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Protokoll: So stark hat das Winterwetter den Bahnverkehr im HVV gestört

Schnee und Eis haben den HVV-Bahnverkehr in der letzten Februarwoche ordentlich durcheinander gebracht. Züge fielen reihenweise aus oder waren stark verspätet. Ein Protokoll.
Christian Hinkelmann
S-Bahn im Schnee auf der Verbindungsbahn in Hamburg
S-Bahn im Schnee auf der Verbindungsbahn in Hamburg

Der Wintereinbruch Ende Februar hat vermutlich viele Autofahrer im Raum Hamburg auf Bahnen und Busse umsteigen lassen – doch die waren nicht immer eine stabile Alternative. Eine NahverkehrHAMBURG-Auswertung von Twitter-Störungsmeldungen macht deutlich: Schnee und Eis haben dem Bahnverkehr im HVV stark zugesetzt. Mehrere Tage lang fielen reihenweise Züge aus oder waren stark verspätet.

S-Bahnlinie S2 fuhr tagelang nicht

Zum Beispiel bei der S-Bahn: Die Verstärkerlinie S2 fiel in der letzten Februarwoche dreieinhalb Tage lang komplett aus, auf der S3 waren zwischen Neugraben und Stade fast eine Woche lang nur Pendelzüge unterwegs – Fahrgäste von und nach Hamburg mussten in Neugraben umsteigen. In sozialen Netzwerken beschwerten sich zig Pendler, dass sie dort wegen verpasster Anschlüsse in der Kälte warten mussten.

S-Bahn-Züge nach Stade haben Probleme mit Schnee und Eis

Hintergrund für die Unterbrechung der Linie sind laut Hamburger S-Bahn die auf der S3 eingesetzten Zweisystemzüge vom Typ ET474. Zwischen Pinneberg und Neugraben werden diese Züge über die üblichen seitlichen Stromschienen neben den S-Bahngleisen angetrieben, zwischen Neugraben und Stade fahren sie dagegen mit Strom aus den Oberleitungen der Fernbahn.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Protokoll: So stark hat das Winterwetter den Bahnverkehr im HVV gestört“

Ich fahre seit 20 Jahren mit den Öffentlichen zur Arbeit. Und egal ob Bahrenfeld, Finkenwerder oder Harburg. In der Regel läuft es.
Und wenn es mal nicht läuft, dann nutze ich die HVV-Garantie. Man bekommt Geld für die Verspätung wieder. Und dann ist gut.
Und dass in so einem System Störungen auftreten, das ist für mich verständlich und nachvollziehbar.

Der Artikel ist ja gut und schön, aber mich würde z.B. interessieren was die genau Ursache bei einer weichenstörung ist. Vielleicht, das sie nicht beheizbar ist ?

Bei allen Störungen darf man aber nicht vergessen, dass im Autoverkehr in diesen Tagen überhaupt nichts lief…. Noch schöner wird es wenn erst einmal alles autonom durch die digitale Welt fährt, dann funktioniert doch erst gar nichts mehr. Das Hauptproblem ist, dass durch die Sparpolitik der vergangenen Jahren überall Personal abgebaut wurde, welches früher schnell witterungsbedingte Störungen beseitigen konnte. Ferner wurde überall an der Instandhaltung gespart, dann ist es kein Wunder, wenn in Zeiten extremer Belastung die nicht gewarteten Weichen und Fahrzeuge den Geist aufgeben. Es gibt also reichlich Raum für Verbesserungen. Statt Geld in unsinnige Projekte zu stecken, die kein HVV-Kunde braucht, wie z.B. die Schließung und Verlagerung des Fern- und Regional-Bahnhofs Altona sollte man lieber das Geld in die Wartung der Bestandanlagen und in die Vorhaltung von Ersatzfahrzeugen stecken.

Die fünf Feinde des Nahverkehrs in Hamburg: Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter und der Fahrgast. Ohne diese 5 Störer würde das System bestimmt fehlerfrei laufen.

— nicht zu vergessen die Nicht-Fahrgäste („Personen im Gleis“) und der böse Rauch („Unerklärliche Rauchentwicklung im Tunnel“) 😉

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