der Download des Formulars ist möglich (LINKS):

http://www.quickborn.de/Ver%C3%B6ffentlichungen/Quickborn/Presseinformationen/Unterschriftensammlung+f%C3%BCr+Ausbau+der+AKN_Linie+zur+S_Bahn_+Unterschriftenliste+zum+Download-pos-2-p-5740.html

http://www.quickborn.de/-p-5740-EGOTEC-1d30s0nk1tietmih3f7lke0lh3/_/AKN%20Unterschriftenliste.pdf?rewrite_engine=id

Die ausgefüllten Listen können bis zum 30.05.2015 am Empfang des Rathauses Quickborn abgegeben werden oder an das Quickborner Rathaus gesendet werden:
Stadt Quickborn, Rathausplatz 1, 25451 Quickborn.

Wer es bis dahin terminlich nicht schafft – dem kann auch zeitlich noch ein wenig geholfen werden – hier (LINKS):
http://www.kaltenkirchen.de/de/aktuelles/meldungen/sbahn.php

http://www.kaltenkirchen.de/de-wAssets/docs/aktuelles/AKN-Unterschriften-12-03-2015.pdf

@ HVV Kommentarer
Nein ! Die S32 wird Elbgaustrasse enden, sonst würde diese im Übrigen auch keinen Sinn machen, denn über Eidelstedt fährt die S21 ja auch in Zukunft weiterhin.

Ja, stimmt die derzeitige S21 fährt und endet auch an der Elbgaustraße und wird dann nur später von Eidelstedt Richtung Kaltenkirchen verschwenkt. Sorry mein Fehler.

@ HVV Kommentarer: Die Frage muss richtig lauten:
“Wird dann überhaupt auch eine Verstärkerlinie (S32) eingesetzt?”

Und die Antwort wird lauten: “Nö, nicht genug Nachfrage vorhanden.”

@HVV Kommentarer
Ich halte die Diskussionen um die Verstärkerlinie für den Abschnitt “Eidelstedt – Elbgaustraße” überhaupt nicht.
Grund: Wenn die S-Bahn Richtung KK den Betrieb aufnimmt, dann wird, so meine Vermutung, genau auf diesem Abschnitt die Verkehrsnachfrage (deutlich) sinken. M.E. werden fast alle Fahrgäste, die Heute an Elbgaustraße in Busse Richtung EDP umsteigen, mit der S-Bahn fahren.
Wenn man den Fahrgästen, auf beiden Zweigen etwas Gutes tun will, dann wäre es optimal den Bahnhof Eidelstedt total umzubauen und für die “Richtung Nord” einen Mittelbahnsteig zu errichten, an dem beide Züge gleichzeitig halten und egal von welchem Zweig aus kommend (Verbindungsbahn oder Citytummel) einen zeitgleichen Umstieg auf beide Außenzweige (Pinneberg oder Kaltenkirchen) zu ermöglichen. Wenn die Züge, wie heute im Abend- oder Sonntagsverkehr jeweils im 20-Min.Takt (Abstand 4 zu 16 Min) fahren ergibt sich in einer Umsteigerichtung eine unangenahm lange Wartezeit. (Alles nur ein Traum, denn Kosten, Auswirkungen auf die anderen Gleise, etc. bleiben unberücksichtigt.).

Vielleicht könnte man den Fahrplan ja auch so um gestalten das wärend des 20 Min. Taktes der Zug Richtung Pinneberg in Eidelstedt das Gegengleis nutzt. Dafür ist zwischen Stellingen und Eidelstedt nur ein zusätzlicher Gleiswechsel notwendig; zwischen eidelstedt und Elbgaustraße gibt es diesen Gleiswechsel bereits.

Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Fahrgäste an der Elbgaustraße einfach die S-Bahn nutzt. Der Bahnhof Eidelstedt-Zentrum liegt zu weit ab vom Busknoten und Einkaufszentrum EIdelstedter Platz, der künftig vielleicht vorhandene Bahnhof Schnelsen-Süd zu weit ab von den Schnelsener Groß-Wohngebieten und dem Einkaufszentrum. Und die vielen Fahrgäste nach Lurup, Schenefeld, Osdorfer Born profitieren von der neuen S21 überhaupt nicht.

Die S32 wird auch für den Harburger Abschnitt gebraucht, auf dem, wie zu lesen war, manchmal pro Fahrgast nur noch 0,6 qm zur Verfügung stehen und manche erst den nächsten Zug nehmen können. Eine Verlängerung auf Langzüge (ab 2018 geplant) mag etwas bringen, aber soo viel dann wohl auch nicht.

@JH
OK, die Stationen der AKN liegen nicht bei den Großsiedlungen. Wenn ich jedoch in die Vergangenheit zurückblicke und Neu- bzw. Umbauten der Schnellbahnen berücksichtige, dann war das immer (sofort oder im nächsten Fahrplan) mit Anpassungen im Busverkehr (neue Linien oder geänderte Streckenführungen) vedrbunden.
Eben dieses erwarte ich auch bei einer S-Bahn nach KK. Etwas anderes wäre für mich unlogisch. Sicher dauert es einige Zeit bis die Fahrgäste an die neuen Verbindungen erkannt haben und sie dann auch nutzen werden.

Eine S32 kann ich mir so schnell nicht vorstellen. Der “Platzmangel” in den Zügen auf dem Zweig harburger Abschnitt tritt, soweit ich informiert bin, fast nur im Berufsverkehr auf. Aktuell verkehren in diesem Zeitraum auf allen drei Zweigen der S-Bahn (Barmbek, Bergedorf und Harburg) die Züge im 5-Minuten Takt. Ich kann mir nicht vorstellen wie der Hauptbahnhof eine weitere Taktverdichtung bewältigen soll; verschärft wird die Situation noch wenn (irgendwann) eine S4 ihren Betrieb aufnehmen soll.

Ich kann eine Verbesserung der aktuellen Situation zwischen Harburg und Hamburg nur darin erkennen wenn ALLE Züge (S3 und S31) als Langzüge verkehren. Zusätzlich könnten die Bahnsteige auf der Niederelbebahn (mindestens bis Buxtehude) für Langzüge ertüchtigt würden; so entfällt das Verstärken bzw. Schwächen in Neugraben. Auch sollte überlegt werden ob der Betrieb der Langzüge nicht zeitlich erweitert werden könnte.

@ JH

Sie haben völlig Recht. Eidelstedt Zentrum ist wirklich zu weit weg vom Busbahnhof und wird deshalb nicht angenommen werden. Für die Einwohner von Lurup (ca. 35.300 Einwohner*), Osdorfer Born (ca. 10.500 Einwohner*) und Schenefeld (ca. 18600 Einwohner*) wäre es eine Zumutung über die, dauernd verstopfte, Straße Elbgaustr. zu fahren um an der Bushaltestelle Eidelstedt aus dem Bus zu steigen und dann bis Zentrum zu laufen um in die S-Bahn einzusteigen.

* Wikipedia. (aufgerufen am 01.06.15,20.11 Uhr)

@Ischi
Ich kann es nicht verstehen, warum Alle die S-Bahn nutzen wollen OHNE zwischendurch umsteigen zumüssen.
Bis vor kurzem bin ich auf dem Weg von Dammtor nach Krupunder meistens an Elbgaustraße von der S21 auf die S3 umgestiegen (Morgens natürlich umgekehrt). Nach wenigen Minuten kommt die jeweils andere S-Bahn. Eigentlich habe ich darin kein Problem gesehen.
Zu Zeiten meines Studiums fuhr die S21 zeitweise (zur HVZ) bis nach Pinneberg; das war für meinen Weg natürlich bequemer. Aber der Kreis Pinneberg hat diese Verstärkerzüge bereits vor etlichen Jahren abbestellt.
Es sollte doch kein Problem sein wenn Fahrgäste von der Verbindungsbahn kommend zwischen Diebsteich und Eidelstedt auf die nächste Bahn wechseln. Analog in der Gegenrichtung. Verzögerung ca. 5 Minuten.

@ Holger
Das Problem ist die schlechte nahverkehrliche Anbindung der Stadtteile Osdorf und Lurup. Mit der S21 nach Kaltenkirchen wird zwar auf dem Hamburger Gebiet die Linie M21 in Richtung Norden entlastet (Eidelstedter Platz / Spanische Furt), aber nicht der südliche Bereich um die Elbgaustrasse herum. Daher soll ja auch die S32 bis Elbgaustrasse fahren. Solange Osdorf und Lurup über keinen eigenen Schnellbahnanschluss verfügen ist die S32 (Elbgaustrasse-Hauptbahnhof bzw. ggf. auch später einmal bis Harburg Rathaus, aber das ist eine andere “Baustelle”) durchaus sinnvoll und notwendig. Vielleicht wird aber die S32 noch “weggespart”, wenn der Planungsbehörde auf- bzw. einfällt, eine bzw. zwei neue Eilbuslinien bzw. Metrobuslinien von der Hts. S-Stellingen – Lurup – Osdorfer Born einzurichten bzw. und /oder auch ggf. den 186er statt zur Elbgaustrasse nach S-Stellingen fahren zu lassen.

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