Riesige Glasröhre für neue U-Bahn-Station an den Elbbrücken

Filigran und lichtdurchflutet: Hamburgs künftige U-Bahn-Station an den Elbbrücken wird eine riesige gläserne Röhre – entworfen vom Architekturbüro gmp, den Schöpfern der neuen Hamburger Flughafenterminals und des Berliner Hauptbahnhofs. Das hat eine Expertenjury entschieden.
Geplante U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken mit Verbindungssteg
Geplante U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken mit Verbindungssteg
Foto: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Die zukünftige U-Bahn-Haltestelle an den Elbbrücken wird eine riesige gläserne Röhre. Das hat eine Expertenkommission – bestehend aus dem Hamburger Staatsrat Andreas Rieckhof, Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter und Vertretern von Hochbahn und HafenCity GmbH – entschieden, wie die Hochbahn mitteilte.

Demnach stammt der Siegerentwurf eines mehrstufigen Architekturwettbewerbs vom Hamburger Büro gmp (von Gerkan & Marg), das bereits die neuen Flughafenterminals in der Hansestadt sowie den Berliner Hauptbahnhof entworfen hat.

Der Entwurf der oberirdischen Station besteht aus einer außen liegenden tragenden Stahlkonstruktion, mit einer innenliegenden Glasfassade. Laut Expertenjury nimmt die Konstruktion die Gestaltung der benachbarten Elbbrücken auf und interpretiert diese neu.

Außerdem lobt die Jury die offenen Sichtbeziehungen von innen nach außen, die barrierefreien Zugänge sowie die klar strukturierten Laufwege.

Hochbahn-Vorstand und Jurymitglied Ulrich Sieg zeigt sich begeistert: “Jetzt erhält auch die neue U4-Haltestelle Elbbrücken ein markantes Gesicht. Mit der neuen Haltestelle werden wir unseren Fahrgästen nicht nur eine funktional und verkehrlich optimal ausgeprägte ÖPNV-Anbindung bieten, sondern …

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12 Antworten auf „Riesige Glasröhre für neue U-Bahn-Station an den Elbbrücken“

Wow!! Nicht schlecht! Wenn es wirklich so wird, wie in den hier gezeigten Simulationen, bekommt Hamburg aber ein richtig hübsches Hafencity-Eingangstor aus Richtung Süden. Erinnert mich irgendwie an die Londoner Dockland-Haltestelle Canary Warf.

Da sieht man, wo Stadtbahngelder fließen… Ok wollen wir nicht so pessimistisch sein, es bringt nichts. Auch wenn ich die U4 bisher nicht nutzen musste find ich sie Bahnhofstechnisch von der Architektur doch sehr gelungen, als Freizeitbeschäftigung ist die U4 sicherlich was schönes, schon Eye-Candy-mäßig. Wer in der Nähe der Stationen wohnt, der ist schon zu beneiden, vor allem, wenn mal die HafenCity fertig ist. Mich erinnert die Elbbrücken-Station an die S- und U-Bahnstationen des Wiener Stadtgebietes. Dort gibt es beispielsweise eine Stadtbahn, die entlang der S- und Regionalbahnen fährt. An genau soetwas habe ich nach dem Lesen der Pläne zum U4-Ausbau gelesen. Die Krönung wäre die von mir schon woanders besagte Anbindung der City Süd mit Hammerbrook und Wilhelmsburg. Aus Hammerbrook wird wohl wahrscheinlich nichts, aber egal. wenn es fertig ist, kann ich mich mal freuen zur Abwechslung auf der Neubau-U-Bahn zu fahren 🙂

Prima!
Nun fehlen nur noch die beiden U4-Haltestellen “Axel-Springer-Platz” und “Schaartor (Binnenhafen)”. Die kann man jetzt noch nachträglich hinzufügen. Dann macht die U4 wenigstens halbwegs Sinn.

Findeisen: “Noch nachträglich einfügen”…

Ein bisschen unrealistisch, oder? Selbst an der eher einfacheren und ohne Zweifel sinnvollen Position Johnsallee hat das nie geklappt.

Tatsächlich sind das etwa 1400m zwischen Hallerstraße und Stephansplatz ohne Halt. Ist das denn dicht besiedelt dort? Wahrscheinlich nicht, bin ja noch nicht so lange in Hamburg… offensichtlich genauso, wie die Verkehrsplaner.

Aber das Haltestellen”design” der S- und U-Bahn hier im HVV-Gebiet ist ja ganz allgemein total super:
Schonmal jemand bei den ortsfremden (oder war’s inkompeteten?) Planern auf die Idee gekommen, daß man das ohnehin sehr weitmaschige Netz dadurch quasi-verdichten könnte, in dem man 2 (in Worten: zwei) Zugänge je Bahnsteig vorsieht? Stichworte “Erschließungsgebiet”, “Umstiegs- und Kundenfreudlichkeit”. Und nein, damit meine ich nicht eine Treppe auf der rechten und eine gegenüber auf der linken Straßenseite.
Brutaler Nebeneffekt: Soll wohl auch helfen, die Fahrgastströme besser aufzuteilen – käme zb für Holstenstraße oder Sternschanze in Betracht. Selbst für chronisch defekte und abgesperrte(!) Rolltreppen wäre dann Platz!
Naja, hauptsache schönes Dach..

Aber in Hamburg kann man nur Bus. Und nichtmal das gut. Sind wohl doch ortsfremde Verkehrsplaner. Mindestens.

Max: “Ein bisschen unrealistisch, oder?”

Als seinerzeit die Planung für diese U4-Streckenführung vorgestellt wurde, hat auch jeder vernünftig denkende Mensch gesagt “Ein bisschen unrealistisch, oder?”. Aber siehe da: Es wurde trotzdem gebaut.
Seitdem gibt es nichts unrealistisches mehr.

@Findeisen

Weißt du wie tief die U4 durch unter der Innenstadt durchfährt? Das muss man erstmal geologisch hinbekommen, dass sich da nichts setzt (Köln lässt grüßen). Und man bräuchte ne halbe Ewigkeit bis man oben ist. Überseequartier hat ja Messehallen als tiefste abgelöst soweit ich weiß, und das sind schon Wege, die nicht mehr feierlich sind. Kannst dir ja mal die Baupläne der Notausgänge angucken. Da wirst du staunen, wie viele Treppenstufen man hochlaufen muss.

@JaCDesigns1

Ich finde es immer wieder amüsant deine Beiträge zu lesen. Es scheint, als hättest du schon ein perfektes Zielnetz für den Schienenverkehr in Hamburg entworfen. Kannst du ja mal bei Gelegenheit komplett präsentieren, finde so etwas immer sehr interessant.

Und zur U4: Wenn der “Sprung über die Elbe” konsequent verfolgt wird, so ist die U4 doch ein sinnvolles Projekt. Doch um die Trassenführung weiter zu planen müsste es erstmal Klarheit über die zukunft des Grasbrooks und anderen Hafenflächen geben.

Meiner Ansicht nach ist eine Umsteigemöglichkeit an den Elbbrücken zwischen U- und S-Bahn nicht unbedingt erforderlich:
1. wer, kommend mit S-Bahn, zum Hbf oder Jungfernstieg will, bleibt in der S-Bahn, da schneller
2. nur die, die von Richtung Harburg aus kommend in die HafenCity wollen, brauchen eine Umsteigemöglichkeit.in die U4

Daher ist erst direkt nach dem Sprung über die Elbe eine Umsteigemöglicheit z.B. bei Veddel sinnvoll:
– diejenigen, die in die Hafencity wollen, können hier umsteigen
– die U-4 sollte ab hier für eine feinere Erschließung südlich der Elbe sorgen; alle die sich bis dahin in der U4 “gesammelt haben”, können in Veddel Richtung Hbf in die S-Bahn umsteigen, oder in der U-4 Richtung HafenCity, wenn dort ihr Ziel ist.

Erg. Wenn es schwer zu realisieren ist, ist meiner Meinung nach eine Umsteigemöglichkeit zwischen U- und S-Bahn bei den Elbbrücken nicht zwingend erforderlich, jedoch sollte man dann direkt nach dem Sprung eine solche anbieten.

Der Auffassung bin ich auch, man muss die S-Bahn nicht bremsen. Schließlich können jene, die bei den Elbbrücken wohnen, mit der U4 die3-4 Haltestellen bis Hauptbahnhof/Jungfernstieg nehmen. Da kann man auch den Vorteil der Haltestellenlosen Durchfahrt zwischen HafenCity und Jungfernstieg sehen (vielleicht sah man es so bei der Planung)

Man kann auch vieles schön reden: “Vorteil der haltestellenlosen Durchfahrt” und “bei der Planung vorgesehen” – ich weiß ja nicht… Ich zweifle noch immer arg am Sinn und der Realisierbarkeit des Sprungs über die Elbe. Wurde hier nicht auch vor kurzem erst eine Nachricht veröffentlich, in der die Wirtschaftlichkeit der U4 nur sehr knapp ausfiel? Die U4 wird in meinen Augen keine fahrgaststarke Linie werden, auch nicht mit S-Bahn-Umsteigemöglichkeit: der Mensch ist von Natur aus bequem bzw. (um es positiver auszudrücken) er wählt gerne den einfachsten Weg; welchen sinnvollen Grund sollten Fahrgäste, die aus Richtung Harburg kommen und zum Hauptbahnhof oder Jungfernstieg wollen, haben, um an den Elbbrücken umzusteigen? Mir erschließt sich keiner. Man müsste aus der S-Bahn raus, sicher ein Stück laufen, vermutlich noch auf die nächste U-Bahn warten und dann einen längeren Weg in Kauf nehmen, bis man ein Ziel erreicht, das die S-Bahn ebenso und vor allem schneller und komfortabler anfährt. Fahrgäst mit dem Ziel Hamm, Horn und Billstedt werden ebenso nicht an den Elbbrücken umsteigen, sondern am Hauptbahnhof in die U2 wechseln. Die U4 ist einzig und allein für die Hafen-City selbst interessant, und ob dort jemals so viel los sein wird, dass es einer U-Bahn bedarf, um den Menschenmassen Herr zu werden, kann in meinen Augen nach wie vor stark angezweifelt werden. Und dass die U4 z.B. nicht an der Elbphilharmonie und auch sonst nirgendwo hält – ja, auch da weiß ich nicht recht, auf mich wirkt sie dadurch nur noch unfertiger. Die U4 spiegelt irgendwo auch den heutigen Zeitgeist wieder: Hauptsache alles sieht toll aus und wirkt nach außen hin makellos, die Hintergründe (oder auch Abgründe) aber werden allesamt ausgeblendet. So was rächt sich irgendwann ganz böse…

Ist schon erstaunlich, woher plötzlich das viele Geld kommt, um futuristische Stationen bauen zu können. Zudem ist der Umsteigepunkt ärgerlich, weil die Fahrt mit der S-Bahn durch den zusätzlichen Halt länger dauert und sich der Sinn dieses Umsteigepunktes nicht erschließt. Wie bereits mehrfach thematisiert, ist der Umstieg allenfalls für einige wenige Leute, die in der Hafencity wohnen oder arbeiten interessant. Denen könnte man auch den Umweg über den Jungfernstieg zumuten, wenn sie denn überhaupt die S und U-Bahn benutzen. Diese Station macht höchstens Sinn, wenn die weiter Verlängerung Richtung Wilhelmsburg kommt, vermutlich am Sanktnimmerleinstag. Es wird höchste Zeit für eine Umkehr der Hamburger Verkehrspolitik, weg von neuen U-Bahnstrecken, hin zur Stadtbahn. Hätte man die alte Tram nicht 1978 abgeschafft, sondern modernisiert, hätte man heute ein leistungsfähiges Stadtbahnnetz zu niedrigeren Kosten als der Neuaufbau kostet. Aus SPD-Mund könnte nun kommen: “hätte, hätte, Fahrradkette”. Aber so einfach sollte man es sich nicht machen.

… mal ne Anmerkung der etwas anderen Art: Ich hoffe das der Bahnhof nicht so Panne wird wie BER 😉 und mehr kostet als vom Architekturbüro geplant und berechnet…….

Da ich auch ein Freund der Hafenfähren bin… warum nicht gleich noch ne Anlegemöglichkeit für unsere “Bügeleisen” oder der Schiffe vom Typ “Finkenwerder”. Doch wie ich die HaDAG kenne, üben die sich in hanseatisch vornehmer Zurückhaltung. Eine Wasserseitige Anbindung halte ich grade im Bereich Hafen für recht interessant. und ausser Landungsbrücken gibt es kaum eine Ecke wo Bahn und Schiffsverkehr sich besser miteinander binden lassen.

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