Rot-Grün will Weichen für U4-Verlängerung über die Elbe stellen

SPD und Grüne wollen, dass beim geplanten Stadtteil Kleiner Grasbrook die Verlängerung der U4 mitgedacht und eine Trasse freigehalten wird. Wann die Bahn kommt, ist offen.
Von Christian Hinkelmann
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Menschen schauen am U-Bahnhof Elbbrücken von einer Aussichtsplattform auf den Hamburger Hafen

Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Weichen für eine mögliche Verlängerung der U-Bahnlinie U4 auf das südliche Elbufer stellen.

Bei der geplanten Stadtentwicklung auf dem Kleinen Grasbrook soll eine U-Bahn-Anbindung zumindest berücksichtigt werden, indem zum Beispiel mögliche Flächen für die Bahntrasse freigehalten werden

Das geht aus einem gemeinsamen Antrag beider Regierungsparteien hervor, über den die Hamburgische Bürgerschaft in der kommende Woche (13. Februar) entscheiden soll (siehe hier).

Demnach soll auf dem nördlichen Grasbrook im kommenden Jahrzehnt ein neues Quartier mit Wohnungen für 6.00 Menschen und 8.00 bis 16.000 Arbeitsplätzen entstehen.

Auch Trasse nach Wilhelmsburg soll freigehalten werden

“Für eine solche Perspektive ist es unabdingbar, dass der nördliche Teil des Kleinen Grasbrooks über den öffentlichen Nahverkehr optimal angebunden wird”, heißt es in dem rot-grünen Antrag. “Die Weiterführung der U-Bahn-Linie 4 zu den Elbbrücken eröffnet die ernsthafte Option für den vielfach erklärten Wunsch eines Sprungs über die Elbe – mit Zwischenhalt auf dem nör…

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11 Antworten auf „Rot-Grün will Weichen für U4-Verlängerung über die Elbe stellen“

In 10 Jahren wird mit dem Bau angefangen, dann dauert es aber auch noch min. 3-5 Jahre bis zur Fertigstellung, Wilhelmsburg wird so wenn überhaupt nicht vor 2040, Harburg wohl erst nach 2050 mit der U4 erschlossen. In 10 Jahren entstehen in anderen Weltregionen Städte für Millionen Einwohner inklusive sämtlicher Verkehrsinfrastruktur. Selbst in westlich geprägten Ländern wie Australien ist man da schneller, bspw. Metro Sydney (2012 Masterplan verabschiedet, Ende 2013 Baubeginn, erster Abschnitt in 2019 mit 13 Stationen eröffnet, Fertigstellung mit insgesamt 31 Stationen und 65 km Länge in 2024) oder Erweiterung der Northern Line in London (2 Stationen, Baubeginn 2017, Betriebsaufnahme 2020).

Wenn auf dem Kleinen Grasbrook ein neues Wohnquartier für bis zu 18.000 Einwohner entstehen soll, dann macht es doch Sinn schon jetzt mit der Planung und dem Bau der U4-Verlängerung nach Wilhelmsburg zu beginnen. So lange noch keine Wohnbebauung steht, kann doch viel rationeller gebaut werden und ggfs. ließen sich auch teure Tunnel vermeiden. Für das Fahrgastaufkommen entscheidend sit eine Verknüpfung der U4 mit der S-Bahn in Veddel, dies macht verkehrlich mehr Sinn und hätte eine wirkliche Etnlastugnswirkung für die S3, im Gegensatz zu S-Bahnstation Elbbrücken mit den doch sehr langen Umsteigewegen. Ferner wäre es ein Signal für Wohlhelmsburg, wenn die U4 dann direkt bis dorthin geplant und gebaut würde und nicht erst Ende der 20er Jahre. Auf jeden Fall ist eine U4 besser als die Zickzack-Linienführung der U5, die in der vorliegender Form keiner bezahlen kann.

Ich sehe keine entscheidende Bedeutung in einer Verknüpfung mit S Veddel. Dazu verrate ich Ihnen ein Geheimnis: Es wird bereits an einem Verknüpfungsbahnhof an den Elbbrücken gearbeitet. Und wieso soll eine U4 „besser“ als eine U5 sein? Wo stehen die Linienführungen in Konkurrenz?

Eine Verknüpfung mit dem Bahnhof Veddel wird sicherlich nicht kommen, wenn dann eher in Richtung S-Bahnhof Wilhelmsburg und dann Kirchdorf Süd um von dort aus irgendwann nach Harburg vorzustoßen.

Das eine alternative Verbindung gen Süden notwendig ist, zeigen die stetigen Unterbrechungen des Bahnverkehrst südlich der Elbe, da ganz gerne mal der Bahnbereich für Spaziergänge missbraucht wird und dann kommt man weder von Harburg gen Norden (Hauptbahnhof), noch vom Norden gen Süden (Harburg)

Eine Verknüpfung mit Veddel wäre sehr wichtig, bzw. die Verlängerung der 13 zu der neuen Station. Leider wurde das bei der Station Elbbrücken nicht bedacht. So macht es für die nördlichen Wilhelmsburger wenig Sinn die U4 zu benutzen. Es muss zweimal Umgestiegen werden, einmal in Veddel in die S-Bahn und an den Elbbrücken in vom Bus in die U-Bahn. In Umsteigezeit an den Elbbrücken umsteigt ist sie S-Bahn von dort schon am Hbf.

Welchen Mehrwert soll eine parallele Linienführung direkt neben der bestehenden S-Bahnstrecke haben? Und dann auch noch mit der Bedienung der selben Bahnhöfe?

Wenn man den bisherigen Verweis des Hamburger Senats auf zu wenig potentielle Fahrgäste folgt, hätte man die U4 zur Hafen City nicht bauen dürfen – potentielle Fahrgäste fehlen noch heute. Richtig ist, den Platz für eine U-Bahntrasse freizuhalten, ob eine U-Bahn am Ende der 20-Jahre gebaut wird, steht noch in den Sternen (heutige Aussage vom Finanzminister: wir müssen sparen ! Vielleicht wie 1974 die U4 (alt) Sengelmannstr. – Innenstadt – Altona – Lurup ) Aber Vorleistungen sind nicht immer falsch – siehe U-Bahnhaltestelle Sengelmannstraße bzw. Hbf-Nord falls die U5 gebaut wird.

Am Spreehafen wird derzeit gerade eine Möglichkeit zur Georg Wilhelm Strasse zu kommen weggeplant.
Die U 4 muss bis zu einer Zielversion masshaltig ausgearbeitet werden und dann im F Plan fixiert werden.
Dann muss die Trasse freigehalten werden.
Und immer aufpassen, nicht wie beim Gebäude Glockengießer Wall, das angeblich den Weiterbau Hbf nord blockiert.
Ich hoffe im Hafenbereich bleibt man in Hochlage. Am Grassbrook muss das die Bebauung hinnehmen.
Mit einer Station Spreehafen über der Harburger Chaussee kônnte man den M 13 komplett weit vor der Veddel abfangen. Danach kann man dann abtauchen und eine Tunnelstrecke zum Bunker suchen.z

Schön, wenn dann noch auf der anderen Seite der Norderelbe ein weiteres Nobelquartier entsteht, dann bekommt dieses als Touristenattraktion auch seine Luxushaltestelle. Das wäre dann die vierte in Folge. Und schön, wie sich wieder Sozialdemokraten und Grüne PR-mäßig selbst auffordern: Immer im Gespräch bleiben!
Und wenn dann noch Olaf “die schwarze Null” Scholz kein Geld mehr für Nahverkehrsprojekte herausrückt, kann man ja den Steilshoopern verklickern: “Tut uns leid, diesmal klappt’s wieder nicht. Aber mit der Busbeschleunigung seid ihr ja gut bedient.”

Eine vernünftige Stadtplanung ist beste Verkehrspolitik. Wer die U-Bahn günstig bauen will, muss es jetzt machen – gern auch oberirdisch als Hochbahn

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