Auch, wenn sich beim Ausbau der Radwege in Hamburg in den vergangenen Jahren viel getan hat, sieht die Lage abseits der Hauptrouten in den zentralen Stadtteilen weiterhin oft mau aus: marode Holperpisten aus den 1980er Jahren, Schlaglöcher, viel zu wenig Platz, oft von Autos zugeparkt und manchmal sogar gar keine Radwege.
Um die Situation für Radfahrende auf den vielen kleinen Nebenstrecken in den einzelnen Bezirken zu verbessern, hatte der rot-grüne Senat vor neun Jahren ein Bündnis für den Radverkehr beschlossen. Darin haben sich die sieben Bezirk der Stadt selbst verpflichtet, bis Ende 2022 eigene Ausbaukonzepte für ihre Bezirksradwege zu entwickeln. Damit sollte vor allem der Radverkehr auf kurzen Strecken, wie zum Bäcker, zur Schule oder zur Kita angekurbelt, konfliktfreier und sicherer werden.
Doch daraus ist nie etwas geworden: Kein einziger Bezirk hatte sich an diese Selbstverpflichtung gehalten und solch ein Bezirksroutenkonzept bis Ende 2022 pünktlich fertiggestellt, wie eine Recherche von NAHVERKEHR HAMBURG im Februar 2023 ergeben hatte. Einige Bezirken hatten damals noch nicht einmal angefangen, andere stecken mitten im Prozess und nur wenige waren so weit, dass das Ziel in Sicht war.
Rund zwei Jahre später haben wir nun noch einmal nachgefasst und die aktuellen Arbeitsstände abgefragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd – und ein Bezirk treibt es mit seiner Ignoranz gegenüber dem Thema besonders auf die Spitze. So sieht die Lage in den einzelnen Bezirken aus.
Grundsätzlich hat sich in den einzelnen Bezirken in den vergangenen Jahren nur wenig getan. Zwar wurden vielerorts neue und bessere Radwege geschaffen, beispielsweise in Altona in der Louise-Schröder-Straße…
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