ProBahn kritisiert zögerlichen S-Bahn-Ausbau

Der Fahrgastverband ProBahn hat den zögerlichen Ausbau des S-Bahn-Verkehrs in Hamburg scharf kritisiert. Hintergrund sind die jüngsten Äußerungen von Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos), wonach erst nach 2018 eine zusätzliche S-Bahn-Linie (S32) auf der hoch belasteten Strecke zwischen der Innenstadt und Harburg eingeführt werden soll.
Christian Hinkelmann
S-Bahn an den Elbbrücken in Hamburg
S-Bahn an den Elbbrücken in Hamburg

Grund dafür ist, dass die Bahn zurzeit nicht genügend Züge für den Betrieb einer S32 hat und auch keine neuen Bahnen bestellen will, solange der 2017 auslaufende Verkehrsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der S-Bahn Hamburg GmbH nicht verlängert wird.

„Das ist keine Perspektive, wenn angesichts steigender Fahrgastzahlenden Fahrgästen Verbesserungen in einem Zeitraum von sechs bis sieben Jahren inAussicht gestellt werden,“ so Birger Wolter und Stefan Barkleit vom ProBahn-Landesvorstand. „Gerade in Bezug auf die steigenden Fahrpreisedürfen die Fahrgäste mehr Engagement zur Verbesserung derVerkehrsangebotes erwarten.“

Der Fahrgastverband schlägt vor, unabhängig vom auslaufenden Verkehrsvertrag schon jetzt neue Züge zu bestellen. Gleichzeitig solle der Hamburger Senat der S-Bahn eine Garantie geben, dass die Züge nach 2017 von einem möglichen neuen S-Bahn-Betreiber aufgekauft werden, falls der Verkehrsvertrag mit der S-Bahn Hamburg GmbH nicht verlängert wird.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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