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City Nord: Hamburg bekommt ersten Fahrradschnellweg

1,3 Kilometer lang, vier Meter breit und vom Auto- und Fußgängerverkehr vollkommen unabhängig: Hamburg bekommt 2018 seinen ersten Fahrradschnellweg bei der City Nord.
Christian Hinkelmann
Rot markierte Radfahrspur in Hamburg
Fahrradstreifen in Hamburg

Im Hamburger Norden, neben der City Nord soll ab dem kommenden April Hamburgs erster Fahrradschnellweg gebaut werden. Die 1,3 Kilometer lange Route soll völlig unabhängig vom Auto- und Fußgängerverkehr durch eine Grünanlage führen und die Sengelmannstraße mit der Saarlandstraße verbinden.

Heute Abend, ab 18 Uhr, sollen die Pläne im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude öffentlich präsentiert werden.

Radpiste nutzt Trasse einer nie gebauten Stadtautobahn

Auf der Trasse der neuen Fahrradstrecke war in früheren Jahrzehnten eine Stadtautobahn (Osttangente) geplant, die aber nie gebaut wurde. Lediglich mehrere Straßenbrücken wurden damals als Vorleistung errichtet (z.B. die Jahnbrücke), die nun von der neuen Veloroute genutzt werden sollen.

Vier Meter breit, beleuchtet und durchgehend asphaltiert

Die Ausrüstung der geplanten Piste setzt in Hamburg neue Maßstäbe: Die Zweirichtungspiste wird beleuchtet, überwiegend vier Meter breit und durchgehend asphaltiert sein.

Eine Be…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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18 Antworten auf „City Nord: Hamburg bekommt ersten Fahrradschnellweg“

@ Laurentius: Ich weiß ja nicht in welcher Stadt sie leben aber Hamburg kann es nicht sein. Die A7 verläßt den Elbtunnel Richtung Norden in einen sehr dicht bewohnten Gebiet. So dicht besiedelt das erwogen wurde die A7 zu überdeckeln. Der Verlauf der A7 geht weiterhin bis nach Schnelsen durch relativ stark bewohnte Gebiete. Die anderen Autobahnen – ok, weniger Anwohner. Das war allerdings weniger Planung als mehr Zufall.

@Jens
Sie verstehen den Zweck einer Stadtautobahn nicht. Sehen Sie sich den Verlauf der A1, A7, A24 und A25 auf Hamburger Gebiet an! Dann merken Sie, daß diese Autobahnen eben nicht durch dicht bewohnte Stadtgegenden verlaufen.

Auch im Alstervorland hätte man einen solchen vorbildlichen, vom Auto- und Fußgängerverkehr vollkommen unabhängigen Radschnellweg realisieren können wie nun in der City Nord geplant. Stattdessen haben wir in dem schmalen Harvestehuder Weg nun eine „Fahrradstraße“, wo sich Rad- und Autofahrer täglich maximal gegenseitig behindern.

Ein Affentheater für sage und schreibe 1300m freie Trasse, die man wohl noch schnell mit einer Verkehrseinrichtung zubauen möchte, ehe es dort ohne eine komplett neue Planung und Genehmigung nicht mehr möglich ist, weil irgendwelche Fristen bald verfallen werden. Will man in vielen Jahren dann doch da eine Stadtautobahn bauen, wird der Genehmigungsaufwand wohl viel geringer sein, da dort ja schon eine Straße ist.
Und wo ist der große Unterschied zu einer Wohngebietsstraße, welche aufgrund weniger Verkehrs sowieso viel angenehmer zu fahren ist. Denn ich habe der Sicherheit wegen lieber ein paar wenige Autos um mich herum als viel Fahrräder…
Da aber, wo viel Radverkehr ist, Schanzenviertel – Rödingsmarkt etwa, wo auch keine wirklich Alternative besteht ausser in engen zugeparkten Nebenstraßen, muss der Radverkehr sind auch teilweise 60cm breiten Holperwegen bewegen…

So was blödes Idee kann nur von diese Öko Senat kommen. Hamburg sollte lieber das U und S Bahn netz erweitern und eine Stadtautobahn Bauen statt Geld auszugeben für diese blöde Radweg.

Bevor man am Dakarweg die dortigen Kleingärten platt gemacht hat, gab es schon faktisch eine Radpiste zwischen der Jahnbrücke und Hebebrandtstraße. Nicht wirklich innovativ. Man stellt nur den Status quo wieder her.

Das übliche Geklingel. Wo es nicht wehtut und der MIV keine Einschränkugnen zu erwarten hat, da darf dann großzügigerweise auch mal ein Radschnellweg gebaut werden. Aber dort, wo viele Radler unterwegs sind hat man noch immer dern Olaf-Scholz-Gedächnis-Radwegbelag, Schlaglöcher, Baumwurzeln und 6 unterschieldiche Fahrbahnbeläge auf 200m (bestes Beispiel Max-Brauer-Allee von Goetheallee bis Bahnhof Altona. Ein konsistentes Radwegenetz für Hamburg zu entwerfen und umzusetzen scheitert alleine schon an den Planungskapazitäten. Hamburg hatte bis vor wenigen Monaten mal gerade einen Radwegeplaner, jetzt kommt ein zweiter hinzu. Eine Stadt wie München hat hingegen 20 Radwegeplaner, bei einem wesenltich kleineren Stadtgebiet. Aber das wäre in der Stadt der Porsche und Bentley-Fahrer vom Bürgermeister zuviel verlangt. Dafür werden hier lieber mehrere huntdert Millionen Steuergelder für die überflüssige Schließung und Verlagerung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona nach Diebsteich verausgabt.

In vielen Städten gibt es Stadtautobahnen, als Beispiele seien genannt Berlin, Bremen, Köln, München, Düsseldorf usw. In HH haben vor Jahrzehnten vorausschauende Planner Trassen eingeplant (z.B. die Osttangente) für eine Stadtautobahn, die es bis heute nicht gibt. Statt dessen muß der Wirtschaftsverkehr auf seiner Fahrt von A (Altona) nach B (Billstedt) sich immer noch von Ampel zu Ampel durch bewohnte Gebiete quälen. Und diese Trassen sollen nun vernichtet werden, damit in einer Großstadt ein Radfahrweg eingerichtet werden kann! Es ist nicht zu fassen!

In den genannten Städten stehen die Kfz auch mehr im Stau als das sie fahren. Mit dem Radschnellweg wird auch keine Strasse dem Kfz Verkehr abgenommen sondern es bleiben immer noch 4 bis 6-spurige Strassen für den Kfz Verkehr.
Das man in Städten durch bewohnte Gebiete fährt ist schon nicht der Erwähnung wert.
Hoffentlich steigen, nach Beendigung der Baumaßnahmen, mehr Menschen auf`s Fahrrad.
Dann kommt auch der restliche Kfz Verkehr besser durch.

Der Fußweg in der Hudtwalckerstr. wird schmaler, die Fahrbahnen für KFZ werden nicht angetastet, stattdessen freut man sich über einen zusätzlichen Parkplatz…
Schnellweg auf 1300 Meter (für solche „Strecken“ braucht man keinen „Schnell“weg*), weil da zufällig ein bisschen Platz ist, den man nun dich nicht für KFZ braucht…

Da tritt ein direkter Zusammenhang zutage: Wenn es keine Flächen für KFZ reduziert, kann man ja mal symbolisch ein paar Meterchen abgeben, gaaanz großzügig. Echte Veränderungen wie Walddörfer Str. oder Friedrich-Ebert-Damm traut sich keiner von den Angstpolitikerchen in dieser Stadt.

Die Autostadt Hamburg macht nichts richtig, was Radverkehr angeht, und wofür auch? Fährt ja doch niemand Rad in dieser Stadt, das ist nämlich lebensgefährlich zwischen all den Autos.

*Mal sehen, mit welcher Priorität dieser sogenannte „Schnellweg“ geräumt werden wird im Winter… Falls überhaupt geräumt wird. Möchte jemand wetten?

Hudtwalckerstraße
Ist ja eine Wahnsinnsinnovation auf dem Weg zur Fahrradstadt Hamburg. Der Radweg wird zu Lasten des Fußwegs verbreitert. Die Fußgänger laufen dann mangels Platz auf dem Radweg.
Parkplätze bleiben selbstredend erhalten. Hamburg eben.

Interessant, dann spricht ja auch nichts dagegen an Kreuzungen von Autoschnellwegen Ahrensburger Str., Friedrich-Ebert-Damm etc. rechts vor links einzuführen – wenn das bei Fahrrad_schnell_wegen geht …

Auf Radschnellwegen sollten Radfahrer durchgehend Vorfahrt haben. Eine Rechts- vor Linksregelung am Dakarweg macht keine Sinn. In Freiburg gibt es an der Dreisam einen faktischen Radschnellweg, der eine Nebenstraße kreuzt, wo die Radfahrer Vorfahrt haben. Hier sollten die Verantwortlichen aus Hamburg sich mal erkundigen.

Tun sie aber nicht. Weil man in Hamburg nicht über den Tellerrand kuckt. Auf die Idee kommt man nämlich gar nicht erst, weil man in Hamburg per se schon ganz oben ist. Da braucht man sich nicht zu vergleichen. Und mit soo kleinen Städten wie Freiburg schon gleich gar nicht.

„… weil man in Hamburg per se schon ganz oben ist“ – Man IST nicht oben, sondern man FÜHLT SICH oben, das ist ein großer Unterschied.

in der City Nord natürlich, wo es außerhalb der Rushhour eh kaum Autoverkehr gibt…lächerlich, Hamburg ist immer noch in den sechziger Jahren, was die Vorfahrt für Autofahrer angeht! Eine wirkliche Änderung wäre es wenn mann Stresemannstrasse, Budapesterstrasse und dann Ostweststrasse in einen Schnellfahrradfahrweg umbauen würde.

Bei einer Vorfahrt für Autofahrer hätte man die besagte Stadtautobahn gebaut und nicht die freigehaltene Trasse nun für den Radverkehr umgewidmet. Da in der City Nord und ihrem Umfeld verstärkt Wohnungsbau angestrebt wird, ist dies ein sehr erfreulicher Schachzug. Umzüge sind häufig die Zeitpunkte, wo man sich anschaut, welche Verkehrsmöglichkeiten vor Ort existieren, um somit die Verkehrsmittelwahl zu entscheiden. Ein planfreier Radschnellweg ist da kein uncharmantes Angebot.

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