Regionalzüge zwischen Hamburg und Oldesloe sollen pünktlicher werden

Die verspätungsanfällige Regionalbahnlinie R10 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe soll zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember pünktlicher werden. Das geht aus dem neuen Fahrplan hervor, der jetzt bekannt wurde.
Christian Hinkelmann
Regionalbahn im Bahnhof Wandsbek in Hamburg
Regionalbahn im Bahnhof Wandsbek in Hamburg

Demnach soll künftig ein zusätzlicher Zug auf der Strecke eingesetzt werden, um die kurzen Wendezeiten an den Endhaltestellen zu strecken. Statt derzeit sieben Minuten werden die Regionalbahnen aus Bad Oldesloe künftig 25 Minuten im Hamburger Hauptbahnhof stehen, bevor sie wieder zurück fahren. 

Damit soll verhindert werden, dass die Züge mögliche Verspätungen in die Gegenrichtung übertragen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter hervor (Drucksache: 20/5564). „Die R10 ist, was Verspätungen und Zugausfälle angeht, gewissermaßen das Sorgenkind des HVV. Gleichzeitig nutzen immer mehr Fahrgäste diese Verbindung. Deswegen ist es gut, dass endlich mit einem neuen Fahrplan gegengesteuert wird“, so Buschhüter.

Laut dem SPD-Politiker hatte sich die Deutsche Bahn vor zwei Jahren vertraglich dazu verpflichtet, dass die Züge der R10 zu 95 Prozent pünktlich sind. Dieser Wert sei aber bislang so gut wie nie erreicht worden, so Buschhüter. Demnach betrug die Pünktlichkeit in den ersten neun Monaten 2012 im Schnitt nur 89,8 Prozent.

Der bisherige Tiefpunkt in diesem Jahr sei mit einer Pünktlichkeit von 81,8 prozent erreicht worden. Buschhüter: „Der seit Inkrafttreten des Verkehrsvertrages Ende 2009 geltende Fahrplan war …

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

"Jede Minute, die der Bus außerhalb der Haltestellen nicht fährt, ist eine verlorene Minute, in denen die Fahrerinnen und Fahrer Geld kosten, keine Leistung erbringen können und an anderer Stelle fehlen", meint der Hamburger Verkerhsplaner Arne Witte.

Best-of: Busverkehr in Hamburg: „Rote Ampeln verschärfen den Personalmangel“

Zu langsam, zu teuer, zu unattraktiv: Hamburg verschwendet mit seinem derzeitigen Bussystem viel Steuergeld und wertvolles Personal, meint der Verkehrsplaner Arne Witte im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview und glaubt, dass die vorhandenen Ressourcen viel effizienter für die Verkehrswende eingesetzt werden könnten. Das sind seine Ideen und Vorschläge.

Abgeschaltet wegen Erfolglosigkeit: HVV Any. (Foto: Christian Hinkelmann)

HVV Any: Warum das automatische Ticket wirklich sterben musste

Der HVV nennt das Deutschlandticket als Grund. Doch Daten zeigen: Woanders boomen ähnliche Systeme. Das waren die eigentlichen Hintergründe für das Ende von HVV Any und deswegen wurden durch eine bestimmte Technik-Wahl möglicherweise Millionen verschwendet.

Eine Antwort auf „Regionalzüge zwischen Hamburg und Oldesloe sollen pünktlicher werden“

Ich hoffe, dass der neue Fahrplan etwas bringt. Allerdings sehe ich folgendes Problem: Der Hamburger HBF ist bereits heute überlastet. Sofern da nun immer eine zusätzliche Bahn herumsteht, wird der Bahnhof noch weniger Kapazitäten haben, wodurch es wieder zu Verspätungen kommen wird, weil andere Bahnen nicht einfahren können. So wird sich das wieder hinziehen und dadurch werden wohl noch mehr Züge sich verspäten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner