Demnach würde der Einsatz von Dieselfahrzeugen 14 Millionen Euro kosten, für eine Elektrifizierung der Strecke wäre das Doppelte nötig.
Laut Stölting würde sich bei einer Wiedereröffnung der Bahnlinie die Fahrzeit nach Münster und Osnabrück um mindestens 15 Minuten verkürzen.
Der Personenzugverkehr nach Nordhorn war in den 70er Jahren eingestellt worden. Nordhorn gilt seitdem als zweigrößte deutsche Stadt ohne Personenbahnanschluss.
Im September hatte der niedersächsische Landtag beschlossen, die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken im Land zu prüfen. Die Linie nach Nordhorn gilt dabei als aussichtsreicher Kandidat.
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3 Antworten auf „Reaktivierung von Personenzugverkehr nach Nordhorn ist machbar“
Ja, dann mal los! Das sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, eine Stadt in der Größenordnung mit so wenig Mitteleinsatz wieder an die Welt des Schienenpersonennahverkehrs anzubinden. Den „Peak Car“ haben wir ja gerade hinter uns, den Tiefpunkt der SPNV-Netzlänge wohl auch…
Die Reaktivierungspläne für Nordhorn überraschen nicht besonders, dürfte hier doch die Nachfrage deutlich höher sein als bei anderen bereits vollzogenen Reaktivierungen. Andere Beispiele für Reaktivierungsideen in Niedersachsen überraschen mehr, z.B. Dannenberg – Uelzen. Da sollte lieber erst einmal zumindest ein 2-Stunden-Takt von Lüneburg nach Dannenberg eingeführt werden!
Wieso verkürzt sich die Fahrzeit, wenn es die Strecke gegenwärtig gar nicht gibt? Kann man das Gutachten auch irgendwo lesen?
Die Reaktivierung nach Nordhorn ist ja nahezu ein Schnäppchen. Anderswo (Stuttgart, Nürnberg – Erfurt) gibt man den doppelten bis dreifachen Betrag in Milliarden aus um Fahrzeitverkürzungen in vergleichbarer Größenordnung zu erreichen.